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Die Liebe zu den Schulden - Krieg gegen Gold

19.06.2018  |  Gary E. Christenson
Zitat von Kristin Hannah, Autorin von "The Nightingale", einem Roman:

"In der Liebe erkennen wir, wer wir sein möchten; im Krieg wer wir wirklich sind."

Sie schrieb hier über den Zweiten Weltkrieg, aber ihre Erkenntnis gilt auch für Schulden und Gold.

Die Welt hat mehr als 200 Billionen Dollar Schulden, mehr als 30.000 Dollar pro Person auf diesem Planeten. Das weltweite Finanzsystem liebt Schulden und sehnt sich nach dem temporären High exzessiver Ausgaben.


Was gibt es da nicht zu lieben?


• Das kommerzielle Bankensystem und die Zentralbanken schaffen Schulden. Kreditnehmer zahlen Zinsen. Selbst bei einer geringen Rate von 2,5% fließen mehr als 5 Billionen Dollar Zinsen jedes Jahr als Zinszahlungen aus den Wirtschaften.

• Regierungen geben mehr für Sozialhilfe und das Kriegswesen aus. Sie tilgen die Schulden nie und erhöhen die Verbindlichkeiten jeden Tag. Die politischen Ausgleichszahlungen werden fortgesetzt, die Menschen glauben, sie bekommen etwas ohne Gegenleistung und die Wähler unterstützen den Status Quo.

• Unternehmen nehmen billige Kredite auf, kaufen ihre eigenen Aktien zurück, fördern Boni und Dividenden und das Management und die Aktionäre mehren ihren Papierreichtum.

• Defizitausgaben unterstützen große Unternehmen, die von staatlichen Kontrakten abhängig sind. Niemand möchte, dass "der Zug des schnellen Geldes" entgleist.

• Basierend auf wirtschaftlichen Praktiken lieben wir die immer weiter steigenden Schulden, das kontinuirliche Ertragswachstum, den beinahe Nullzins, Regierungsgeschenke und die steigenden Aktienmärkte.


Die Probleme, die aus der Liebe zu den Schulden entstehen:

•  Inflationiere um jeden Preis!

•  Zinsen müssen gezahlt werden.

•  Fiat-Währungen sind entwertet oder das System implodiert.

•  Schulden können nicht ewig steigen.

•  Schulden schaffen ein subjektives Risiko. Die Menschen vertrauen darauf, dass die Fed das System durch die Schaffung von Währungseinheiten unterstützt und niemand wird für die schlechten Entscheidungen verantwortlich gemacht.

•  Diejenigen, die sich nicht selbst schützen können, leiden unter der Entwertung ihrer Ersparnisse, Renten und Gehälter.


Das System funktioniert, ändern wir es nicht. Das stimmt nicht!

•  Wenn das Finanzsystem von "Anreizen", "Gelddruckerei", "QE" und anderen künstlichen Stützen abhängig ist, funktioniert das System nicht sonderlich gut. Und die Wirtschaft ist auch nicht sonderlich stabil.

•  Wenn eine Person mehr Währungseinheiten verdient, aber ärmer ist, weil man sich mit den Währungseinheiten weniger kaufen kann, dann funktioniert das System nicht sonderlich gut. (Venezuela, Argentinien und ein Großteil der westlichen Welt kommen einem da in den Sinn.)

•  Wenn die oberen 0,1% der Bevölkerung den Hauptanteil des Einkommens und der Vermögenswerte anhäufen, während die unteren 50% ums Überleben kämpfen, dann funktioniert das System nicht sonderlich gut.

•  Die Studienschulden sind auf etwa 1,5 Billionen Dollar gewachsen - sichergestellt durch die Regierung. Diese massiven Schulden werden die zukünftige Kaufkraft und die Immobilienverkäufe mindern. Der Großteil davon verfällt aufgrund der üblichen Politik - der Schaffung kurzfristiger Leistungen für die Wenigen und langfristige Probleme für die Vielen.


Wie wirkt sich das auf Gold aus?

•  Gold wird seit Tausenden von Jahren als Geld angesehen. Als Banker und Politiker die zirkulierenden Währungen von Gold zu schuldenbasierten digitalen und von der Fed ausgegebenen Papiernoten verlagerten, schadeten sie dem Finanzsystem. Gold ist endlich, real und wertvoll - schuldenbasiertes Papier ist unendlich, künstlich und in Wirklichkeit wertlos.

•  Zentralbanken haben ihre Bilanzen - schufen "aus dem Nichts" - um etwa 20 Billionen Dollar erhöht. Um das Vertrauen in ihre schuldenbasierten Währungen zu erhalten, haben sie die Goldpreise gedrückt und deren Wichtigkeit ignoriert. Ansonsten hätten die Goldpreise den Unsinn des Zentralbankenwesens und der schuldenbasierten Fiat-Währungen aufgezeigt.

•  Banker haben festgestellt, dass es wichtig war, einen Krieg gegen Gold zu führen, es zu demonetisieren, es aus der Zirkulation zu nehmen und digitale und Papiernoten zu fördern, die die Welt als Währung und für den Handel verwendet.

•  Die weltweiten Banker und Politiker lieben Schulden. Sie sind die Meister, die über ein Imperium aus Schulden regieren.

Aber in einem Krieg gegen Gold hat das Finanzsystem die Realität der Schulden erkannt. Die Konsequenzen für unsere Finanzsysteme sind nicht sonderlich ermutigend.


Unsere Finanzsysteme...

...sind vom Zentralbankenwesen, steigenden Schulden und schuldenbasierten Währungen abhängig.

...fördern die außer Kontrolle geratenen Ausgaben der Politiker.

...schaffen Billionen Staatsschulden und ungedeckte Verbindlichkeiten, die nur durch die Schaffung von mehr Schulden bezahlt werden können.

...benötigen niedrige oder negative Zinsen, um zu überleben.

...haben ihre ungedeckten Währungseinheiten inflationiert. Venezuela, Argentinien und viele andere Länder haben den Irrtum der "Druckerei" von Währungseinheiten bewiesen.

...zeigen, dass wir es lieben, Geld in einer wahnhaften Welt stetig steigender Schulden auszugeben. Ein weiteres finanzielles Desaster ist auf dem Vormarsch.


Das Fazit:

Wir werden uns durch die Liebe zu den stetig steigenden Schulden selbst täuschen oder müssen die Realität des Goldes thematisieren. Die Welt wird erneut herausfinden, dass sich wirtschaftliche Systeme, die auf Schulden basieren, ungedeckte Währungseinheiten, Zentralbankenkreditzyklen und wirtschaftlicher Unsinn selbst zerstören werden.


© GE Christenson
aka Deviant Investor



Dieser Artikel wurde am 18. Juni 2018 auf MilesFranklin.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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