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Volatilität als Vorbote eines verheerenden Börsencrashs

18.04.2018  |  Mark J. Lundeen
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Ich mag den obenstehenden Chart, weil er alle 1.820 prozentualen Kursänderungen von mehr als 2% am Tag zeigt, die der Dow Jones seit Januar 1900 verzeichnete. Im Chart unten sind diese Daten als Summe der jeweils letzten 200 Tage dargestellt, d. h. die Kurve zeigt, an wie vielen der letzten 200 Tage der Index um mindestens 2% stieg oder fiel. Bei dieser Darstellungsweise wird besser deutlich, auf welche Weise große tägliche Kursschwankungen die allgemeinen Aktienmärkte beeinflussen.

Seit Januar 1900 wies ein Anstieg dieser Kurve auf mehr als 20 immer auf Kursverluste von rund 40% oder mehr hin. Die Spitzen D und G stellen die Ausnahme zu dieser Regel dar, ebenso wie der Einbruch des Dow Jones um 52% im April 1942, der nicht mit einem signifikanten Anstieg der täglichen Volatilität einherging. Das sind jedoch Ausnahmen. Alles in allem hat diese Regel Investoren schon seit 118 Jahren ziemlich zuverlässig vor Bärenmärkten geschützt.

Zu Beginn des Jahres 2108 lag die dargestellte Summe bei Null. Innerhalb der letzten vier Monate hat sie sich auf 7 erhöht. Sollte die Volatilität des Dow Jones weiter zunehmen und die Kurve steigen, wird das keine bullische Entwicklung für den Aktienmarkt sein.

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Der nächste Chart illustriert hervorragend, dass eine Volatilitätszunahme kein bullisches Signal ist. Zu sehen ist die prozentuale Kursbewegung des Dow Jones zwischen dem Handelsschluss eines Tages und dem Handelsschluss des nächsten Tages (blaue Linie) sowie der entsprechende 200-tägige gleitende Durchschnitt (rote Linie) seit November 2016. In diesen Zeitraum fällt also auch der Aufwärtstrend an den allgemeinen Aktienmärkten, der mit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten im November 2016 begann.

Beachten Sie dabei, wie die tägliche Volatilität während der fantastischen Rally von November 2016 bis Dezember 2017 regelmäßig unter ihren roten 200-Tages-Durchschnitt sank. In dieser Zeit, als die täglichen Kursänderungen (Anstieg oder Rückgang gegenüber dem Schlusskurs des Vortages) typischerweise weniger als 0,5% betrugen, erreichte der Dow Jones insgesamt 99 neue Allzeithochs.

Das letzte Rekordhoch wurde am 26. Januar verzeichnet, kurz bevor die Volatilität anstieg. Seitdem konnte der Dow Jones die 0%-Linie im BEV-Chart nicht mehr erreichen. Ich gehe davon aus, dass es vorerst auch keine weiteren Rekorde geben wird, es sei denn die "geldpolitischen Entscheidungsträger" unternehmen etwas, um der Volatilität Einhalt zu gebieten.

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In der folgenden Tabelle sehen Sie die Häufigkeitsverteilung der täglichen Volatilität bis einschließlich 30. November 2017. Ich habe dieses Datum gewählt, weil der oben gezeigte 200-tägige gleitende Durchschnitt ab Dezember zu steigen begann, auch wenn die Volatilität erst nach dem 26. Januar 2018 wirklich verrückt spielte. Dennoch ist es offensichtlich, dass sich die Lage am Aktienmarkt verschlechterte, seit sich der 200-Tages-Durchschnitt der Volatilität im Dezember nach oben wendete.


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