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Der Schatten vor Anbruch der goldenen Zeit

24.07.2018  |  Gary E. Christenson
Die Goldpreise sind seit April stark gefallen - hinab auf 1.213 Dollar per 19. Juli. Wenn die Leute aufgrund ihrer Investitionen deprimiert sind - wie derzeit mit Gold – sollte man sich daran erinnern, dass sich alles verändert und Hochs auf Tiefs folgen, auf die wiederum Hochs folgen.

• Der S&P 500 Index fiel zwischen 2008 und 2009 von 1.500 auf 666 Punkte 15 Monate später.

• Der Rohölpreis stieg auf 147 Dollar und fiel 2008 auf unter 36 Dollar.

• Der Silberpreis stieg von 4,01 Dollar 2001 auf mehr als 48 Dollar 2011 und fiel 2015 unter 14 Dollar.

Die Goldpreise fallen 2018 niedrig aus, sind überkauft und werden steigen. Wann? Bald, aber der genaue Zeitpunkt ist wie bei Marktzusammenbrüchen ungewiss.


Aber langfristig...

Die Geldmenge M2 ist ein Maßstab für die Währung in Zirkulation, der von der St. Louis Fed verwendet wird. Ich habe deren Daten in einem logarithmischen Graphen geplottet. Die schräge Aufwärtslinie zeigt eine exponentielle Zunahme von 900 Milliarden Dollar im Jahr 1974 auf mehr als 14.000 Milliarden Dollar im Jahr 2018.

Schlussfolgerung: Die Geldmenge M2 ist seit Jahrzehnten exponentiell angestiegen und wird weiter zunehmen, egal welche "Partei" die Kontrolle über die Regierung erhält und ungeachtet dessen, dass Zentralbanker Dollar "drucken" oder Geschäftsbanker die Dollarmenge erhöhen und entwerten.

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Viele Leute haben beobachtet, dass sich die Rohstoffpreise und Aktienkurse in gegensätzliche Richtungen bewegen. Wenn die Goldpreise niedrig ausfallen (wie zum derzeitigen Moment), ist es wahrscheinlich, dass sich die Aktienkurse auf einem hohen Niveau befinden. Im Allgemeinen gleichen sie sich gegenseitig aus, was bedeutet, dass die Summe aus dem S&P 500 Index und den Goldpreisen die Volatilität mildern und langfristige Trends aufweisen sollte.

Der folgende Graph zeigt die Summe des Goldes mal 1,33 zuzüglich des S&P 500 Index. Der Faktor 1,33 ist das durchschnittliche Verhältnis zwischen S&P und Gold der letzten 33 Jahre, also sind sie gleichgewichtig.

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Während sie über 33 Jahre exponentiell steigt, ist die Summe aus Gold (mal 1,33) und S&P relativ stabil.

Schlussfolgerung: Wenn die Geldmenge M2 zunimmt, fließen die zusätzlichen Dollar in Zirkulation sowohl in Aktien als auch Gold und verursachen so einen exponentiellen Anstieg der Summe.

Die Geldmenge M2 wird steigen, solange Banker die zirkulierenden Dollar erhöhen, Politiker Spenden akzeptieren, die Wall Street Ihre Dollar haben möchten, solange...

Die Geldmenge M2 wird exponentiell zunehmen und so auch die Summe aus Gold und S&P.

Fragen: Fallen die Goldpreise im Vergleich zum S&P niedrig aus? Ist es wahrscheinlicher, dass die Goldpreise auf die Hälfte ihres Wertes fallen oder sich von diesem Stand aus verdoppeln?

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Antwort: Der Graph, in dem Gold durch den S&P 500 Index geteilt ist, zeigt, dass Gold im Vergleich zum S&P niedrig ausfällt. Das durchschnittliche Verhältnis der letzten 33 Jahre - seit 1985 und nach der Goldblase von 1980 - betrug 0,75. Das aktuelle Verhältnis befindet sich bei etwa 0,44. Die Goldpreise könnten sich von ihrem derzeitigen Stand aus verdoppeln, indem sie auf das durchschnittliche Verhältnis der letzten 33 Jahre zurückkehren. Sie könnten noch höher steigen, wenn sie die Verhältnishochs von 1980 erreichten. Höhere Preise sind sogar wahrscheinlich, wenn die Zentralbank die Wirtschaft während der nächsten Rezession mit zusätzlichen "gedruckten" Währungseinheiten überflutet.

Frage: Sie behaupten, dass Zunahmen der Geldmenge M2 sowohl Goldpreise als auch Kurse des S&P sowie deren Summe widerspiegeln würden. Steigen sie wirklich zeitgleich?

Antwort: Wenn die zunehmende Währung in Umlauf (gemessen an der Geldmenge M2) die steigenden Preise und die entwerteten Dollar vorantreibt, dann sollte das Verhältnis der Summe (aus Gold und S&P) geteilt durch die Geldmenge M2 mehr oder weniger konstant bleiben. Plotten wir die gewichtete Summe (Gold mal 1,33) zuzüglich des S&P und teilen diese durch die Geldmenge M2 (in Milliarden Dollar). Das Ergebnis finden Sie im Folgenden:

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Die meisten Datenpunkte innerhalb des Monatsverhältnisses der letzten 33 Jahre blieben in einem Trendkanal zwischen 0,25 und 0,37. Das Verhältnis ist über viele Jahrzehnte hinweg relativ konstant geblieben.

Schlussfolgerung: Während die Geldmenge M2 steigt, tut dies auch die Summe aus Gold und dem S&P 500 Index.



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