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Globale Krisenherde und der beginnende Neustart

24.09.2018  |  Jim Willie CB
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Das angebliche Wachstum ist nichts als eine Lüge, die größte Lüge der keynesianischen Ökonomen. Die gesamte US-Wirtschaft ist ein Ponzi-System. Das ist nicht leicht zu verstehen und noch schwerer zu akzeptieren, doch gesamte System wird nur noch durch Schulden am Laufen gehalten, und selbst das eher schlecht als recht.

Seit dem Jahr 2008 wurde nichts repariert. Stattdessen hat man mit Hilfe des kostenlosen Geldes nur mehr und mehr Schulden in alle Bereiche des Systems gepumpt. Eine echte Lösung würde sowohl die Schaffung neuer Unternehmen als auch die Einführung von stabilem Geld umfassen, doch die Regierungen der Vereinigten Staaten und des Vereinigten Königreichs haben daran kein Interesse. Sie sind nur auf Selbstbereicherung und mehr Macht aus und verwenden Kriege als konstante Defensivtaktik. Doch nun ist das Spiel vorbei und es fehlt lediglich die Auflösung.

Im Gegensatz zu früheren Krisen hat die Verschuldung heute in allen Bereichen der Wirtschaft schier unglaubliche Ausmaße angenommen. Daher werden die Versuche, die man zur Stimulierung der US-Wirtschaft unternehmen wird, aller Wahrscheinlichkeit nach in einer nationalen Krise resultieren, die ich in früheren Kommentaren als "systemisches Lehmann-Ereignis" bezeichnet habe. Alle offiziellen Staatsanleihen müssten heute als "subprime" eingestuft werden. Die wichtigsten Wirtschaftsräume sind dem Untergang geweiht. Die Finanzmärkte sind manipuliert.

Die Maschinerie der Derivatemärkte läuft weiter auf Hochtouren, doch im Verborgenen kommt es zu ersten Überlastungserscheinungen. Die Führungskräfte der Vereinigten Staaten werden schon bald an der Einführung eines neuen Goldstandards arbeiten, um mit den Supermächten des Ostens, deren Bestrebungen in die gleiche Richtung gehen, Schritt zu halten. Wenn die USA zurückblieben, bedeutete dies den sicheren Abstieg in die Dritte Welt.


Der globale Finanzneustart hat begonnen

Die Beendigung der Finanzkrise in der Türkei wird als erster entscheidender Schritt des globalen Finanzneustarts gelten können. Das ist zumindest der Konsens unter meinen Kollegen. Im Westen stand im Vorfeld dessen vor allem das Bankensystem im Fokus, mit den anhaltenden Rettungsmaßnahmen für die Deutsche Bank und den lebenserhaltenden Maßnahmen für das italienische Bankenwesen.

Im Osten hat man dagegen die in Yuan gehandelten Gold-Öl-Futures eingeführt. Der globale Neustart begann bereits vor einigen Monaten, ohne Leuchtreklame, öffentliche Aushänge und großes Tamtam. Die intriganten Banker ziehen es vor, dass die Öffentlichkeit schlecht vorbereitet ist, denn sie selbst bringen sich bereits in Position für Gewinne in Billionenhöhe, denen auf der anderen Seite ebenso große Verluste der ahnungslosen Massen gegenüberstehen werden.


Risiken, Gefahren & Krisenherde

Davon gibt es einfach zu viele, um sie in einer kurzen Liste vollständig aufzuzählen. Das gesamte globale Finanzsystem ist ruiniert. Zu beobachten sind ungeheure Verzerrungen und Verschiebungen, massive Fehlverteilungen von Kapital, abscheulich manipulierte Märkte, zahllose Opfer in den ärmsten Regionen, hässliche faschistische Tendenzen im UK und in den USA, Sanktionen gegen Freund und Feind, Kriege, mit denen der Widerstand gegen den US-Dollar gebrochen werden soll, und Schmiergeld für Drogenbarone, um deren Loyalität zum toxischen König Dollar zu erkaufen.

Beschäftigen Sie sich mit der folgenden Liste extremer Risiken. Jeder Punkt ist ein weiterer Baustein in der Gleichung, in der Gold als zentrales Element einer redlichen Lösung fungiert.

Die folgenden Krisen und Initiativen wirken auf das Ende des US-Dollars als globale Reservewährung hin. Vor zehn Jahren, als am Hypothekenmarkt die Subprime-Krise begann, beschränkten sich die Probleme noch hauptsächlich auf die USA. Kaum bekannt ist, dass China die Zündschnur dieser Krise bereits 2005 anzündete, als das Land Anleihen der Hypothekenbank Fannie Mae in Wert mehrerer Milliarden Dollar verkaufte.

Man war wütend - sehr wütend - auf die US-Regierung, die eine umfangreiche, 1999 geschlossene Gold-Leasingvereinbarung hatte platzen lassen. Im Westen wird die Geschichte ungenau geschrieben. Wollte man anmerken, dass die Chinesen die Anleihen von Fannie Mae verkauften, müsste man auch auf das Leasingabkommen hinweisen. Also wird in der Finanzpresse weder das eine noch das andere erwähnt. Beachten Sie jedoch, wie sich die Krisenherde heute über den gesamten Erdball verteilen, ganz im Gegensatz zur Zeit des Zusammenbruchs von Lehman Brothers.

  • Währungskrise in der Türkei, sowie im Iran, in Argentinien und in Venezuela. Die US-Regierung und die Banker der Wall Street glauben, dass sie die widerspenstigen Staaten, die sich der Führung durch Washington widersetzen, dadurch unter Druck setzen können, aber in Wirklichkeit stellen sie so nur sicher, dass sich diese Länder gegen den US-Dollar auflehnen. Sie werden sich an der eurasischen Handelszone orientieren und Schritt für Schritt ein goldbasiertes System aufbauen.

  • Die enorme Verschuldung der Schwellenmärkte hat viele Staaten lahmgelegt. Ihre Gesamtschulden in US-Dollar belaufen sich auf 9-15 Billionen Dollar. Die verlockend niedrigen US-Zinssätze seit 2009 hatten desaströse Auswirkungen für Länder, die den Wertverlust ihrer eigenen Währung nicht mit einkalkuliert hatten. Opfer dieser finanziellen Katastrophenzone werden in erster Linie die kreditgebenden westlichen Banken sein. Hilfe werden sich die Schwellenländer künftig aus dem Osten holen, wo der neue Goldstandard langsam Form annimmt.

  • Die Initiative der neuen Seidenstraße wirkt dem Dollar entgegen. Durch sie werden zahlreiche Staaten in massive Projekte mit einem Investitionswert von 6 Billionen Dollar eingebunden. Sie werden sehen, wie China seine enormen Bestände an US-Staatsanleihen im indirekten Tausch zur Finanzierung dieser Projekte einsetzt. China wird seine strategische Position in jedem Fall verbessern.


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