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EUR/USD: Die Fake-Konsolidierung

24.04.2018  |  Robert Schröder
Seit Wochen passiert beim Euro zum US-Dollar kaum etwas. Das letzte signifikante Hoch stammt vom 16. Februar als der Euro mit 1,2555 USD sein bisheriges Jahreshoch 2018 definiert hat, was zugleich dem höchsten Stand seit Dezember 2014 entspricht. Seit diesem Tage hat sich der Euro in einer volatilen Seitwärtsbewegung breit gemacht und schwankt zwischen ca. 1,2150 und 1,2450 USD.

Die Aussage dieser Seitwärtsbewegung auf relativ hohem Niveau ist aus charttechnischer Sicht klar: Der Euro befindet sich zum US-Dollar weiter im Aufwärtstrend und hat weiteres Aufwärtspotenzial. Neue Jahreshochs sind in diesem Zusammenhang nur eine Frage der Zeit. So zumindest die derzeitige breite Meinung dazu. Warum es auch ganz anders kommen kann, erfahren Sie im Folgenden.

Verbindet man die Hoch- und Tiefpunkte der letzten Wochen, formiert sich die Seitwärtsbewegung zu einem zulaufenden Dreieck. Auf den ersten Blick ist das eine bullische Konstellation und könnte auf eine Welle 4 nach Elliott Wave hinweisen. Der Ausbruch gen Norden ist also fast eine abgemachte Sache … könnte man meinen.

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Auf dem zweiten Blick gibt es allerdings schon heftige Risse in diesem bullischen Szenario. Ausgehend vom letzten signifikanten Tief des Euros im November 2017 bei 1,1550 USD, wird schnell klar, dass sich ab dort bis zum besagten Jahreshochs bereits ein 5-teiliger Aufwärtsimpuls abzählen lässt.

Die laufende Seitwärtsbewegung kann also gar nicht einer Korrekturwelle 4 zugeordnet werden. Sie dauert zum einen schon viel zu lange, was bereits Mitte Februar erkennbar war, als EUR/USD den Trendkanal nach unten verlassen hat. Zum anderen droht der Euro in diesen Stunden sogar aus dem Dreieck nach unten auszubrechen, was die derzeit noch vermeintlich positive charttechnische Situation mit einem Schlag um 180 Grad drehen würde.

Zudem sollte man sich auch die aktuelle Zinsdifferenz zwischen dem Euroraum und den USA vor Augen halten, sich aktuell bereits gute 3% beträgt. Zusätzlich haben jetzt Shorts auf den US-Dollar den höchsten Stand seit 11 Jahren erreicht. Die Masse wettet also auf einen fallenden US-Dollar und im Umkehrschluss auf einen weiter steigenden Euro. Das Überraschungspotenzial liegt in der Summe damit klar bei einem fallenden Euro.

Hinweis: Veröffentlichung vom 23.04.2018, 14 Uhr


© Robert Schröder
www.Elliott-Waves.com



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Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapieren derzeit nicht investiert. Die bereitgestellten Informationen spiegeln lediglich die persönliche Meinung des Autors wider, stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zu Wertpapiergeschäften dar und können eine individuelle anleger- und anlagengerechte Beratung nicht ersetzen.



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