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Wladimir Basow: Die vielversprechendsten Goldlagerstätten weltweit

17.03.2018  |  Presse anonym
Die Goldprojekte mit den besten Bohrergebnissen 2017 - und mit dem höchsten Potential

Bohrergebnisse sind nicht nur für die Bergbau- und Explorationsunternehmen wichtige Indikatoren, sondern für fast alle Beteiligten, einschließlich bestehender Aktionäre und potentieller Investoren. Wenn in den Bohrkernen hohe Goldgehalte gemessen werden, sind das spannende Neuigkeiten, die auf eine vielversprechende Entwicklung hindeuten. Doch um die Ergebnisse wirklich angemessen zu interpretieren ist eine konservative und gründliche Vorgehensweise empfehlenswert - insbesondere für alle, die nicht vom Fach sind.

Es ist keine Seltenheit, dass ein Unternehmen in einer Pressemitteilung stolz verkündet, dass kürzlich ein "signifikanter" Abschnitt durchbohrt (der Fachmann sagt auch "durchteuft") wurde, der beispielsweise 5.000 g/t Gold enthält. Solche Neuigkeiten können den Kurs eines Unternehmens sprunghaft steigen lassen. Doch sind die Mineralgehalte allein wirklich der entscheidende Faktor?

Solche anomalen, extrem hohen Goldgehalte treten oft nur in sehr kurzen Bohrabschnitten auf und können durch den sogenannten Nuggeteffekt hervorgerufen werden. Ungewöhnlich hohe Werte spiegeln die Zusammensetzung des Erzkörpers oft nicht angemessen wider und können nicht zweifelsfrei als Anzeichen für eine hochgradige Mineralisierung oder Lagerstätte betrachtet werden. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn die ersten Ergebnisse eines neuen Projektgebiets veröffentlicht werden, für das keine historischen Daten vorliegen. Das gilt vor allem dann, wenn die Art der Mineralisierung und die Morphologie des Erzkörpers noch unbekannt sind.

Bohrkernproben mit extrem hohen Goldgehalten führen manchmal zu wilden Spekulationen, die nicht durch das reale Vorkommen gerechtfertigt sind. Entsprechende Analyseergebnisse sollten daher nur als Anregung für eine genauere Recherche und die Beschäftigung mit den entsprechenden technischen Berichten aufgefasst werden.

Um die Bohrergebnisse zu verstehen, ist es unbedingt notwendig, auch andere Faktoren zu betrachten. Die wichtigste Kenngröße ist dabei die sogenannte Mächtigkeit der von einem Bohrloch durchteuften, mineralhaltigen Abschnitte. Ein langer Bohrkernabschnitt mit geringeren Mineralgehalten ist für das betreffende Unternehmen oft besser und von viel größerem Wert als ein kurzer Abschnitt mit extrem hohen Metallanteilen.

Letztere lassen nicht auf die Kontinuität und Ausdehnung der Erzader schließen und sind unter Umständen nicht einmal Teil einer Ader, sondern lediglich "Ausreißer". Lange Abschnitte mit geringeren Erzgehalten können dagegen auf das Vorhandensein einer massiven Lagerstätte hindeuten.

Darüber hinaus muss der Abbau von schmalen Erzkörpern mit geringer Mächtigkeit mittels kostenintensiver, selektiver Gewinnungsmethoden erfolgen, während große Lagerstätten mit effektiven, kostengünstigen und hochgradig mechanisierten Methoden abgebaut werden können.

Zusammen mit dem Mineralgehalt ist die Länge des jeweiligen Bohrkernabschnitts ein ein entscheidender Punkt, wenn wir die Ergebnisse verschiedener Unternehmen gegenüberstellen. Um gut miteinander vergleichbare Werte zu erhalten, multiplizieren wir einfach die Länge des mineralisierten Abschnitts mit dem in Gramm pro Tonne (g/t) angegebenen Mineralgehalt. Außerdem sollten wir die folgenden Punkte beachten:


Tatsächliche Mächtigkeit

Explorationsbohrlöcher werden nicht immer vertikal nach unten abgeteuft, sondern können in jedem erdenklichen Winkel angelegt werden. Auch die Lagerstätten können verschiedenste Formen haben und völlig unterschiedlich ausgerichtet sein. Stellen Sie sich ein Worst-Case-Szenario vor, in dem ein vertikales Bohrloch eine fast vertikale Mineralisierung durchteuft, oder in dem ein horizontales Bohrloch eine fast horizontale Lagerstätte schneidet (horizontale Bohrungen werden oft ausgehend von untertägigen Grubenbauen angelegt). In diesem Fall ist die scheinbare Länge des mineralisierten Abschnitts deutlich größer als die tatsächliche Mächtigkeit des Erzkörpers.

Würde man dieses Ergebnis nun als Grundlage einer Ressourcenschätzung verwenden, hätte das zur Folge, dass die wahren Vorkommen weit überschätzt werden. Um Erzkörper und Ressourcen zuverlässig zu berechnen, darf also immer nur die reale Mächtigkeit verwendet werden. Die folgende Grafik veranschaulicht dieses Konzept:

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