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Edelmetalle & Rohstoffe: Erst eine Rally, dann ein Crash?

25.07.2018  |  Clive Maund
Die Rohstoffpreise, einschließlich der Gold- und Silberkurse, sind stark gesunken und mittlerweile so extrem überverkauft, dass eine baldige Erholungsrally sehr wahrscheinlich ist. Diese könnte ziemlich steil ausfallen, denn wenn sich die Kurse an diesem Punkt wieder nach oben wenden, wird das an den Terminmärkten eine Welle des Short-Coverings auslösen, d. h. die Trader werden gezwungen sein, Kontrakte zurückzukaufen, um ihre Short-Positionen einzudecken.

Eine solche Rally würde wahrscheinlich von einer Bewegung des Dollarkurses ausgelöst. Falls es jedoch in Zukunft zu einem allgemeinen Börsencrash kommt, ist im gesamten Rohstoffsektor mit weiteren heftigen Verlusten zu rechnen.

Wir beginnen mit dem aktuellen Chart des US-Dollar-Index, denn ein Rückgang des Dollars wird der Auslöser der nächsten Rohstoffrally sein. Der 2-Jahreschart des Dollar-Index zeigt, dass die Währung unterhalb einer Widerstandszone ein Rounding Top bildet. Der Widerstand geht auf eine Umkehr des Kurses im letzten Oktober und November zurück, als der Dollar schon einmal an diesem Niveau scheiterte. Das Chartmuster, das seit dem vergangenen Juli entsteht, sieht nach einem großen Schulter-Kopf-Schulter-Boden aus, dessen rechte Schulter derzeit gebildet wird.

Wenn das zutrifft, dann impliziert es, dass der Dollar in Zukunft deutlich steigen wird, bis in den Bereich von 102-104 Punkten. Wir können davon ausgehen, dass dies gleichzeitig mit einem allgemeinen Marktcrash geschieht. Doch vorher muss sich die rechte Schulter bilden und die Chartformation ausbalancieren. Wenn hier ein mehr oder weniger symmetrischer SKS-Boden gebildet wird, dann steht zunächst ein Rückgang des Dollars auf 91-92 Punkte bevor. Das wäre ausreichend, um eine signifikante Erholung im Rohstoffsektor auszulösen, die dann voraussichtlich durch das Eindecken der Shorts an den Terminmärkten verstärkt würde. Das ist zumindest meine Theorie.

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Kommen wir nun zu den Charts verschiedener wichtiger Rohstoffe - Kupfer, Gold, Silber, Platin - einschließlich der COT-Charts, die die Marktstruktur am Terminmarkt veranschaulichen und uns einen Hinweis darauf geben werden, wie wahrscheinlich eine Rally ist. Sofern möglich bilden die Kurscharts einen einjährigen Zeitraum ab, damit sie direkt mit den COT-Charts verglichen werden können, die ebenfalls diesen Zeitraum umfassen.

Der Goldkurs ist gemäß dem Trendindikator MACD und im Verhältnis zu seinen gleitenden Durchschnitten tief in den überverkauften Bereich gesunken. Seit dem Hoch im April ist der Preis um 150 $ gefallen. Offensichtlich hat Gold die jüngste Dollarrally gar nicht gut aufgenommen. Die Accumulation/Distribution-Line hat sich dagegen relativ gut entwickelt, was die Chancen auf eine bevorstehende Erholungsrally erhöht.

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Es ist nicht überraschend, dass sich auch die im Commitments of Traders (COT) Report veröffentlichten Marktdaten seit dem Kursrückgang deutlich verbessert und letzte Woche ein Niveau erreicht haben, welches als bullisch bezeichnet werden kann. Die manisch-depressiven "Großen Spekulanten" am Terminmarkt haben Gold im großen Stil aufgegeben. Was wir hier sehen, ist die bullischste Positionierung der Trader seit einem Jahr. Dies ist zwar keine Garantie für einen sofortigen Anstieg des Goldpreises, aber die Wahrscheinlichkeit für Kursgewinne erhöht sich dadurch beträchtlich.


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