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Chris Marcus: Warum würde China eine Unterdrückung des Goldpreises erlauben?

28.06.2018
Wenn die Edelmetallmärkte manipulativ niedrig gedrückt werden - wie so viele vermuten (und wie Gerichtsprotokolle und andere Quelle mit Beweisen dokumentieren) - dann wäre eine der Fragen, die sich viele Leute stellen: Warum sollte China dies zulassen?

Viele betrachten die Entwicklungen um den Yuan (wie die Erschaffung des Petroyuan, seine mögliche Verwendung als eine Reservewährung und die Einführung eines durch Yuan gedeckten Edelmetallkontrakts) sowie die große Menge an Gold, die China weiterhin anhäuft; und dann fragen sie sich, warum das Land eine Unterdrückung der Preise zulassen würde.

Dennoch erklärte ein Artikel, der vor Kurzem bei Russia Times erschien, mein Verständnis der Ereignisse relativ bündig:

"Die Bemühungen der USA, die Goldpreise zu unterdrücken, um den Dollar zu stärken, erlauben Russland und China die Anhäufung gigantischer Reserven physischen Goldes durch den Kauf von großen Mengen des Edelmetalls zu deutlich geringeren Preisen."


Während es also Sinn macht, dass China und Russland den Preis irgendwann auf einem angemessenen Niveau sehen möchten, wenn sie Gold horten, so macht es auch Sinn, dass sie zuerst weiterhin so viel Gold wie möglich erwerben, solange die Preise niedrig sind. Das ist auch das Ergebnis, auf das RT gekommen ist.

Natürlich ist China nicht mehr das einzige Land, das den Wert des Goldes erkennt. Da mehrere Länder in diesem Jahr ihr Gold zurück ins Inland geschafft haben, begannen Mainstream-Fondsmanager in Gold zu investieren; ebenfalls scheint es eine zunehmende Erkenntnis darüber zu geben, wie viel Leverage der Papiermarkthandel geschaffen hat.

Ich denke, dass sich einige Nationen und Zentralbanken der Manipulation an den Märkten sehr wohl bewusst sind. Während es wahrscheinlich auch andere von ihnen gibt, die die ungestüme Erweiterung der weltweiten Geldmenge betrachten und Gold als natürliche Antwort sehen. Dennoch gibt es in beiden Fällen eine zunehmende Dynamik, bei der mehr und mehr Aufmerksamkeit auf die Edelmetalle gerichtet wird; und angesichts der Fundamentaldaten ist dies nichts, was einfach umgekehrt werden kann.

Bedenken Sie demnach das folgende Zitat aus dem Artikel von Russia Times:

"Laut Claudio Grass von der Precious Metal Advisory in der Schweiz wird das gesamte Handelsvolumen des London OTC-Goldmarktes auf das Äquivalent von 1,5 Millionen Tonnen Gold geschätzt. Nur 180.000 Tonnen Gold sind bis zum heutigen Tag gefördert worden.

"Die Papierschwindeleien in London und New York werden entweder hochgehen, wenn die Papierpreise von Gold auf null fallen oder wenn nur ein Bruchteil der Investoren darauf beharrt, physisches Gold im Gegenzug zu erhalten", so erzählte Grass RT."


Kommentare wie dieser werden heutzutage immer häufiger. Und während wir die Belastungsgrenze noch nicht erreicht haben, nehmen all diese Umstände, die logisch zu einem derartigen Ereignis führen würden, langsam an Form an. Ich persönlich bin äußerst fasziniert davon, wie sich dies letztlich entwickeln wird. Wenn wir die Ereignisse als Beobachter betrachten, dann spielt sich eine wahrhaft unglaubliche Geschichte vor unseren Augen ab. Ich glaube, dass darüber noch Jahrzehnte später gesprochen und diskutiert werden wird.

Es ist schade, dass ein Großteil dieser Saga Verhaltensweisen involviert, die meiner Ansicht nach klar illegal sind und gegen die festen Prinzipien unserer Märkte verstoßen. Dennoch haben Natur und Volkswirtschaft einen Weg gefunden, diese Art des Ungleichgewichts aus der Welt zu schaffen; und genau das scheint aktuell der Fall zu sein.

Und ich nehme weiterhin an, dass die Gold- und Silberpreise deutlich höher steigen werden, wenn dieses Ereignis eingetreten ist.


© Chris Marcus



Dieser Artikel wurde am 27. Juni 2018 auf www.milesfranklin.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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