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Gold - Das einzige Geld, das nicht entwertet werden kann

08.06.2018  |  Egon von Greyerz
1980 lag der Wert der globalen Vermögensanlagen, einschließlich Immobilien- und Grundbesitz, bei unter 20 Billionen $. Heute, fast 40 Jahre später, ist dieser Wert auf 524 Billionen $ angewachsen. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 9%, was recht beeindruckend ist für einen Zeitraum von 38 Jahren. Die globalen Vermögenswerte haben sich in diesem Zeitraum versechsundzwanzigfacht (26 x).

In derselben Zeitspanne stieg Gold von einem Durchschnittspreis von 650 $ (für das Jahr 1980) auf heute 1.300 $. Während die globalen Vermögenswerte seit 1980 um das 26-fache stiegen, schaffte Gold also nur eine Verdopplung. Zugegebenermaßen lag der Startpunkt bei 35 $ im Jahr 1971 - 1980 konnte Gold also schon auf einen deutlichen Anstieg verweisen. Nichtsdestotrotz wird Gold seit 1980 als Investment sowie als Versicherung oder Vermögensschutz vollkommen ignoriert. Der massive Anstieg des Geldangebots via Kreditexpansion und Geldschöpfung floss in konventionelle Assets wie Aktien, Anleihen und Immobilien- und Grundbesitz, nicht aber in Gold.

38 Jahre lang war Gold ein vergessenes Asset, das mit seiner jährlichen Wachstumsrate von 1,8% nicht einmal mit der Inflation Schritt halten konnte. Gold stieß also auf sehr geringes Interesse, während andere Vermögenswerte in die Höhe schossen. Wir hatten Gold im Jahr 2002 als strategisches Investment zum Vermögensschutz bei einem Preis von 300 $ für uns entdeckt und unseren Investoren empfohlen, einen wesentlichen Teil ihres Vermögens in Gold anzulegen - mit einer empfohlenen Untergrenze von 25%. Seither hat sich Gold besser entwickelt als die meisten anderen Anlageklassen. Aber dieser Anstieg ist vollkommen unbedeutend im Vergleich zu dem, was kommen wird.


Größter Vermögenstransfer der Geschichte

Bis 2025 werden wir den größten Vermögenstransfer erleben, den es je gegeben hat. Der kommende Transfer wird die globalen Investmentmärkte derart beeinflussen, dass die meisten Investoren total geschockt sein werden. Alle konventionellen Märkte - Anleihen, Aktien, Immobilien- und Grundbesitz - werden mindestens 50-75% verlieren, möglicherweise noch mehr. Gleichzeitig werden Gold und Silber nicht nur ihre unterdurchschnittliche Entwicklung seit 1980 wettmachen. Die Edelmetalle werden zudem im Zentrum einer gänzlich unerwarteten Investmentmanie von spektakulärem Ausmaß stehen.

Während Aktien und Anleihen in den Abgrund stürzen, wird der Markt von einer Angst erfasst und überwältigt werden, wie wir sie seit dem Crash des Jahres 1929 nicht mehr erlebt haben. Doch diesmal wird es wahrscheinlich viel schlimmer werden.


Weltfinanzanlagen (mit Immobilien- und Grundbesitz)

Tabelle 1 weist die aktuellen globalen Vermögenswerte mit 524 Billionen $ aus. Ein großer Teil davon ist Immobilien- und Grundbesitz - sprich eine massive Blase in Ländern wie den USA, Großbritannien, Australien, Neuseeland, China, Hongkong, Schweden, der Schweiz, etc. Niedrige Zinssätze und unbegrenzter Kredit haben die Preise von Immobilien und Grundstücken in schwindelerregende Höhen getrieben. So schwindelerregend, dass sie jetzt bereit für einen sehr schnellen Sturz zurück auf den Boden sind.

Beim Gold sieht es wie folgt aus: Die Zahl von 3 Billionen $ steht für das gesamte auf der Welt jemals produzierte Gold, in Form von Goldbarren oder -münzen, einschließlich der ETF, von denen einige das physische Gold gar nicht besitzen. Dazu zählen auch Zentralbanken, von denen viele nicht über die offiziell deklarierten Goldmengen verfügen. Doch auch dieses Gold wird irgendwo anders sein, z.B. in China, Indien oder Russland; es existiert auf jeden Fall an irgendeinem anderen Ort.


1.Globale Vermögenswerte 2018

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Wie die Tabelle oben zeigt, bestehen die globalen Finanzanlagen heutzutage zu nur 0,6% aus physischem Gold. Im Jahr 1960 hatte Gold noch einen Anteil von 5% an den globalen Vermögensanlagen, doch die Explosion bei anderen Investitionsanlagen sorgte dafür, dass der prozentuale Anteil auf nur noch 0,6% schrumpfte.

Die kommende Implosion der Asset-Bubbles wird bis 2025 zu einer Schrumpfung der Anlagewerte um mindestens 50% führen. Dies wird natürlich eine große Finanzkrise sowie massive Probleme im Finanzsystem verursachen, da nicht nur Aktien und Immobilienbesitz zu den Vermögensanlagen zählen, sondern auch Anleihen und Kredite. Somit wird das Bankensystem unter enormen Druck geraten, wie auch Versicherungsunternehmen und Pensionsfonds.

Die Tabelle 2 zeigt einen Rückgang bei den globalen Vermögenswerten um effektiv 50%, was in der kommenden Krise aus meiner Sicht das Minimum sein wird. Mit einer Ausnahme: Gold. Gold wird in der Krise deutlich aufwerten und somit seine reale Bedeutung als Geld, das nicht entwertet werden kann, sowie als ultimative Vermögensschutzanlage widerspiegeln. Ein Goldpreis von 5.000 $ in den heutigen Preisen ist aus meiner Sicht das Minimum.


2. Globale Vermögenswerte 50% im minus - Gold bei 5.000 $

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