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Die Krise von 2007-9 ist zurück - mit voller Wucht

01.03.2018  |  Egon von Greyerz
Das Verhalten der amerikanischen Wirtschaft ist sehr leicht vorhersehbar. Egal wer Präsident ist und von welcher Partei er ist. Denn jeder Präsident gibt mehr Geld aus, als die USA sich leisten kann. Seit Reagan 1981 an die Macht gekommen ist, haben sich die amerikanischen Schulden im Durchschnitt alle 8 Jahre verdoppelt. Und auch Trump hat sich als Teil dieser Vorhersage entpuppt. Das gerade abgesegnete Budget stellt sicher, dass in den kommenden Jahren substantielle Defizite produziert werden.

Das diesjährige Defizit könnte gerade noch unter 1 Billion Dollar sein, aber danach können wir davon ausgehen, dass für viele viele Jahre das amerikanische Defizit nicht mehr unter 1 Billion Dollar sein wird.


Amerikanische Staatsschulden bei 40 Billionen Dollar bis 2025

Während der Amtszeit von Präsident Obama stiegen die Schulden von 10 Billionen Dollar auf 20 Billionen Dollar. Ob Präsident Trump es schafft, bis 2021 die Schulden unter 28 Billionen Dollar zu halten, ist fragwürdig. Bis 2025 aber - egal wer dann Präsident ist - werden die Schulden wieder auf ihrem historischen Trend liegen, was bedeutet, dass sie sich alle 8 Jahre verdoppeln. Dies bedeutet: 40 Billionen Dollar Schulden im Jahr 2025.

Wie eine solche riesige Schuldenmenge erzeugt werden kann, läuft nach einem recht einfachem Skript ab. Abstürzende Anleihen- und Aktienmärkte, hohe Zinsen, hohe Inflation, die zu Hyperinflation führt und Pleiten im Finanzsystem. All dies wird zu Gelddrucken in einem in der Geschichte noch nie dagewesenen Ausmass führen. Es wäre sogar ein Wunder, wenn die amerikanischen Schulden im Jahr 2025 nur 40 Billionen Dollar betragen würden. Mit Hyperinflation könnte der Betrag um ein Vielfaches höher sein.

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Blasen werden platzen

Die Märkte gaben während der letzten Wochen ein klares Signal, nämlich dass die sich Euphoriephase in der Wirtschaft dem Ende neigt. Es begann mit dem Platzen der grössten Blase der Geschichte - Kryptowährungen. Innert eines Monats wurde der Marktwert von 835 Milliarden Dollar auf 395 Milliarden Dollar mehr als halbiert.

Kryptowährungen waren eine wunderbare Spekulation für die wenigen, die es geschafft haben, ihre Gewinne mitzunehmen. Aber für viele war es desaströses Schneeballsystem, das in Tränen enden wird. Kryptowährungen haben nichts mit echten Investments zu tun und noch weniger mit Vermögenserhalt. Es gibt nichts einzuwenden dagegen, eine kleine Wette in einem spekulativen Investment offen zu haben. Leider jedoch, erlagen viele Käufer von Kryptos dem Reiz, auf Schulden zu kaufen und sitzen nun auf einem grossen Verlust.

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Der Absturz in den Kryptowährungen ist symptomatisch für das Ende einer Ära. Verglichen mit dem 80 Billionen Dollar grossen weltweiten Aktienmarkt fallen Kryptos zwar nicht ins Gewicht, aber Aktien und Kryptos haben eines gemeinsam: Für beide geht es von hier aus steil bergab. Während Kryptos auf Null gehen werden, werden Aktien real um mindestens 90% fallen. “Real” bedeutet, dass Hyperinflation den Nominalwert von Aktien viel höher werden lassen könnte. Zwischen 1929 und 1932 fiel der Dow um 90%. Nach allen Messgrössen ist die Aktienblase noch viel grösser heutzutage, so dass nach erreichen der Höchststände des Marktes der darauf folgende Absturz alle schockieren wird.


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