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WGC-Studie: Der Goldmarkt im Jahr 2048

18.05.2018  |  Redaktion
Der World Gold Council veröffentlichte gestern eine ausführliche Studie, in der er einen Ausblick auf die Entwicklung des Goldsektors in den nächsten 30 Jahren gibt. Dabei untersuchen verschiedene Goldmarktexperten die wirtschaftlichen Trends unter besonderer Berücksichtigung Chinas und Indiens, der beiden größten Goldkonsumenten weltweit, und äußern sich zur Zukunft der Investmentbranche und des Goldbergbaus.

Die Analysten kommen insgesamt zu dem Schluss, dass sich die Nachfrage nach dem gelben Metall im Laufe der kommenden Jahrzehnte erhöhen und noch stärker in Richtung der östlichen Hemisphäre verlagern wird. China und Indien werden ihrer Einschätzung nach zu den größten Volkswirtschaften der Welt werden. Steigende Einkommen in diesen und anderen Ländern, in denen Gold traditionell eine wichtige Rolle als Wertanlage spielt, werden sich voraussichtlich positiv auf die Nachfrage nach Goldschmuck und neuen Investmentprodukten aus wirken. In den westlichen Staaten sei dagegen nicht mit einer Erholung der Schmucknachfrage zu rechnen.

Im Bereich der Investitionen rechnen die Marktbeobachter durch die zunehmende Verbreitung und Bedeutung digital gehandelter Goldprodukte mit einem tiefgreifenden Wandel. In Indien und China würden schon jetzt mobile Anwendungen entwickelt, die es ermöglichen, Gold jederzeit zu handeln oder zu verschenken. Deren Popularität könnte in den kommenden Jahren stark zunehmen. Die Nachfrage nach Goldinvestments wird nach Einschätzung des WGC jedoch stark schwanken, in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Stabilität und möglichen Krisen an den globalen Finanzmärkten.

Vor großen Herausforderungen stehe dagegen der Goldbergbau. Mit einer Zunahme der Minenproduktion seit aufgrund der geringen Anzahl an Lagerstätten, die in den letzten Jahren neu entdeckt wurden, nicht zu rechnen - auch dann nicht, wenn man mögliche Verbesserungen bei der Gewinnungs- und Aufbereitungstechnologie berücksichtigt. Zudem seien die Produktionskosten in den letzten 15 Jahren im Schnitt jährlich um 10% gestiegen. Neue Goldprojekte benötigen den Angaben zufolge deshalb schon heute typischerweise einen Goldpreis von 1.500 $ je Unze, um wirtschaftlich zu sein.

Alles in allem sei zu erwarten, dass sich die Goldindustrie auch im Jahr 2048 noch gut entwickelt, und dass sich das Wachstum der globalen Mittelschicht positiv auf die Goldnachfrage auswirken wird. Die Analysten räumen jedoch ein, dass sich ihre Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung als zu optimistisch erweisen könnte, beispielsweise falls es zu einem weltumspannenden, geopolitischen Konflikt kommt.


© Redaktion GoldSeiten.de



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