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Das Ende des Gelddruckens und der Beginn des Crashs?

07.06.2018  |  Chris Martenson
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Was bereitet ihnen so viel Sorge? Über diese Frage sollten wir alle lange und ausführlich nachdenken. Ich bin davon überzeugt, dass sie genauso gut wissen wie wir, dass der Schaden außerordentlich und unaufhaltsam sein wird, sobald sich die durch das Eingreifen der Zentralbanken künstlich aufgeblähten "Märkte" nicht länger auf ihren aktuellen Höhen halten können.


Das Ende der finanziellen Anreize? (Und der Beginn des Crashs?)

Der Schmerz des Zusammenbruchs von 2008 wird, verglichen mit der Zerstörung, die durch die nächste deflationäre Welle ausgelöst wird, wie eine einfache Fleischwunde wirken.

Natürlich möchten die Zentralbanken nicht, dass so etwas geschieht, und werden erneut alles tun, um die Märkte zu "retten".

Aber werden sie rechtzeitig handeln? Oder genauer gesagt: Werden sie angesichts all ihrer öffentlichen gemachten Versprechungen, die Zinsen zu erhöhen und ihre Bilanzen zu reduzieren, eine kurzfristige Marktkorrektur zulassen - damit sie bald darauf als "Retter" zu Hilfe eilen können?

Politisch betrachtet wird die Aussicht, noch mehr Reichtum auf die oberen 0,001% der Bevölkerung zu verteilen, schwer zu verkaufen sein. Das trifft vor allem auf Europa zu - in Italien, Griechenland und Spanien, wo die Bevölkerung bereits stark leidet und nicht in der Stimmung dafür ist, die Superreichen noch weiter zu bereichern.

Also scheint es so, als müssten sich die Zentralbanken zumindest in der Öffentlichkeit an ihre Pläne halten und ihre Gelddruckerei und ihre Bilanzausweitungen reduzieren.

Aktuell befinden sie sich auf dem besten Weg, die weltweiten finanziellen Anreize im Frühjahr 2019 zu beenden, wenn die kollektive Nettoveränderung ihrer Vermögenswerte zum ersten Mal seit vielen Jahren unter 0 Dollar sinken wird:

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Angesichts der Bedeutung der Assetkäufe und Marktinterventionen der Zentralbanken ist der obige Chart wahrscheinlich der wichtigste Chart, den es gibt, wenn man die Entwicklung der Kurse an den Finanzmärkten vorhersagen möchte.

Sollten die monatlichen finanziellen Anreize der Zentralbanken wirklich versiegen und gar negativ werden, dann Achtung!

Wer weiß schon, ob in Zukunft etwas Ähnliches passieren wird, wie oben prognostiziert? Die Zentralbanken haben sich in jedem noch so kleinen Moment der Marktinstabilität als schwach herausgestellt. Bisher haben sie sich dazu entschieden bei jeder Gelegenheit, bei der die "Märkte" vor einer Korrektur hätten stehen können, mehr und mehr und immer mehr zu drucken.

Aber wir alle wissen, dass diese Farce nicht ewig so weitergehen kann. Früher oder später muss das aufhören. Angesichts der Volatilität, die wir aktuell in den Schwellenländern beobachten können, brauen sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bereits die nächsten ernsthaften Schwierigkeiten im System zusammen.

Wenn die Mutter aller Finanzblasen zerplatzt und der in den letzten 50 Jahren errichtete Schuldenturm in sich zusammenfällt, werden die Auswirkungen definitiv katastrophal sein.

Angesichts der dabei involvierten Gefahren sollte man erwarten, dass die Zentralbanken im Rahmen ihrer Maßnahmen zur Bekämpfung der Deflation "Geld an die Main Street" senden werden - wahrscheinlich in Form eines universellen Grundeinkommens oder eines Schecks des Finanzministeriums, mit dem Sie die Steuerzahlungen der letzten 3 Jahre rückerstattet bekommen. Vielleicht sogar eine elektronische Einzahlung auf Ihr Bankkonto, direkt von der Federal Reserve.

Das ist der Zeitpunkt, an dem die unausweichliche Fiat-Währungskrise wirklich beginnen wird. Und dann müssen Sie sich beeilen - und dürfen nicht zögern - alles zu kaufen, was einen innewohnenden Wert besitzt, der nicht vernichtet werden kann. Bevor Ihre Währung nutzlos wird.


© Chris Martenson
Peak Prosperity



Der Artikel wurde am 25. Mai 2018 auf www.PeakProsperity.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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