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Gold besitzen bevor sich die Büchse der Pandora wieder öffnet

14.03.2018  |  Egon von Greyerz
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Japan hat ein weiteres großes Problem: Die Bevölkerung altert und schrumpft. Es wird erwartet, dass die Bevölkerung im Jahr 2065 um 1/3 geschrumpft sein wird - von 127 Millionen auf 88 Millionen. Im Jahr 2065 werden zudem 40% der japanischen Bevölkerung 65 Jahre und älter sein; die Gruppe der unter 14-Jährigen wird hingegen nur 10% stark sein. Die schweren Probleme für Japan werden aber nicht bis 2065 warten. Aufgrund der massiven Schulden und Defizite des Landes wird es wahrscheinlich in den nächsten 2-5 Jahren zu einer Wirtschafts- und Währungskrise kommen.


Das EU-Desaster - nur eine Frage der Zeit

Die ungewählte und nicht rechenschaftspflichtige Brüsseler Elite tut was sie kann, um die Probleme der Eurozone zu verstecken. Die Entwicklung von der Zollunion zu einer politischen und ökonomischen Union ist für große Teile Europas zum Desaster geworden.

Im Vereinigten Königreich haben die Menschen entschieden, dass sie nicht einverstanden sind, dass diese Elite die Gesetze und Regeln für Großbritannien macht. Brüssel nutzt jetzt jeden erdenklichen Trick, um den Brexit zu stoppen - Drohungen, Erpressung, etc. Das Vereinigte Königreich ist nicht das einzige Land, das genug davon hat, von Brüssel regiert zu werden. Auch Polen, Ungarn und die Tschechische Republik haben Schwierigkeiten mit Fremdherrschaft.

Ein großes Problem innerhalb der Eurozone sind die Ungleichheiten, die sich durch die Einheitswährung für alle ergeben. Griechenland, Italien, Spanien und Portugal können nicht mit einer Währung überleben, die zu stark für sie ist, während Deutschland aufgrund des aus deutscher Sicht schwachen Euros prosperiert.

Man muss sich nur die Bilanzen von Target 2 ansehen - das Verrechnungssystem zwischen den Nationen der Eurozone. Wie der Chart unten zeigt, werden Deutschland knapp 900 Mrd. EUR geschuldet, hauptsächlich von den Mittelmeerstaaten, aber auch von der EZB. Italien ist dabei mit 433 Mrd. EUR der schlimmste Schuldner, gefolgt von Spanien mit 374 Mrd. EUR.

Allein diese beiden Staaten werden das Finanzsystem Europas in den Bankrott treiben, aber auch Griechenland, Portugal, Irland, Frankreich, etc. könnten das. Deutschland macht bei dieser Messgröße einen starken Eindruck. Doch angesichts der Bilanzausrichtung und der Derivatepositionen der größten deutschen Finanzinstitution, der Deutschen Bank, ist nicht nur der Untergang Deutschlands sowie der EZB besiegelt, sondern auch der Untergang des europäischen Finanzsystems.

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Wir könnten Land für Land durchgehen und fast ohne Ausnahme feststellen, dass sich jede dieser Nationen in einem düsteren Zustand befindet. In meinem Artikel von letzter Woche hatte ich über die USA geschrieben, deren Staatsverschuldung sich bis 2028 wahrscheinlich auf 40 Billionen $ verdoppeln wird.


Junk-Anleihen der Schwellenländer höher verzinst als US-Äquivalente

Im Jahr 2017 wuchsen die mit Schrott-Status bewerteten Schulden der Schwellenmärkte um enorme 50% an; Anleihen im Gegenwert von 80 Mrd. $ wurden emittiert. Wegen der allgemeinen Renditejagd liegt die Verzinsung renditestarker Staatsanleihen von Schwellenländern aktuell höher als die äquivalenter US-Anleihen.

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Und darin liegt die Krux des Finanzsystems und der Weltwirtschaft. Wir leben in einer Welt, die nur mit ständig steigenden Schuldenmengen überleben kann. Die Welt hat schon längst den Punkt überschritten, wo echtes Wirtschaftswachstum ohne Finanzstimuli funktionieren kann. Ganz gleich, welches Land man wählt, das Ergebnis ist immer dasselbe. Nimmt man die USA, so haben sich die Schulden hier seit 2000 fast vervierfacht, während sich das Bruttoinlandsprodukt nicht einmal verdoppelte.


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