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Düstere Warnung: Panik an den Finanzmärkten

04.06.2018  |  Uwe Bergold
Business Insider Deutschland publizierte am 25.05.2018 einen Artikel genau mit dieser Überschrift "Panik an den Finanzmärkten": Deutschlands Top-Ökonomen sprechen düstere Warnung aus. Hierin kamen mehrere Kapitalmarktexperten, u.a. auch Clemens Fuest (Chef des Ifo-Instituts), zu Wort. Der Grundtenor der Experten lautete, Italien könnte der Auslöser für eine neue Krise in der Euro-Zone darstellen.

Dies ist aus unserer Sicht viel zu kurz gegriffen, denn die kommende Krise wird sich nicht nur auf die Eurozone begrenzen, sondern - aufgrund der exponentiell steigenden Weltverschuldung (aktuell 327% des Welt-BIP) - global entfalten. Alle Länder zusammengefasst haben seit der letzten Finanzkrise, im Jahr 2008, weitere 70 Billionen (!) Dollar neue Schulden aufgenommen.

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Abb. 1: Makroökonomische Zyklik anhand des Shiller-KGV´s (CAPE) von 01/1881 bis 05/2018
Quelle: Robert Shiller, bearbeitet durch GR Asset Management


Diese Verschuldungsorgie erst möglich machte natürlich nur die - durch die Geldpolitik kreierte - historisch einmalige Zinssituation (ZIRP und NIRP), welche auch zu der aktuellen "Alles-Blase" (Aktien, Immobilien und Anleihen) geführt hat. Spätestens im Januar 2018 kam es hierbei jedoch zu einer vom Publikum noch nicht gesehenen Umkehr. Das Shiller-KGV (CAPE) generierte am Jahresanfang, mit einem Stand von 33 den zweithöchsten Wendepunkt seiner Geschichte. Dies stellt eine größere Überbewertung dar als in 2007 (CAPE von 27), vor der Weltfinanzkrise, oder als in 1929 (CAPE von 32), vor der Weltwirtschaftskrise (siehe hierzu Abbildung 1).

Das einzige Mal, dass es zu einer noch höheren Überbewertung kam, war zum Jahrtausendwechsel (CAPE von 44), dem Beginn des "ökonomischen Winters", indem wir uns - trotz des "Hochdruckgebietes" der vergangenen Jahre - weiterhin noch immer befinden.


Der Ölpreis läuft Gold und somit der realen Entwicklung wieder einmal voraus

Wie nun seit dem Jahrtausendwechsel des Öfteren erklärt, kann man die reale (inflationsbereinigte) Entwicklung von Aktien, Immobilien oder eines jeglichen sonstigen Vermögensgegenstandes nicht in ungedecktem Papiergeld (monetäre Illusion), sondern in Unzen Gold visualisieren. Ungedecktes Papiergeld stellt einen, von Monat zu Monat schrumpfenden "Meterstab" dar (von Monat zu Monat steigen die Preise), der sich am Ende eines jeden Inflationszyklus immer in Luft auflösen wird. Gold hingegen symbolisiert den seit über 3000 Jahren beständigen "Urmeter", mit dem über Generationen hinweg Vermögen real bewertet und auch immer gesichert werden konnte.

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Abb. 2: MSCI World in USD (oben), in GOLD (mittig) und in ROHÖL (unten) von 12/1969 bis 05/2018 Quelle: GR Asset Management


Betrachtet man nun in Abbildung 2 den MSCI Welt-Aktien-Index nominal (oben in USD) und real (unten in Unzen GOLD oder in Barrel ROHÖL), so erkennt man relativ schnell die monetäre Illusion, welche sich in Papiergeldbewertungen ergibt. Während der Aktien-Index seit dem realen Jahrtausendhoch (Shiller-KGV von 44) in USD um +45 Prozent stieg, verlor er gegenüber GOLD und gegenüber ROHÖL -70 Prozent.


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