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US-Schuldenbombe: Die Zündschnur brennt bereits

07.08.2018  |  Mark J. Lundeen
- Seite 3 -
Beim aktuellen Abwärtstrends ist es den "höheren Mächten" nach 81 Handelstagen auch unter Anwendung der FUD-Strategie nur gelungen, den Goldpreis um 10,23% nach unten zu drücken.


Schlussfolgerungen
  • Zu keinem Zeitpunkt der seit 1999 andauernden Hausse am Goldmarkt war Gold so hoch bewertet wie bei seinem Spitzenstand im Januar 1980.

  • Auch wenn die "politischen Entscheidungsträger" einen Rückgang der Goldpreise befehlen und obwohl sie über die nötigen Mittel verfügen, um den Kurs nach unten zu drücken (die an der COMEX gehandelten Terminkontrakte), kann die wirtschaftliche Realität den vollen Effekt dieser Machenschaften abmildern.

Anders gesagt: Im Sommer 2018 gerät die FUD-Strategie mit dem Gesetz des sinkenden Grenzertrags in Konflikt. Dazu kommt noch das wachsende Bewusstsein für die drohende Flut an Zahlungsausfällen in der nicht allzu fernen Zukunft. Dies unterstützt die Preise am Gold- und Silbermarkt, obwohl die "höheren Mächte" an der COMEX ihr Möglichstes tun, um die Kurse nach unten zu drücken.

Wenn wir nun die Stufensumme von Gold betrachten, sollten wir im Hinterkopf behalten, dass es sich dabei um eine einfache Advance-Decline-Linie handelt, die auf den täglichen Kursänderungen beruht: An jedem Tag, an dem Gold im Plus schließt, steigt die Linie eine "Stufe" nach oben, bei jedem Verlust sinkt sie dagegen um einen Punkt. Es gibt zudem Zeiten, in denen die Stufensumme vom allgemeinen Preistrend am Markt abweicht.

Es kann beispielsweise geschehen, dass sich trotz zahlreicher Tage mit Kursgewinnen insgesamt kaum etwas an der Bewertung des Marktes ändert. Ebenso ist es möglich, dass die Stufensumme einbricht, weil die Zahl der Tage, an denen Gold im Minus schließt, stark ansteigt, ohne dass dies jedoch den Kurs mit nach unten reißt.

Wenn wir die Stufensumme und den Goldpreis seit April 2018 betrachten, stellen wir fest, dass an den meisten Tagen zwar ein Minus verzeichnet wurde, der Goldpreis letztlich aber nicht annähernd so stark gesunken ist wie die Stufensumme. Ist das eine grafische Widerspiegelung meiner Theorie, dass die FUD-Strategie am Goldmarkt derzeit mit dem Gesetz der sinkenden Grenzerträge in Konflikt gerät? Gut möglich.

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Was genau das für den Goldpreis in den kommenden Wochen und Monaten bedeuten wird, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen. Sollten die Aktien- und Anleihemärkte jedoch unter Druck geraten, könnte Gold eine erheblich höhere Neubewertung erfahren, während das Kapital aus den überbewerteten Finanzassets flieht und sich in Gold- und Silberanlagen flüchtet. Die großen Short-Seller am Gold- und Silbermarkt (d. h. die Großbanken der Wall Street) wären in einer solchen Situation extrem angreifbar. Wenn sie ihre Short-Positionen unter Druck eindecken müssten, hätte das einen noch steileren Anstieg der Preise zur Folge.

Wird es an den Finanzmärkten in naher Zukunft zu einem deflationären Rückgang kommen? Auszuschließen ist das nicht. Unten sehen wir den Anstieg der Rendite auf US-Staatsanleihen seit Juli 2016 (blaue Linie, linke Skala). Warum ist dieser Trend wichtig? Weil steigende Renditen sinkende Anleihekurse bedeuten.

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Der nächste Chart zeigt den Boom-Bust-Zyklus von 2014-2016 am chinesischen Aktienmarkt. Die Erholung seit dem Boden im Januar 2016 erweckt zunehmend den Eindruck eines Dead-Cat-Bounce, denn der Shanghai Index ist gerade dabei, das Tief vom Januar 2016 zu unterschreiten. Die chinesische Wirtschaft ist hoch verschuldet. Die Immobilienmärkte sind aufgebläht und überbewertet. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist reif für eine Dosis Deflation und einen Besuch von Mr. Bear.


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