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Warum Harry Dents 400-Dollar-Goldprognose falsch ist...

13.06.2018  |  Steve St. Angelo
Harry Dent war viel unterwegs und deutete an, dass Gold auf 400 Dollar oder 450 Dollar fallen müsse, um zurück zu seinem Preis vor der Blase zu finden. Wenn wir Dent Glauben schenken mögen, wären das schlechte Neuigkeiten für Goldinvestoren. Jedoch ist Harry Dents Goldpreisprognose ziemlich fehlerhaft, da er einen kritischen Faktor übersieht.

Harry Dent ist im Internet für seine 750-Dollar-Goldpreisprognose bekannt geworden. Er macht einen niedrigen Goldpreis von etwas abhängig, das er als "Ende des Rohstoff-Superzyklus" bezeichnet. Dent hat nichts Anderes vor Augen als massive Deflation. Diese soll den Goldpreis, zusammen mit allen anderen Rohstoffen, fallen lassen.

Leider ist es so, dass Dents Goldpreisprognose inkorrekt ist, da er den rückläufigen Erntefaktor und die Energie in seine Analyse nicht miteinbezieht. Dent glaubt, wie so viele Menschen innerhalb der Finanzbranche, an die "Energiezahnfee" (ein Begriff, der ursprünglich von Louis Arnoux stammt). Was ich mit Energiezahnfee meine, ist die Idee, dass die Wirtschaft auf ewig wachsen wird, da immer genügend billige Energie vorhanden sein wird. Daher werden Wirtschafts- und Konjunkturzyklus auch ewig weiterlaufen, so prognostiziert Dent.

Bevor ich Ihnen detailliert erzähle, warum Dent falsch mit seiner 400-Dollar-Goldprognose liegt, sehen Sie sich doch sein kürzliches Interview mit Daniela Cambone von Kitco News an:



Dent stellt während des Interviews mehrere Prognosen auf, aber seine Preisvorhersage für Gold ist das, was Edelmetallinvestoren am meisten überrascht. Er meint, dass sich Gold auf eine Spanne von 650 Dollar bis 750 Dollar zubewegt; das ist jedoch erst seine erste Preisprognose. Im Folgenden sagt Dent: "Damit Gold seine Blase endgültig auflösen und zu seinem Ursprung zurückkehren kann, bräuchte es eine Preisspanne von 400 Dollar bis 450 Dollar." Sobald das gelbe Edelmetall also 400 Dollar oder 450 Dollar erreicht, wäre Dent ein Käufer.

Ich denke, Dent deutet an, dass Gold im Jahr 2004 eine Blase bildete, als es die 400 Dollar je Unze überschritt:

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Wie wir im obigen Chart sehen können, fiel der Goldpreis seit der Finanzkrise 2008 niemals unter 1.050 Dollar. Deutet Harry Dent also an, dass der Goldpreis um weitere 600 Dollar von seinem Tief von 1.050 Dollar im Jahr 2015 fallen wird?

Ich kann mir vorstellen, dass Dent zu seiner 400-Dollar-Goldpreisprognose kam, indem er das Elliott-Wellen-Prinzip der technischen Analyse angewandt hat. Obgleich die technische Analyse ein exzellentes Werkzeug zur Preisprognose ist, bezieht sie nicht die sich verändernden Energiedynamiken ein, die die Preise der meisten Güter, Rohstoffe, Metalle, Energie und Dienstleistungen steuern. Das bedeutet, dass Harry Dent ins Blaue prognostiziert oder einfach ohne den wichtigsten Faktor... Energie.

Realisiert Dent denn beispielsweise nicht, dass die Goldproduktionskosten seit 2004 in die Höhe geschnellt sind? Der folgende Chart zeigt die von den vier führenden Goldbergbauunternehmen geschätzten Gesamtkosten gegenüber dem Goldmarktpreis:

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