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Scotiabank: "Logische Gründe für den schwachen Goldpreis"

12.07.2018  |  Redaktion
In der Juliausgabe ihres monatlichen Newsletters "Metal Matters" erklären die Analysten der Scotiabank die Ursachen der schwachen Entwicklung des Goldpreises in den letzten Wochen. Grund für den deutlichen Preisrückgang, der insbesondere in der zweiten Junihälfte und Anfang Juli beobachtet wurde, war ihrer Einschätzung nach eine Kombination aus gestiegenen Opportunitätskosten, dem stärkeren Dollar, Abverkäufen an zahlreichen anderen Märkten und der geringen physischen Nachfrage, insbesondere in Indien.

Überraschend ist den Experten zufolge, dass Gold im Zuge der geopolitischen und wirtschaftlichen Konflikte und der Korrekturen an den Aktien- und Rohstoffmärkten offenbar nicht die Rolle eines sicheren Hafens übernommen hat. Stattdessen haben Investoren bevorzugt deutsche und vor allem US-amerikanische Staatsanleihen gekauft, was dem Dollarkurs Auftrieb gab.

Negativ wirkte sich nach Ansicht der Marktbeobachter auch der Rückgang der Goldnachfrage in Indien aus. Der dortige Markt scheine sich noch an die neuen Regulierungen und Steuern anzupassen, die den Goldsektor in den letzten Jahren beeinflussten. Darüber hinaus habe der schwache Kurs der Rupie das Edelmetall für indische Investoren vergleichsweise teuer gemacht.

Ein bullischer Faktor für Gold könnte nach Angaben der Scotiabank dagegen der steigende Ölpreis sein, der als Zeichen für höhere Inflationsraten gewertet wird. Auch aus technischer Sicht bestehe Anlass zur Hoffnung auf eine Stabilisierung der Preise. Die Analysten haben im Bereich von 1.236 -1.249 $ eine Konzentration mehrerer Unterstützungslinien identifiziert, die ein weiteres Absinken verhindern könnte.

Zusammenfassend schreiben sie, dass der jüngste Sell-off recht schwerwiegend zu sein schien und "auf logischen Gründen basierte". Ein Blick auf den Wochenchart zeige jedoch, dass sich der Kurs bislang über den verschiedenen Tiefs des Jahres 2017 halten konnte, und dass der Rückgang parallel zu Kurskorrekturen bei den Industriemetallen und Aktien verlief - die derzeitige Schwäche ist also nicht auf den Goldmarkt begrenzt.

"Wir glauben nicht, dass dies der Beginn eines neuen Bärenmarktes für die Goldpreise ist", heißt es daher abschließend im Newsletter. Vielmehr handele es sich nur um eine weitere Abwärtsbewegung innerhalb des Seitwärtstrends, der den Markt seit dem Hoch im Jahr 2016 beherrschte. Das Ende der Dollarrally und die Tatsache, dass die USA kurz vor einem Handelskrieg stehen, könnte ausländische Investoren künftig dazu veranlassen, ihre US-Treasuries abzuverkaufen, und Gold als sicheren Hafen wieder stärker ins Zentrum des Aufmerksamkeit rücken.

Den vollständigen Bericht in englischer Sprache finden Sie hier.


© Redaktion GoldSeiten.de



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