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Gold: Geht den Bären die Puste aus?

24.09.2018  |  Björn Heidkamp
Der abgebildete Chart zeigt die historische Kursentwicklung des Gold Futures von 1981 bis heute, bei Kursen von 1.201,30 USD/Unze. Ein Notierungsstab bildet die Kursschwankungen des Gold Futures für ein Quartal ab.

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Kampf der Bullen und Bären ausgeglichen

Am 15. August erreichte das gelbe Edelmetall bei 1.181,70 vorerst das aktuelle Bewegungstief.

In den darauffolgenden Wochen fehlte es den Bären erstmals seit Juni an Kraft die Kurse weiter zu drücken. Im Gegenzug schafften es die Bullen allerdings auch nicht, trotz des statistisch gesehen starken September-Monats, die Kurse stark in die Höhe zu treiben.

Beispielweise konnte der Preis des Goldes in der abgelaufenen Woche weder das Vorwochenhoch überschreiten noch das Vorwochentief unterschreiten. Charttechnisch ist diese Woche somit als Innenstab zu charakterisieren. Ein Innenstab deutet typischerweise auf eine Konsolidierung auf einer untergeordneten Zeitzone hin.


Trendbestätigende Konsolidierung?

Aus der Perspektive des mittelfristigen Wochencharts wurde der bestehende Abwärtstrend durch eine richtungslose Konsolidierung mit den Unterstützungen bei 1.190 und den Widerständen bei 1.220 abgelöst.

Charakteristisch für einen solchen neutralen Stauraum sind häufige Richtungswechsel innerhalb einer bestimmten Handelsspanne. Im abgebildeten Wochenchart wird dieser Bereich mit Wechselstäben, Notierungslücken (Gaps) in verschiedene Richtungen und einem Innenstab graphisch visualisiert.


Abnehmende Volatilität

Typisch für Konsolidierungen ist in den letzten Wochen auch ein Rückgang der Volatilität zu beobachten. Auch wenn solche Phasen längere Zeit anhalten können, so sind sie häufig Vorboten stärkerer Kursbewegungen.

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Fazit

Aus der Perspektive des mittelfristigen Wochencharts wurde der mittelfristige Abwärtstrend durch eine neutrale Konsolidierung zwischen 1.190 und 1.220 abgelöst.

Aus der Sichtweise der klassischen Chartanalyse zählt eine Konsolidierung als Trendbestätigungsformation. Es besteht zwar die Chance auf eine technische Bodenformation, in der Mehrzahl der Fälle wird der richtungslose Stauraum jedoch in Trendrichtung verlassen.

Bei Kursen unter 1.190 ist ein schneller Test des Bewegungstiefs bei 1.180 wahrscheinlich. Unterschreitet der Goldkurs dieses Tief klar, ist mit einem weiteren Absinken in Richtung des nächsttieferen Unterstützungsbereichs zwischen 1.150 und 1.123 zu erwarten. Bei diesem negativen Szenario ist der erste Bodenbildungsversuch als gescheitert zu werten.

Die Positionierung der institutionellen Investoren (siehe Analyse vom 25.08.2018) an der Comex und die positive Saisonalität erhöhen die mittelfristige Stabilisierungschance. Doch bevor der angegebene Konsolidierungsbereich nicht überschritten wird, sollte die defensive technische Haltung nicht gelockert werden.

Bei Kursen klar über 1.220 verbessert sich das mittelfristige Chartbild. Ein Anstieg bis an die nächsthöhere Widerstandszone zwischen 1.250 und 1.260 ist dann wahrscheinlich.

Aus Sicht der Bullen ist die Verteidigung der Marke von 1.175 zur Aufrechterhaltung der positiven Ambitionen elementar.


© Björn Heidkamp
www.kagels-trading.de


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