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Dennis Gartman: Gold verhält sich bullisch, aber ist es wirklich ein Bullenmarkt?

14.02.2018  |  Redaktion
Dennis Gartman, der Herausgeber des beliebten Börsenbriefs The Gartman Letter, sprach gestern in einem Telefoninterview mit Daniela Cambone von Kitco News über die Lage am Goldmarkt und an den Aktienmärkten. "Die Schwäche der Aktien in der vergangenen Woche war das Schlimmste, was dem Goldmarkt zuletzt passiert ist", meint der Investmentexperte. Aufgrund der Kursverluste hätten Vermögensverwalter weltweit nach Assets gesucht, die sie verkaufen können, um Liquidität zu beschaffen. Dabei sei die Entscheidung oft auf Gold gefallen.

Nach Einschätzung von Gartman sind diese Verkäufe nun vorerst vorüber. Ein positives Zeichen sei zudem, dass sich der Goldmarkt nun im Vorfeld des chinesischen Neujahrsfestes wieder besser entwickelt. Dennoch möchte der Experte nicht von einem Bullenmarkt sprechen: "Ich würde sagen, es ist ein bullischer Markt." Gartman weist darauf hin, dass der Goldkurs nicht unter das Tief vom Dezember 2015 gesunken ist und in den letzten Jahren eine Reihe höherer Tiefs verzeichnete. Die Tatsache, dass zuletzt keine höheren Hochs erreicht wurden, sei jedoch etwas beunruhigend.

Mit Blick auf die Aktienmärkte macht sich der Newsletter-Autor auf ungemütliche Zeiten gefasst. "Ich bereite mich nicht auf das Schlimmste vor - das Schlimmste waren Jahre wie 1929 und 2007, 2008 und 2009", so Gartman. "Aber ich bereite mich durchaus auf schwierigere Zeiten vor. Alles andere wäre unlogisch."

Der Experte gibt zu bedenken, dass die Zentralbanken die geldpolitischen Lockerungen und Liquiditätsspritzen der letzten Jahre nun zurückfahren. Vor diesem Hintergrund werde es für die Aktien künftig schwierig sein, weiter zu steigen. Die Wirtschaft entwickelt sich momentan zwar gut, doch für den Marktbeobachter ist das kein Widerspruch: "Die Unternehmensgewinne sind immer dann am höchsten, die Prognosen immer dann am besten und die Wirtschaftsleistung immer dann am stärksten, wenn die Aktienmärkte ihren Zenit bereits überschritten haben. Schließlich sind die Aktienmärkte immer zukunftsorientiert."

Mit einem massiven Bärenmarkt rechnet Dennis Gartman derzeit nicht. Eine Abwärtskorrektur der Aktien um 10-15%, eventuell auch 20%, sei jedoch durchaus möglich und sogar wahrscheinlich.



© Redaktion GoldSeiten.de



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