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Sozialismus - Der garantierte Weg zur Hyperinflation

06.03.2018  |  Egon von Greyerz
Gold wird von allen Regierungen auf der Welt gehasst, da es ihr betrügerisches Handeln aufdeckt, welches noch die Weltwirtschaft zerstören wird. Es ist kein Zufall, dass Gold das einzige Geld ist, das 6000 Jahre überlebt hat. Gold ist das einzige Geld, das nicht lügt. Und Gold ist das Geld der Natur, was bedeutet, dass es nicht zerstört und nicht erzeugt werden kann.

Deshalb können Regierungen mit Gold als Geld nurmehr für kurze Perioden sein. Denn mit der Zeit geben Revierungen immer mehr aus, als ihr Land einnimmt. Und dann sichern einzig gekaufte Stimmen ihr Überleben. Und Gelddrucken ist eine sehr günstige Art und Weise, Stimmen zu kaufen. Es kostet nichts, wenn einem die Druckerpressen (oder Computer) gehören und kurzfristig ist dies sehr erfolgreich. Das Problem ist nur, wenn dieser kleine Junge schreit: “Der Kaiser ist nackt!” Zu diesem Zeitpunkt merkt dann jeder, dass wir in einer Welt leben, die auf Lügen und Schulden aufgebaut ist.

In den nächsten wenigen Jahren werden nach und nach Länder einen nackten Herrscher und leere Tresore finden. Die Unverantwortlichkeit und Inkompetenz der Regime kennt keine Grenzen. Nehmen Sie nur einmal Venezuela, welches auf gigantischen Mengen an Gratis-Ölreserven sitzt. Venezuela hat die grössten Ölreserven der Welt. Aber trotzdem hat es Venezuela heute geschafft, ins wirtschaftliche Elend zu gelangen.

Charles Dickens beschrieb es in David Copperfield so:

“Jährliches Einkommen: zwanzig Pfund. Jährliche Ausgaben: neunzehn Pfund, neunzehn Schilling sechs Pence. Resultat: Wohlergehen. Jährliches Einkommen: zwanzig Pfund, jährliche Ausgaben: zwanzig Pfund sechs Pence. Resultat: Elend.”


Sozialismus funktioniert nur mit anderer Leute Geld

Aber diese einfache Regel für Glück kann heutzutage scheinbar keine einzige Nation befolgen. Fast jedes Land der Welt ist im Elend mit einem Defizit - bestehend aus Schulden oder aus gedrucktem Geld. Margaret Thatcher hat es besser formuliert als alle anderen: “Das Problem mit Sozialismus ist, dass einem irgendwann das Geld anderer Leute ausgeht.” Und das ist genau, was die Welt macht. Durch mehr und mehr Ausleihen und Drucken, kommt Sozialismus nicht nur angekrochen, sondern flutet die meisten westlichen Länder sowie den Rest der Welt.

Die untenstehende Tabelle zeigt die Staatsausgaben als Prozentsatz des Bruttosozialproduktes. In zehn Ländern beträgt die Staatsquote, d.h. die Ausgaben der Regierung, mehr als 50% des gesamten Bruttoinlandsprodukts. Diese Länder sind die nordischen Länder bestehend aus Finnland mit 60% als dem Schlimmsten, wie auch Frankreich, Griechenland, Belgien, Italien, Österreich und Ungarn.

Die USA sind knapp unter 40%, was aber über die kommenden Jahre substantiell ansteigen wird, wenn die Wirtschaft einbricht und die Regierung die Geldschleusen öffen wird. Wenn eine Regierung 40%-60% des gesamten Bruttoinlandsproduktes ausgibt, ist das nicht nur Sozialismus. Nein, das ist die totale Verschwendung von Resourcen eines Landes. Es bedeutet, 40%-60% von dem, was die Menschen produzieren wird gestohlen und für Bürokratie und unverantwortliche Ausgaben verschwendet. Vor 100 Jahren gab es nur minimale oder keine Einkommenssteuern und heute auferlegen Regierungen ihren Bürgern 50% oder mehr in vielen Ländern.

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Die Welt wird Venezuela in die Hyperinflation folgen

Venezuela ist ein hervorragendes Beispiel für ein Land mit Rohstoffen (Öl), das gravierend falsch geführt wird und das letztendlich sozialistisch wird, was zu einem totalen Zusammenbruch der Wirtschaft führt. In 1935 hatte Venezuela das höchste BIP pro Kopf in Südamerika.

Nach einigen Wirtschaftskrisen und Korruption in den 1980er und 1990er Jahren wurde Hugo Chavez 1999 zum Präsidenten gewählt und verblieb in dieser Position bis zu seinem Tod 2013, wo Maduro übernahm. Schritt für Schritt verschlimmerte sich die Wirtschaft. Trotz massiver Ölreserven, trieben Korruption, Missmanagement, Inflation, Währungskollaps, grosse Schulden und Sozialismus Venezuela in den Ruin. Es gibt nun Kapitalkontrollen, schwere Lieferschwierigkeiten bei den meisten Nahrungsmitteln und sogar Kraftstoffknappheit. Caracas hat die höchste Mordrate von allen Hauptstädten der Welt.

Wegen Nahrungsmittelknappheit hat 2016 der durschnittliche Venezueler 8.5 Kilogramm Körpergewicht verloren. Wenn dies in den USA oder manchen Europäischen Ländern passiert wäre, würde das zu einer signifikanten Verbesserung der Gesundheit führen. Aber die armen Venezueler waren schon vorher nicht übergewichtig, so dass dies logischerweise die Bevölkerung und speziell junge Kinder beeinflusst.

Venezuela hatte 2015 noch 367 Tonnen Gold und jetzt angeblich noch 187 Tonnen. Leider ist dies nicht genug, dieses Land zu retten. Und die Bürger halten auch kein Gold. Die meisten Leute in Venezuela hatten nicht genügend Geld, um Gold für spätere Zeiten zu kaufen. Hätten sie nur einen Bruchteil ihres Einkommens in Gold investiert, wären sie gerettet gewesen. 13 Millionen Venezueler leben heutzutage vom Mindestlohn, der 7 US Dollar pro Monat beträgt. Wegen Hyperinflation kollabiert der Dollar-Gegenwert schnell. Man stelle sich vor, dass vor 20 Jahren wenige Venezueler nur genügend gespart hätten um eine Unze Gold zu damals 300 US Dollar zu kaufen.


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