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Euro und türkische Lira fallen - Gold steigt!

11.08.2018  |  Markus Blaschzok
Die Edelmetalle tendierten seit Wochen trendlos, doch seit dieser Woche bahnt sich eine Trendwende für die Edelmetalle in Eurobasis an. Der Euro hat eine charttechnische Konsolidierungsformation bei 1,16 $ nach unten durchbrochen, was durch einen Pull Back mit anschließendem Abverkauf bestätigt wurde. Dies ist kurzfristig extrem negativ zu bewerten. Die Bullen werden aktuell verprügelt und ein Long Drop von Terminmarktpositionen steht unmittelbar bevor. Käufer werden hier nicht mehr in das fallende Messer greifen, während die Bären die Chance sehen, um von einem fallenden Euro zu profitieren, weshalb sie zusätzlich den Euro verkaufen.

Mit dem Bruch dieser sogenannten "Wimpelformation" hat sich ein Abwärtspotenzial von mindestens 1,09 $ aufgebaut. Seit über zwei Jahren waren wir stets der festen Überzeugung, dass die Europäische Zentralbank nicht von ihrer lockeren Geldpolitik ablassen und die US-Notenbank diametral gegensätzlich ihre Versprechen zu weiteren Zinsanhebungen einhalten wird. Nahezu alle Marktteilnehmer hatten in dieser Zeit eine völlig gegensätzliche Auffassung, die sich nun als falsch herausgestellt hat. Wir hatten unseren Kunden die Absicherung der Depotbestände bei 1,25 $ für den Euro empfohlen, was eine extrem wichtige Weichenstellung für eine gute Jahresperformance war.

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Der Euro hat eine wichtige Unterstützung durchbrochen und befindet sich auf Talfahrt


Das amerikanische Bruttoinlandsprodukt ist im ersten Halbjahr 2018 annualisiert um 4,1% gestiegen, was den Weg für zwei weitere Zinsanhebungen durch die US-Notenbank in diesem Jahr frei macht. Der US Dollar dürfte daher weiter aufwerten. Dieser wirtschaftliche Erfolg ist den Steuersenkungen und den Deregulierungen der Trump Administration zu verdanken. Zumindest gelang es der US-Regierung die Spätphase des aktuellen Konjunkturzyklus noch einmal zu verlängern.

Auf der anderen Seite gibt es in Europa gigantische hausgemachte Probleme, die es der EZB unmöglich machen, die Zinsen anzuheben, geschweige denn die Geldmenge wieder zu reduzieren, womit die US Notenbank unlängst angefangen hat. Der Euro steht daher fundamental unter Beschuss, weshalb dieser weiter abwerten dürfte. Die Teuerung wird ansteigen und so werden auch die Edelmetalle, ebenso wie andere Assetklassen, nominal weiter ansteigen.

Gold in Euro dürfte daher jetzt wieder stärker werden, im Zuge eines fallenden Euros. Vor etwas über einer Woche stand Gold in Euro noch bei 1.037 € und konnte seither 20 € auf 1.057 € hinzugewinnen. Auf Sicht der kommenden zwei bis drei Monate sehen wir den Goldpreis in Euro daher gut unterstützt - fundamental sowie technisch und zyklisch.

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Gold in Euro dürfte im Zuge eines Euroeinbruchs wieder im Preis ansteigen


Diametral gegensätzlich sieht die Lage für Gold in US-Dollar aus. In dieser Woche wurde eine charttechnische Fortsetzungsformation im USD-Index bullisch aufgelöst. Der Widerstand bei 95 Punkten wurde, wie von uns seit Monaten erwartet, gebrochen und ein weiterer Anstieg des USDX auf 100 Punkte steht aktuell kurz bevor.

Der Terminmarkt gibt dem Euro noch Potenzial nach unten und dem Dollar noch Potenzial nach oben. In zwei bis drei Monaten dürfte die Dollarstärke jedoch ein zyklisches Hoch finden, was dann letztlich auch den Goldpreis in US-Dollar wieder mehr Spielraum nach oben lassen könnte. Übergeordnet hat es der Goldpreis in US-Dollar aufgrund des stärkeren Dollars schwer bis Jahresende.

Auf Sicht der nächsten zwei Jahre sehen wir jedoch aufgrund einer unausweichlichen neuen Rezession und einem erneuten Aufflammen der Finanzkrise ein neues QE-Programm seitens der US-Notenbank, was letztlich auch den Goldpreis in US-Dollar wieder stark beflügeln wird. Langfristig betrachtet notiert Gold inflationsbereinigt nur bei 10% des Hochs von 1980, weshalb wir hier enormes Potenzial langfristig sehen. Die Gefahr eines Zusammenbruchs der Eurozone zwingt einen smarten und vernünftigen Anleger praktisch in ein Investment in Edelmetalle.


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