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Das Ende eines Superzyklus

15.11.2018  |  Egon von Greyerz
Open in new windowIn einer Welt des Falschpapiers, des elektronischen Falschgeldes und der Scheinbewertungen von Vermögensanlagen, ist die wahre Bedeutung des Goldes verloren gegangen. Endlose Kreditexpansion und Geldschöpfung ließen die Vermögenswertpreise explodieren, und Anleger haben Scheinprofite gemacht, die nur dem Anschein nach echt sind.

Doch der unmittelbar bevorstehende säkulare Abschwung an Schulden- und Asset-Märkten wie auch in der Weltwirtschaft wird zeigen, wie irreal diese Profite eigentlich sind. 90% der gesamten Papiervermögen, oder mehr, werden dann in Rauch aufgehen. Aus diesem Grund sollten sich Investoren jetzt auf die größte Vermögenszerstörung und auf den größten Vermögenstransfer der Geschichte vorbereiten.


Gold ist kein Investment

Gold ist kein Investment. Es ist das einzige Geld, das historisch betrachtet überhaupt überlebt hat. Wer Gold also nur wegen der Spekulativgewinne kauft, versteht die wahre Bedeutung des Goldes nicht. Seit 5.000 Jahren ist Gold ein Zahlungsmittel und ein Wertaufbewahrungsmittel. Es ist unwahrscheinlich, dass sich diese Attribute auf absehbare Zukunft ändern werden, weil es sich hierbei um eine Tradition handelt, die auf vernünftigen Werten und Prinzipien gründet und Jahrtausende überdauert hat.

Anfang 2002 hatten wir beträchtliche Mittel in Gold investiert - für unsere Kunden und uns selbst, damals zu 300 $ pro Unze. Seither haben wir uns nicht einmal Gedanken darum gemacht, dass dieser Bullenmarkt vorbei sein könnte. Ende der 1990er, als Gold völlig vergessen, ungeliebt und unterbewertet war, war mir klar, dass Goldkäufe ein extrem niedriges Risiko darstellten.


Regierungen: Die Garantie für den Aufstieg des Goldes

Tatsächlich sind Goldbestände immer mit geringem Risiko verbunden, wann auch immer es gekauft wird. Denn Staatsregierungen und Zentralbanken garantieren permanent für das Fortkommen des Goldpreises. Das machen sie, indem sie kontinuierlich Kredite ausgeben und Geld schöpfen, was mit der Zeit einer Garantie für immer steigende Goldpreise gleichkommt - gemessen in Fiat- oder Papierwährungen. Folglich garantieren Staatsregierungen, dass Papiergeld immer solange entwertet wird, bis es den Nullpunkt erreicht hat, so wie es historisch betrachtet immer schon der Fall gewesen ist.

Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück - NULL!
Voltaire 1729


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Aus diesem Grund wird jeder Goldkäufer wissen, dass er nicht verlieren kann, solange er Geduld hat und das Gold aus den richtigen Gründen hält. Diejenigen, die Gold zu Spekulationszwecken kaufen, werden teuer kaufen und billig verkaufen. Nur sehr wenige, die Vermögensschützer ausgenommen, hatten Gold im Jahr 2000 oder 2002 auf dem Schirm.

Als sich Gold 2006 aber auf 600 $ verdoppelte (und sich 2009/10 nochmals auf 1.200 $ verdoppelte) begannen immer mehr Menschen das gelben Metall zu kaufen. Die beste Zeit, um irgendetwas zu kaufen, ist die Zeit, wenn niemand interessiert ist und die Medien nicht darüber berichten. Doch der Durchschnittsinvestor wird solange warten, bis dieses Etwas schon deutlich gestiegen ist und Schlagzeilen macht.


Ohne Goldstandard werden Schulden und Gold steil steigen

Ob man nun Gold bei 300 $ oder 1.900 $ gekauft hat - die gute Nachricht ist: Es kommt nicht darauf an. Die Regierungen dieser Welt werden weiterhin dafür garantieren, dass Ihr Gold im Verhältnis zum Papiergeld drastisch an Wert gewinnen wird.

Es gibt Zeiten, in denen Goldbestände allein ein sicheres Asset sind, das seinen Wert hält aber im Verhältnis zu Papiergeld nicht aufwertet. Das sind die ganz seltenen Zeiten stabilen Geldes, wenn die Regierungen kein Geld ausgeben, das sie nicht haben. In solchen Zeiten leben wir aber nicht - da brauchen Sie sich keine Gedanken machen!

Die Unterbindung der Golddeckung des Dollars 1971 durch Nixon war der Beginn der Heureka!-Momente für alle Zentralbanker. Jetzt war ein anarchischer Wettbewerb angebrochen, die Druckerpressen wurden weltweit hochgefahren und Geld wurde unbegrenzt gedruckt. Von diesem Tag an stiegen die Schulden exponentiell an und Gold stieg innerhalb von 9 Jahren von 35 $ auf 850 $.

Seit 2006 - als wir den Beginn der Großen Finanzkrise erlebten - hat sich die globale Verschuldung von 125 Billionen $ auf 250 Billionen $ verdoppelt. Wenn wir noch Derivate und ungedeckte Verbindlichkeiten hinzurechnen, bewegt sich die globale Verschuldungssumme zwischen 2 und 2,5 Billiarden $. Der aktuelle Goldpreis spiegelt in keinster Weise diese massive Kreditexpanison wieder. Und auch nicht das Risiko, das in den letzten 12 Jahren exponentiell angestiegen ist.



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