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Keine Baisse am Goldmarkt, nur schlechte Stimmung - ScotiaMocatta

09.08.2018  |  Redaktion
Die schwache Preisentwicklung der Edelmetalle seit Anfang April bedeutet nicht das Ende des Goldbullenmarktes. Dies schreiben die Analysten der ScotiaMocatta, der Edelmetallabteilung der kanadischen Scotiabank, in der Augustausgabe ihres Newsletters "Metal Matters".

Darin weisen sie darauf hin, dass erst ein Kursrückgang von 20% unter das letzte Hoch den Beginn eines Bärenmarktes signalisiert. Seit dem Hoch von 1.365 $ je Unze, welches Gold im April verzeichnete, ist das gelbe Metall bislang jedoch nur um 11,8% gefallen. Erst ein Absinken des Preises auf 1.092 $ würde demnach den Start einer Baisse markieren.

Den Marktbeobachtern zufolge ist Gold derzeit "einfach unbeliebt". Der starke Dollar und die vergleichsweise hohen Zinsen in den USA hätten dazu geführt, dass Kapital auf der Suche nach einem sicheren Hafen vor allem in US-Assets geflossen ist.

Die Analysten erkennen jedoch Anzeichen dafür, dass sich das in den kommenden Wochen ändern könnte. Zum ersten nennen sie die neuen Sanktionen, die die Vereinigten Staaten gegen den Iran verhängt haben, und die zur Folge haben könnten, dass Teheran künftig Gold als Zahlungsmittel für Öllieferungen akzeptiert. Zudem könnten sie auch das globale Ölangebot sinken und dadurch die Rohölpreise steigen lassen. Zusammen mit den neuen Zollvorschriften in den USA sei dann eine Zunahme des Inflationsdrucks zu erwarten. Eine solche Entwicklung könnte an den Finanzmärkten zu Risikovermeidung führen und das Interesse an Safe-Have-Assets wie Gold steigen lassen.

Einen Lichtblick stellt nach Einschätzung der ScotiaMocatta auch die zuletzt wieder höhere Nachfrage nach Goldschmuck in China dar, die zuvor stagnierte. Dies hat bislang nicht zu einem Anstieg der Gesamtnachfrage geführt, weil die Münz- und Barrenkäufe gleichzeitig rückläufig waren. Falls sich der Renminbi gegenüber dem US-Dollar weiter abschwächt, könnten Goldanlagen jedoch auch für chinesische Investoren wieder attraktiver werden.

Aus technischer Sicht sei positiv zu werten, dass der Goldkurs oberhalb von 1.200 $ eine gewisse Unterstützung gefunden hat; zahlreiche andere Unterstützungslinien wurden jedoch bereits durchbrochen. Aktuell überwiegt den Analysten zufolge noch der Verkaufsdruck und macht den Markt anfällig für weitere Kursverluste. Für eine Verbesserung der Lage sei ein dauerhafter Anstieg des Goldpreises auf über 1.236 $ nötig.

Als möglichen Auslöser für eine Rally sieht die ScotiaMocatta die Short-Positionen der Trader am Terminmarkt. Diese haben mit insgesamt mehr als 172.000 Kontrakten einen neuen Höchstwert erreicht. Um ihre Positionen einzudecken, müssen die Trader diese Kontrakte letztlich zurückkaufen, was im Zuge einer Short-Covering-Rally zu Kursgewinnen und anschließend zu neuen Käufen führen könnte.


© Redaktion GoldSeiten.de



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