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Marktforscher erwarten Defizit am Palladiummarkt, Überschuss bei Platin

19.02.2018  |  Redaktion
Am Platinmarkt wird in diesem Jahr voraussichtlich erneut ein Überangebot bestehen, nachdem 2017 bereits ein Rekordüberschuss von rund 110.000 Unzen verzeichnet wurde. Zu diesem Schluss kommen die Marktforscher von Johnson Matthey, einen internationalen Unternehmen der Edelmetall- und Chemiebranche, in einem kürzlich erschienenen Bericht.

Wie Reuters meldete, stellte das Unternehmen einen Rückgang der Platinnachfrage um 7% im vergangenen Jahr fest, hauptsächlich infolge der sinkenden Schmucknachfrage in China und des geringeren Bedarfs der Automobilindustrie, die das Edelmetall zur Herstellung von Katalysatoren benötigt. In Japan hätten zudem die Investitionen in Platin abgenommen.

Diese Trends werden sich Johnson Matthey zufolge 2018 im Allgemeinen fortsetzen, wobei ein leichter Anstieg der industriellen Nachfrage erwartet wird. Unterm Strich sei aber weiterhin mit einem Überangebot am Platinmarkt zu rechnen.

Ganz anders die Situation bei Palladium: Hier erwarten die Marktbeobachter nach dem Defizit von 629.000 Unzen im vergangenen Jahr erneut eine Unterversorgung. Die Nachfrage der Autohersteller, die sich im letzten Jahr um 6% auf mehr als 8,4 Mio. Unzen erhöht hatte, soll in diesem Jahr auf einen neuen Rekordwert steigen.

Der Umfang des Defizits hängt dem Unternehmen zufolge jedoch entscheidend vom Investmentsektor ab. Seit einem Hoch im Jahr 2014 mussten die Palladium-ETFs nach Angaben des Artikels einen großen Teil ihrer physischen Bestände abverkaufen, da die Investoren den Kursanstieg nutzen, um Gewinne zu realisieren. Der Palladiumpreis hatte sich im letzten Jahr um insgesamt 56% erhöht.


© Redaktion GoldSeiten.de



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