Wir verwenden Cookies, um Ihnen eine optimale Funktion der Webseite zu ermöglichen. Wenn Sie weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr erfahren
In Ihrem Webbrowser ist JavaScript deaktiviert. Um alle Funktionen dieser Website nutzen zu können, muss JavaScript aktiviert sein.
Suche
 

Goldnachfrage stabil - Inflation in Deutschland geht durch die Decke

03.11.2018  |  Markus Blaschzok
Der sich jährlich wiederholende Weltspartag 2018 bietet Kindern und Jugendlichen aufgrund des künstlich niedrigen Nullzinses der Europäischen Zentralbank mittlerweile wenig Anreiz etwas auf die hohe Kante zu legen. Die Zeiten, in denen sich ein Kredit an die Bank über die Einlage in das Sparbuch mit 2% bis 3% im Jahr verzinste, sind lägst Vergangenheit.

Die Teuerung in Deutschland stieg nun mit 2,5% zum Vorjahr auf den höchsten Stand seit zehn Jahren, während die EZB den Leitzins zugunsten der hochverschuldeten Banken und Staaten weiterhin bis mindestens Ende 2019 bei null Prozent belassen wird. Noch nie seit der Finanzkrise im September 2008 ist die Kaufkraft des Euros so stark gesunken. Bei 0,6% Rendite auf einem Sparbuch, verlieren Sparer real 1,9% an Kaufkraft pro Jahr, was den Sinn des Sparens ad absurdum führt.

Open in new window
Die Inflation flog im Oktober mit einem Anstieg von 2,5% in Deutschland durch die Decke


Die Verbraucherpreisindizes, die dem Bürger die offizielle Teuerung vorgaukeln sollen, sind harmonisiert und substituiert, womit man den technologischen Fortschritt herausrechnet sowie Güter, deren Preis stark gestiegen sind, durch jene ersetzt, die noch günstiger sind. Orientiert man sich an amerikanischen Statistiken, die die Teuerung realistischer nach einer alten Methode von 1980 berechnen und bei ca. 10% ausweisen, so muss man zu dem logischen Schluss kommen, dass die Teuerung in Deutschland in Realität mindestens 5% höher liegt, wie offiziell verkündet wird.

Die "Inflationsrate" dürfte daher mindestens bei 7,5% liegen, womit die Leihgabe an die Bank über das Sparbuch jedes Jahr durchschnittlich 7% an Kaufkraft verliert. Da der Staat Sparer unbemerkt über die Inflationspolitik enteignet will (Finanzielle Repression), ist die Fälschung von Statistiken primäre Aufgabe des hauseigenen Bundesamtes für Statistik. Man sollte eben keiner Statistik trauen, die man nicht selbst gefälscht hat.


Deutsche Wirtschaft schrumpft

Nach Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft ist die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal erstmals seit 2015 geschrumpft. Unter Berücksichtigung der Daten des Europäischen Statistikamtes soll nach dem IfW das BIP um 0,3% gesunken sein, wobei es die für die Bevölkerung veröffentlichte Schätzung erst am 14. November geben wird. Berücksichtig man die inoffizielle Teuerung, so befindet sich Europa höchstwahrscheinlich spätestens seit 2008 in einer dauerhaften Rezession.

Aufgrund der Geldschwemme der Zentralbanken, ist die Weltwirtschaft 2008 nicht in eine harte Rezession, welche die Wirtschaft von Fehlallokationen befreit hätte, abgerutscht, sondern in ein langsames sozialistisches Siechtum übergegangen, während sich die Fehlallokationen in dieser Zeit noch potenziert haben. Dass das BIP in Europa selbst offiziell seit 2008 kaum gestiegen ist, obwohl die EZB die Geldmenge seither verdoppelt hat, zeigt das Scheitern der sozialistischen Interventionspolitik und des gesamten planwirtschaftlichen Unsinns.


Edelmetalle nehmen Fahrt auf

Der Goldpreis testete in dieser Woche zum vierten Mal den Widerstand bei 1.238 $. Nach dem Motto "Alle guten Dinge sind Vier", könnte der Sprung darüber bald gelingen, worauf ein schneller Anstieg bis 1.280 $ folgen dürfte. Dem Platinpreis gelang es in dieser Woche bereits den seit Wochen umkämpften Widerstand bei 840 $ zu durchbrechen, worauf ein Anstieg bis 869 $ folgte.

Auch der Silberpreis konnte gestern wieder deutlich zulegen und ist dabei eine Konsolidierungsformation bullisch aufzulösen, was einen weiteren Preisanstieg nach sich ziehen würde. Interessant ist, dass dieser Anstieg nun im Rahmen einer Erholung am Aktienmarkt gelingen konnte, wobei ein schwächerer Dollar in den letzten beiden Tagen den Edelmetallen unter die Arme geholfen hatte. Für die nächsten Wochen sind wir noch bullisch und sehen höhere Notierungen am Edelmetallmarkt.

Open in new window
Die Erholung bei den Edelmetallen dürfte sich noch etwas fortsetzen



Bewerten 
A A A
PDF Versenden Drucken

Für den Inhalt des Beitrages ist allein der Autor verantwortlich bzw. die aufgeführte Quelle. Bild- oder Filmrechte liegen beim Autor/Quelle bzw. bei der vom ihm benannten Quelle. Bei Übersetzungen können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Der vertretene Standpunkt eines Autors spiegelt generell nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers wieder. Mittels der Veröffentlichung will dieser lediglich ein pluralistisches Meinungsbild darstellen. Direkte oder indirekte Aussagen in einem Beitrag stellen keinerlei Aufforderung zum Kauf-/Verkauf von Wertpapieren dar. Wir wehren uns gegen jede Form von Hass, Diskriminierung und Verletzung der Menschenwürde. Beachten Sie bitte auch unsere AGB/Disclaimer!




Alle Angaben ohne Gewähr! Copyright © by GoldSeiten.de 1999-2018.
Die Reproduktion, Modifikation oder Verwendung der Inhalte ganz oder teilweise ohne schriftliche Genehmigung ist untersagt!

"Wir weisen Sie ausdrücklich auf unser virtuelles Hausrecht hin!"