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Interview mit David Morgan: Wendepunkt für Gold und Silber

12.09.2018  |  Mike Gleason
Mike Gleason: Es ist mir nun ein Privileg, unseren guten Freund David Morgan von The Morgan Report willkommen zu heißen. David, es ist mir immer wieder eine Freude, Sie hier zu haben und willkommen zurück. Wie geht es Ihnen?

David Morgan: Nun, Mike, danke, dass ich hier sein darf. Mir geht es gut, danke der Nachfrage.


Mike Gleason: Nun, David, die Metalle legten zu Beginn des Jahres einen recht guten Start hin. Sie entwickelten sich einige Monate eher seitwärts und im April, als wir das letzte Mal miteinander gesprochen haben, sahen sie gut für eine Aufwärtsbewegung positioniert aus. Stattdessen sanken die Preise jedoch. Wir haben nun zweieinhalb Monate Verkäufe hinter uns. Wir haben auch festgestellt, dass dies einem stärkeren Dollar zuzuschreiben ist.

Aktuell entwickeln sich die Metalle wie normale Rohstoffe und scheinen als sichere Häfen nicht sonderlich ansprechend zu sein. Die niedrigen Preise wurden sicherlich von einigen bullischen Investoren begrüßt, die gerne Vorteile aus ihnen ziehen. Des Weiteren können wir sicherlich auch eine größere Kaufaktivität beobachten. Doch es gibt auch genügend Frustration. Viele Leute haben genug von diesem bärischen Zyklus. Lassen Sie uns also mit Ihrer Einschätzung gegenüber der kürzlichen Preiskorrektur beginnen. Was sind die Herausforderungen, die diese Märkte bewältigen müssen, um Aufwärtsbewegungen verzeichnen zu können, David?


Open in new windowDavid Morgan: Eine gute Frage. Zuerst möchte ich sagen, dass Sie vollkommen richtig liegen, was die Ausbrüche oder möglichen Ausbrüche bei Gold und Silber angeht. Gold befand sich auf einem Niveau von 1.350 Dollar. Es schien, als würde es das Metall schaffen, doch letztlich scheiterte es. Und dann war da Silber auf einem Niveau von 17 Dollar, was ich prognostiziert habe. Aber Gott sei Dank unter Verwendung der Morgan-Regelung. Erfahrung zahlt sich aus. Und die muss man sich verdienen, man muss die Jahre, die Tage, die Monate investieren.

Und Silber scheiterte am vierten Tag, also haben wir nicht begonnen, offensiver zu handeln. Danach fiel es nur noch. Das mag für einige herzzerreißend gewesen sein, vor allem für langjährige Bullen. Aber ein Teil der Neueinsteiger, die die Vorteile des Marktes erkennen, machen sich dies sicherlich zu nutze. Ich habe vor kurzem etwas für meine kostenlosen Abonnenten veröffentlicht. Das habe ich schon lange nicht mehr getan. Ich habe jedem erzählt, wie ich angesichts einer Abwärtsbewegung handle, was normalerweise für zahlende Abonnenten reserviert ist.

Also haben die zahlenden Abonnenten dies in voller Form erhalten. Für jeden in meinem kostenlosen Email-Verteiler habe ich eine gekürzte Version verfasst. Meine Methode: Ich nehme mir eine Aktie mit äußerst hohem Betafaktor und sehr gutem Chance-Risiko-Verhältnis und versuche, das fallende Messer zu greifen.

Und hat man den Markt zum Tiefpunkt betreten - ich betrat ihn etwas über dem Tiefpunkt - und betrachtet man den gestrigen Schlusspreis dieser Aktie, dann hat man bereits einen Anstieg von 10% verzeichnen können. Und so stark können sich diese Aktien im Verhältnis zu den Silber- und Goldpreisen entwickeln. Diese können sich sicherlich weiterbewegen, ich sage nicht, dass sie das nicht können. Ich versuche hiermit zu erklären, dass sich der Hebel auf dieser Seite des Markts befindet. Das ist grundlegend das, was wir bei The Morgan Report tun.


Mike Gleason: Lassen Sie uns nun für einen Augenblick über die Dollarentwicklung seit der Rally reden und dass er die Schuld dafür zugeschoben bekommt, dass die Gold- und Silberpreise vor kurzem gefallen sind. Am Devisenmarkt hat sich der Dollar seit April im Wesentlichen nach oben entwickelt, auch wenn wir in den letzten Tagen deutliche Schwäche erkennen konnten. Ich wollte hier Ihre Meinung dazu hören, was uns noch bevorstehen wird. Auf der einen Seite gibt es zunehmend Gespräche über eine Dedollarisierung. Die Liste an anderen Ländern, die mit der Vorherrschaft des Dollar unzufrieden sind, wächst stetig.

Für uns scheint es, als sei der Übergangsprozess zu einer Welt ohne vollständige Herrschaft des US-Dollar noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte entfernt. Kurzfristig zählt die relative Stärke der US-Wirtschaft und der Geldpolitik im In- und Ausland. Aktuell unterstützt die Fed einen stärkeren Dollar, während Zentralbanker an Orten wie China daran arbeiten, ihre Währungen zu entwerten. Etwas, über das sich Präsident Trump zu beschweren beginnt.

Welche Dollarentwicklungen erwarten Sie vor diesem Hintergrund für die stattfindenden Handelskriege in den kommenden Monaten?


David Morgan: Abwärtsentwicklungen. Aktuell haben wir eine Dollarspitze bei etwa 96,80 und das war vor einigen Handelstagen, aber erst kürzlich, wie Sie bereits sagten. Und dann fiel er zurück in ein Muster, das ich als Unschlüssigkeitsmuster bezeichne, oder eine Art Staubereich, der sich unter einem Niveau von 94,75 befindet, was den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt durchbricht.

Ich glaube also, dass wir womöglich ein Hoch des Dollar beobachten konnten. Also verzeichneten wir ein Hoch des Dollar zur gleichen Zeit wie ein Tief der Gold- und Silbermärkte. Und ich erwarte keine deutliche Verbesserung des Dollar hier. Sagen wir, dass sich die Zentralbanker auf weltweiter Basis sehr wohl der Probleme bewusst sind, die Schwellenländer aufgrund der Dollarstärke damit haben, in US-Dollar zurückzahlen zu müssen. Und egal was gesagt wird: Beobachten Sie, was diese tun.


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