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Preistief am Goldmarkt: Ein verlorener Schatz für Investoren?

11.10.2018  |  Frank Holmes
Macht euch bereit, Goldbullen: Das Edelmetall könnte nahe daran sein, einen Boden zu finden.

Der Goldpreis fiel in der letzten Woche erneut zurück unter 1.200 Dollar je Unze, als der US-Dollar nach einer weiteren Zinserhöhung nach oben stieg. Das Edelmetall verzeichnete seinen sechsten aufeinanderfolgenden rückläufigen Monat, sein längster Abwärtstrend seit 1989.

Es ist unglaublich, dass Gold nicht unter 1.150 Dollar gehandelt wird. Es gibt derzeit einige Dinge, die die Bären motivieren. Neben einem stärkeren Dollar und höheren Zinsen entwickeln sich die Aktien noch immer solide, angetrieben durch Rückkäufe und massive Flüsse zu passiven Investmentprodukten. In der Woche zum 20. September ließen Investoren 34,3 Milliarden Dollar in ETFs fließen und erhöhten laut Daten von FactSet somit die bisherigen Zuflüsse auf beinahe 215 Milliarden Dollar.

Das macht Goldbergbauaktien im Vergleich dazu besonders attraktiv. Im Verhältnis zu US-amerikanischen Blue-Chips-Aktien befindet sich der FTSE Gold Mines Index auf seinem niedrigsten Stand der letzten 20 Jahre.

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Ist die Goldbranche bereit zur Konsolidierung?

Es gibt noch weitere Zeichen dafür, dass ein Boden nahe ist.

Zum Einen hat Vanguard gerade erst seinen Edelmetallinvestmentfonds umstrukturiert und den Anteil der Branche von 80% auf nur noch 25% des Portfolios reduziert. Das bedeutet, dass das weltweit größte Fondsunternehmen seinen Investoren nicht länger die Möglichkeit bietet, an einer potentiellen Edelmetall- und Bergbauaktienrally teilzunehmen.

Das letzte Mal, als Vanguard eine derartige Veränderung durchführte, fiel dies mit einem großen Anstieg der Edelmetallpreise zusammen. Im Jahr 2001 war Gold genauso ungeliebt wie heute, was Vanguard dazu veranlasste, das Wort "Gold" aus dem damaligen Namen Gold and Precious Metals Fund zu entfernen.

Ein schlechter Zug - das Edelmetall stieg von weniger als 300 Dollar je Unze auf bis zu 1.900 Dollar. im September 2011

Letzte Woche gaben die Bergbaugiganten Barrick Gold und Randgold Resources eine 18-Milliarden-Dollar-Fusion bekannt, die bei Abschluss den weltweit größten Goldproduzenten hervorbringen wird. Als "Branchenchampion für die Schaffung langfristigen Wertes", so BMO Capital Markets, wird das aus der Fusion hervorgehende Unternehmen gemessen an den Produktionskosten "fünf der zehn besten Goldminen betreiben und mehrere Projekte besitzen, die das Potenzial haben, nachhaltige Profitabilität zu liefern".

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Historisch betrachtet ist Konsolidierung ein Zeichen dafür, dass die Branche einen Boden gefunden hat. Betrachten Sie nur die Flut an Fusionen und Übernahmen, die nach der Finanzkrise in der damals kämpfenden Flugbranche folgte.

Andere Finanzunternehmen und -analysten bewerten die Neuigkeiten über Barrick und Randgold ebenfalls positiv, sowohl für die beiden Produzenten als auch für die Edelmetalle und den Bergbau an sich. Die Scotiabank glaubt, dass die Fusion "die allgemeine Qualität der Assets, die Bilanz, das Cashflow-Profil, die technische Expertise und das Managementteam von Barrick verbessert, ohne dass einer Übernahmeprämie gezahlt wurde." Die Vereinbarung, so die Royal Bank of Canada (RBC), "könnte eine Zunahme der Fusionen und Übernahmen verursachen, was unserer Ansicht nach zu einer Umkehr für die Entwicklung der Bergbauaktien führen könnte."

Das sind wirklich gute Nachrichten, wenn man bedenkt, dass die Inflation weiter steigt. Der Brent-Ölpreis, der internationale Maßstab, schloss letzte Woche zum ersten Mal seit November 2014 über 80 Dollar je Barrel. Das ist eine unglaubliche Zunahme: Seit dem letzten Tief von 27 Dollar je Barrel im Januar 2016 hat sich der Preis verdreifacht.



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