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Der weltweite Zusammenbruch der Finanzwelt schreitet voran: Wirtschaftswachstum erstickt an massiven Schuldenzunahmen

26.05.2018  |  Steve St. Angelo
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Laut der Daten, die von der FRED, der St. Louis Federal Reserve, veröffentlicht wurden, stieg das US-amerikanische BIP von 10 Billionen Dollar im Jahr 2000 auf 19,7 Billionen Dollar Ende 2017. Jedoch wuchsen die gesamten US-amerikanischen Schulden (alle Sektoren, öffentlich und privat) von 27,2 Billionen Dollar auf unfassbare 68,6 Billionen Dollar im selben Zeitraum an. Demnach nahmen die gesamten US-Schulden um 41 Billionen Dollar im Vergleich zu etwa 10 Billionen Dollar BIP-Wachstum zu. Das bedeutet 4 Dollar Schulden für jeden 1-Dollaranstieg des BIPs.

Wir müssen auch in Betracht ziehen, dass die jährlichen Zinskosten der gesamten US-Schulden in Höhe von 68 Billionen Dollar etwa 1,4 Billionen Dollar basierend auf einem Zinssatz von 2% betragen. Ich weiß nicht, wie hoch die durchschnittlichen Zinsen für 68 Billionen Dollar Schulden und Verbindlichkeiten sind, aber sollte der durchschnittliche Zinssatz auf 5% steigen, dann würden die jährlichen Zinsausgaben 3,4 Billionen Dollar betragen. Wie man so schön sagt: Eine Billionen hier und eine Billionen da ... da kommt ganz schön was zusammen.

Leider werden die USA in Zukunft keine billige Energie zur Verfügung haben, um diese Schulden zurückzuzahlen. Demnach wird mit den Schulden auch das BIP implodieren. Des Weiteren wäre der Wert des BIPs deutlich niedriger als sein derzeitiger Wert, sollten wir es an die zusätzlichen Kredite und Schulden anpassen. Aber natürlich werden die BIP-Daten von denselben Volkswirtschaftlern kalkuliert, denen im College beigebracht wird, die Energie in ihren Marktstudien außen vor zu lassen.


Weltweite Schulden je BIP-Anstieg erreichten 2017 Rekordwert

Laut des IIFs, dem Institute of International Finance, erreichten die weltweiten Schulden 2017 ein neues Rekordhoch von 237 Billionen Dollar, ein Anstieg von 21 Billionen Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Vergleichen Sie dies nun mit dem weltweiten BIP-Wachstum von 2,9 Billionen Dollar 2017 (von 75,4 Billionen Dollar 2016 zu 79,3 Billionen Dollar im letzten Jahr). Teilt man die 21 Billionen Dollar neuer Schulden durch 3,9 Billionen Dollar des weltweiten BIP-Wachstums, erhält man zusätzliche 5,4 Dollar für jeden neuen 1-Dollaranstieg des weltweiten BIPs.

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Die Zahlen im Chart schlussfolgerte ich auf dieselbe Weise wie der Chart mit den US-Schulden je BIP-Anstieg. Auch wenn die Werte in der Grafik vermuten lassen, dass die Schulden je Dollar BIP-Wachstum weiterhin und zu einer ständig steigenden Rate zunehmen, sind die jährlichen Veränderungen volatiler. Beispielsweise stiegen die durchschnittlichen weltweiten Schulden je Dollarzunahme des BIPs während der Zeitspanne von 2000 bis 2009 stärker als von 2010 bis 2017. Das traf auch auf die Vereinigten Staaten zu.

Jedoch müssen die jährlichen Zinsausgaben für weltweite Schulden in Höhe von 237 Billionen Dollar enorm sein. Und wieder weiß ich nicht, wie hoch die durchschnittlichen Zinsen dieser Schulden sind, aber wenn wir konservative 2% vermuten, sind das 4,7 Billionen Dollar. Wie könnte sich die Welt Zinsausgaben in Höhe von 4,7 Billionen Dollar leisten, wenn die Zunahme des weltweiten BIP letztes Jahr nur 4 Billionen Dollar betragen hat?

Bitte verstehen Sie, dass ich nur Vermutungen anstelle. Wenn die weltweiten Schulden steigen, müssen dies auch die Schuldenausgaben tun, um diese stetig zunehmende Schuldenmenge zu bedienen. Wenn die Schuldenbedienung beginnt, mit dem weltweiten BIP-Wachstum zu konkurrieren, haben wir ein ernsthaftes Problem. Und zusammen mit der Auswirkung des fallenden Erntefaktors und der Thermodynamik der Ölerschöpfung wird das weltweite BIP-Wachstum in den nächsten Jahren wahrscheinlich zum Stillstand kommen.

Man kam auf die Idee, die von einigen Edelmetallanalysten in die Welt gesetzt wurde, dass die US-Wirtschaft wieder wachsen könne, wenn man dem korrupten Bankensystem erlauben würde, bankrottzugehen (da es bankrott ist); nachdem der anfängliche Schmerz verarbeitet wurde, natürlich. Das wird jedoch niemals geschehen. Warum? Viele Alternativmedien und Edelmetallgemeinschaften verstehen das schwerwiegende Energieproblem noch immer nicht. Sie begehen also denselben Fehler wie die im College ausgebildeten Volkswirtschaftler, indem sie die Zukunft der Märkte analysieren und prognostizieren, ohne die Energie einzubeziehen.

Leider wird der massive Schuldenberg die Aktien-, Anleihe- und Immobilienpreise herunterdrücken, wenn er letztlich implodiert. Das ist keine Frage des "ob", sondern des "wenn". Und es scheint, als wäre die Zeit des "wenn" bald gekommen.


© Steve St. Angelo
(SRSrocco)



Dieser Artikel wurde am 24. Mai 2018 auf www.srsroccoreport.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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