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Reine Symptombekämpfung in der Wirtschaft - mit katastrophalen Folgen

23.04.2018  |  Gary E. Christenson
Kopfschmerzen? Muskelkater? Rückenschmerzen? Nehmen Sie Medikamente! Ein frei verkäufliches Medikament wird Symptome und Schmerzen lindern. Die Nebenwirkungen spürt man erst später.

Open in new windowZu viel Cholesterin im Blut? Nehmen Sie Medikamente. Es gibt andere Wege den Cholesterinspiegel zu senken, aber keiner von ihnen spielt der Pharmaindustrie Milliarden Dollar in die Taschen. Die Folgen für Ihren Körper und für Ihre Finanzen werden Sie erst später zu spüren bekommen.

Zu hoher Blutdruck? Nehmen Sie Medikamente. Es gibt andere Wege den Blutdruck zu senken, doch keiner von ihnen erwirtschaftet Milliarden Dollar für die Pharmaindustrie. Um gegen die Nebenwirkungen vorzugehen, benötigen Sie eventuell andere Medikamente, die wiederum ebenfalls Nebenwirkungen hervorrufen werden.

Wirtschaftliche Trägheit? Nehmen Sie Medikamente - eine extra große Dosis quantitative Lockerung. Es gibt andere Wege die Wirtschaft anzukurbeln, aber QE hat die Banken auf Kosten der Steuerzahler gerettet, die Gewinne der Banken gesteigert, die Schulden erhöht, 16 Billionen Dollar "aus dem Nichts heraus" gedruckt und den Aktienmarkt nach oben klettern lassen.

Wirtschaftliche Nebenwirkungen: Rentenfonds werden zunehmend insolvent, Sparer erhalten keine anständigen Renditen auf ihre Ersparnissen, die offiziellen US-Staatsschulden haben 21 Billionen Dollar überschritten, ein mögliches Derivatedisaster lauert am Horizont und viele weitere Gefahren werden sich in den kommenden Jahren manifestieren.

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Folgen der "Medikamenten"-Denkweise

• Wenn sich eine Person das Bein gebrochen hat, können hohe Dosen Oxycodon das Schmerzempfinden vielleicht temporär ausschalten. Gegen das gebrochene Bein an sich hilft das Medikament jedoch nicht. Wir müssen die Ursachen behandeln, nicht die Symptome!

• Wenn eine Person einen zu hohen Blutdruck hat, der durch irgendeine Lebensweise oder Diät verursacht wird, mag ein Medikament sehr wohl den Blutdruck senken. Es ist aber nicht in der Lage das zugrundeliegende Ungleichgewicht aus der Welt zu schaffen, das diesen hohen Blutdruck verursacht hat.

• Die Regierung und die Federal Reserve haben zu viele Schulden gemacht. Mit den heute existierenden Dollars zum aktuellen Wert können diese nicht zurückgezahlt werden. Das Aufnehmen von noch mehr Schulden ist keine Lösung des exzessiven Schuldenproblems. Aber es ist der bevorzugte Lösungsansatz der Regierungen und der Zentralbanken.

• Die Behandlung der Symptome trägt nicht zur Lösung der Probleme bei. Temporäre Schmerzen mögen verschwinden, aber zu welchem zukünftigen Preis?

• Die Gesetzgebung behandelt normalerweise nur die Symptome. Eine betroffene Gruppe könnte aus Bauern, Baumwollerzeugern, Viehzüchtern, öffentlichen Arbeitergewerkschaften, anderen Organisation oder anderen Volksgruppen bestehen. Das Ergebnis: Mehr Bürokratie, mehr Sozialprogramme, höhere Steuern und weniger Produktivität.

Zitat von Ronald Reagan: "Nichts währt so lange wie ein temporäres Regierungsprogramm."


Weitere Beispiele:

Die 1960er Jahre brachten neue Probleme für die amerikanische Gesellschaft mit sich. Viele davon waren die direkten Folgen der exzessiven Ausgaben für das sogenannte "Guns-and-Butter"-Programm von Präsident Johnson. Er eskalierte den Vietnamkrieg zu einem kolossalen Preis, während er zeitgleich mehr Sozialprogramme einführte. (Kommt Ihnen das bekannt vor?)

Die "Medikamenten"-Denkweise ermutigte die Regierung dazu, ein Vermögen für Krieg und Sozialprogramme auszugeben und sich den Folgen erst später zu stellen. Andere Nationen wandelten gemäß des Bretton-Woods-Vertrages Dollar in Gold um. Anstatt das Ungleichgewicht zu korrigieren und Ausgaben verantwortungsbewusst zu tätigen, führte Präsident Nixon seine Art der "Medikamenteneinnahme" durch und ordnete an, dass die USA die Dollar anderer Nationen nicht länger in Gold umtauschen würde.

Daraus folgten die große Verbraucherpreisinflation der 1970er Jahre, die Zinssteigerungen in den 1980er Jahren, ein stillstehender Aktienmarkt von 1965 bis Anfang der 1980er und großes soziales Leid.


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