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Versichern Sie Ihr Vermögen, oder verlieren Sie es komplett

15.08.2018  |  Egon von Greyerz
Unsicherheit annehmen und akzeptieren - Wer sich in den kommenden Jahren nicht an diese folgenschwere Maxime hält, wird wahrscheinlich einen unangenehmen Schock nach dem anderen bekommen. Denn die Phase stabiler weltwirtschaftlicher Entwicklung seit dem 2. Weltkrieg geht ihrem Ende zu. Ein normales zyklisches Hoch, wie es in den kommenden ein, zwei Jahren hätte kommen sollen, wird sich letztlich als die gigantischste Implosion einer Blase aus Schulden und aufgeblähten Vermögensanlagen herausstellen.

Seit Jahrzehnten wird das System von Zentralbanken, bestimmten Geschäftsbanken, der BIZ in Basel und dem IWF zugunsten einer kleinen Elite „erfolgreich“ manipuliert.


EINKOMMENSKLUFT – TREIBSTOFF FÜR SOZIALE UNRUHEN

Schauen Sie sich die Grafik an. Sie zeigt das wachsende Lohngefälle in den USA zwischen den obersten 5 % und den oberen 50 % seit 1973. Bei der Spitzengruppe sehen wir einen Anstieg um 51 %, die mittlere Gruppe hingegen hat ein Minus von 4 % zu verbuchen. Das ist der Stoff, aus dem Revolutionen entstehen – und soziale Unruhen gehören eindeutig zu jenen Unsicherheiten, auf die wir vorbereitet sein müssen.

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DIE MEISTEN PROGNOSEN WERDEN FALSCH SEIN

Ich habe früh gelernt, Ungewissheit anzunehmen, denn von jedem Moment an ist alles im Leben aller ungewiss. Das individuelle Leben kann sich sehr schnell ändern, wie auch die weltwirtschaftliche und politische Situation. Es gibt Zeiten, in denen Prognosen und Wahrscheinlichkeiten recht gut funktionieren, aber die nächsten Jahre werden hier einen markanten Unterschied machen.

Die meisten Anleger erwarten, dass sich die historisch absehbare Entwicklung an den Aktienmärkten fortsetzen wird. Warum sollte das, historisch betrachtet, auch anders sein? Schließlich existiert der Trend ja schon so lange man denken kann. Die Märkte markieren neue Höchststände, und die Korrekturen von 1973, 1987, 2000, 2007 sind schnell vergessen.

An der Marktspitze ist der durchschnittliche Anleger immer sehr zuversichtlich. Er macht sich keine Sorgen um das Risiko; selbst wenn die Bewertungen etwas gedehnt scheinen, gilt: “Der Aktienmarkt steigt immer”.

Marktbewertungen können sich ohne weiteres stark überdehnen – viel stärker, als man sich das vorstellen kann. Und wie immer “ist es diesmal anders“. Beim Investieren geht es um Risiko. Und das ökonomische Risiko ist heute größer als jemals zuvor in der Geschichte, egal ob bei Aktien, Anleihen oder Immobilien.

Doch heute geht die Unsicherheit weit über die unterschiedlichen Anlageklassen hinaus. Es ist alles viel ernster: Das Vorgehen der Zentralbanken und des Teilreserve-Bankensystems hat ein monströses Finanzsystem entstehen lassen, das kaum Überlebenschancen hat.


SCHLIMMER ALS 2007-09

Was in den Jahren 2007-09 passierte, als das Bankensystem nur noch Stunden vom Totalzusammenbruch entfernt war, wird nun mit geballter Kraft zurückkommen. Dieses Mal werden die Zentralbanken das Problem nicht nur mit 10 Billionen Dollar zuschütten. Sie werden aus dem Nichts hunderte Billionen Dollar schöpfen und wahrscheinlich sogar Billiarden, wenn die globale Derivateblase platzt.

Das ist auf jeden Fall nicht die Art von Ungewissheit, mit der jeder umgehen kann. Doch wie bei vielen Risiken gibt es glücklicherweise auch hier eine Möglichkeit, um sich gegen das Risiko eines Bankenzusammenbruchs, von Crashs in den meisten Anlageklassen als auch der endgültigen Zerstörung des Währungssystems zu versichern. Bitte lesen Sie den letzten, fettgedruckten Satz noch einmal. Diese Aussage klingt nach Hokuspokus und einem betrügerischen Versprechen. Wie kann jemand eine Versicherung gegen das gesamte, Billiarden-Dollar-schwere Finanzsystem anbieten?

"Es gibt keine Möglichkeit, den finalen Zusammenbruch eines Booms zu verhindern, der durch Kreditexpansion erzeugt wurde. Die einzige Alternative lautet: Entweder die Krise entsteht früher durch die freiwillige Beendigung einer Kreditexpansion, oder sie entsteht später als finale und totale Katastrophe für das betreffende Währungssystem." Ludwig von Mises



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