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Handelsüberschüsse: "Nebelkerzen aus Amerika"

11.10.2018  |  Vertrauliche Mitteilungen
In einer "Nebelkerzen aus Amerika" überschriebenen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) wird darauf hingewiesen, daß die angeblich großen Handelsüberschüsse, die Europa und insbesondere Deutschland gegenüber den USA ausweisen (und die zu bekämpfen sich US-Präsident Donald Trump auf die Fahnen geschrieben hat), möglicherweise deutlich geringer sind als immer wieder vermittelt wird.

Man blendet dabei laut der Analyse nämlich gerne aus, daß die USA im Dienstleistungsverkehr mit Europa dank "Google & Co." regelmäßig erhebliche Überschüsse erzielen.

Einem im Jahr 2017 auf EU-Ebene von Europa erzielten Überschuß im reinen Warenverkehr von rund 150 Mrd. US-Dollar standen danach u.a. stattliche US-Überschüsse in der sogenannten „Dienstleistungsbilanz“ (etwa 50 Mrd. Dollar) gegenüber.

Und bei den sogenannten "Primäreinkommen" (das sind u.a. Erträge aus Investitionen im jeweils anderen Land oder dort erzielte Arbeitseinkommen) konnten die USA im gleichen Zeitraum einen Überschuß von mehr als 100 Mrd. Dollar realisieren.

Alles in allem konnten die USA im vergangenen Jahr - wie im übrigen in allen Jahren seit 2009 - in ihren Wirtschaftsbeziehungen mit Europa somit einen "Überschuß" erzielen.

Vollkommen anders sieht es dagegen im Verhältnis USA-China aus, wo man in Washington Jahr für Jahr Defizite von mehr als 300 Mrd. Dollar verkraften muß.

Dies ist in erster Linie tatsächlich eine Folge der Funktion Chinas als "verlängerter Werkbank" der USA. Ohne die spottbillig in China hergestellten Konsumartikel bliebe in den USA längst manches Ladenregal leer.

Und ein Lieferantenwechsel wäre kurzfristig gar nicht mehr realisierbar, weil das für die Produktion erforderliche Spezialwissen längst in China verwurzelt ist. Vor diesem Hintergrund wird verständlich, weshalb Washington die aktuellen "Handelskriege" mit China weitaus "verbissener" zu führen scheint als mit Europa.


© Vertrauliche Mitteilungen

Auszug aus demn Infoblatt Vertrauliche Mitteilungen - aus Politik, Wirtschaft und Geldanlage, Nr. 4306



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