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Marktturbulenzen im Oktober: Goldinvestments zahlen sich aus

08.11.2018  |  Redaktion
Die Goldpositionen verschiedener Fondsmanager haben sich während des Aufruhrs an den weltweiten Aktienmärkten im vergangenen Monat offenbar bezahlt gemacht. In einem kürzlich auf FTAdvisor.com veröffentlichten Artikel erklären mehrere Investmentprofis, warum sie sich dafür entschieden haben, einen Teil ihres Fondskapitals in Gold anzulegen.

Der Investmentfonds Troy Trojan hält beispielsweise Goldanlagen im Wert von 210 Millionen Pfund - die größte Position in dem insgesamt 4,1 Milliarden Pfund umfassenden Portfolio. Sebastian Lyon, der Manager des Fonds, erklärt, dass er schon seit Langem auf Gold setzt, weil sich der Kurs des Edelmetalls für gewöhnlich entgegengesetzt zu den Aktienmärkten entwickelt. Die unkonventionelle Geldpolitik der Zentralbanken in den letzten Jahren und deren mögliche "unbeabsichtigte Auswirkungen" hätten ihn zudem dazu bewogen, seine Engagements am Goldmarkt weiter auszubauen. Diese Entscheidung kommt dem Fonds nun zu Gute: Im letzten Quartal lieferte er dem Artikel zufolge die drittbeste Performance von insgesamt 173 Investmentfonds im gleichen Sektor.

Auch Alastair Mundy, der die Anlagegesellschaft Temple Bar mit einem Fondsvermögen von 1 Milliarde Pfund leitet, sichert sich schon seit Jahren durch Goldinvestitionen ab. Im letzten Monat machte sein Fonds aus diesem Grund nur einen Verlust von 2,9%, verglichen mit einem durchschnittlichen Minus von 4,6% bei allen britischen Investmentfonds. Mit dieser Performance zählte Temple Bar im Oktober zu den besten 25% im Vereinigten Königreich. Mundy geht dem Artikel zufolge davon aus, dass sich Gold in einem Umfeld steigender Zinsen und steigender Inflationsraten positiv entwickelt.

Auch eine allgemeine Unsicherheit der Märkte bezüglich der Folgen der strafferen Geldpolitik könnte den Kurs des gelben Metalls stützen. Agathe Demarais, Chefökonomin der Economist Intelligence Unit, kommentiert die aktuelle Lage folgendermaßen: "Die Auswirkungen, die der Entzug enormer monetärer Impulse auf die Finanzmärkte haben wird, sind bislang noch relativ unbekannt. In den USA könnten die Inflation und die Zinssätze schneller steigen, als bislang von den Märkten eingepreist wird, und zu Kursrückgängen bei zahlreichen Assets führen, die jahrelang durch die ungewöhnliche Geldpolitik gestützt wurden."

Dieser Einschätzung zufolge haben die Turbulenzen also womöglich gerade erst begonnen. Dass Gold in einer volatilen Marktumgebung helfen kann, Verluste zu minimieren und Risiken abzusichern, hat das Edelmetall erst im Oktober wieder unter Beweis gestellt.


© Redaktion GoldSeiten.de



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