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Panik am Anleihemarkt nur eine Frage der Zeit - Gold wird profitieren

16.11.2018  |  Mark J. Lundeen
- Seite 5 -
Eines ist sicher: An den Kreditmärkten gibt es eine unbekannte Schwelle, und wenn die steigenden Anleiherenditen oder der US-Leitzins diese übertreten, wird es zu einer Panik kommen, weil sich der Fokus der Marktteilnehmer dann auf das Risiko von Zahlungsausfällen und Pleiten verlagert. Das wird auch für die Investoren an den Aktienmärkten kein erfreulicher Tag werden - wohl aber für diejenigen, die physische Gold- und Silberanlagen besitzen und in die Aktien der Edelmetallproduzenten investiert sind.

Der nächste Chart zeigt den US-Leitzins (die Fed Funds Rate) sowie die Rendite der langfristigen US-Staatsanleihe. Können diese auf ihr Niveau von 2007 zurückkehren, ohne dass es zu einer weiteren Kreditkrise kommt? Der obenstehende Chart macht deutlich, dass sich die Gesamtmenge der Schulden, die bedient werden müssen, seit 2007 beträchtlich erhöht hat, während das persönliche Einkommen nicht annähernd so schnell gestiegen ist.

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Unten folgt ein Bear's-Eye-View-Chart (BEV-Chart), der bis ins Jahr 1969 zurückreicht. Während des Bärenmarktes von 1980 bis 1999 ist der Goldpreis 70% gesunken. Der aktuelle Rückgang nach dem Allzeithoch im August 2011 belief sich per Dezember 2015 dagegen nur auf 45% (Nr. 1). Das ist ein starker Kursverlust, aber nicht vergleichbar mit dem Rückgang um 70% zwischen 1980 und 1999.

Zum nächsten Abwärtstrend (Nr. 2) kam es im Dezember 2016, als der Goldkurs im BEV-Chart auf die -40-%-Linie sank. Der dritte Rückgang (Nr. 3) hat den Preis bislang nur um 38,29% fallen lassen, wobei das Tief am 15. August verzeichnet wurde.

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Den Goldmarkt zu beobachten ist zur Zeit so aufregend, wie Wandfarbe beim Trocknen zuzusehen. Es ist jedoch erwähnenswert, dass der Abwärtstrend Nr. 2 den Kurs nicht unter das Tief des ersten, langen Rückgangs sinken ließ, und dass im Rahmen von Abwärtstrend Nr. 3 das zweite Tief bislang ebenfalls nicht erreicht wurde. Die Bodenbildung nach dem letzten Rückgang liegt nun außerdem schon drei Monate zurück und seitdem hat sich der Goldkurs im Grunde genommen nicht bewegt.

Drei Monate sind eine lange Zeit, um absolut nichts zu tun. Irgendwann in der Zukunft wird aber wieder Bewegung in den Goldmarkt kommen, und dann wird der Kurs höchstwahrscheinlich über die -28-%-Linie im BEV-Chart ausbrechen, an der seit 2016 nun schon zwei Goldrallys zum Erliegen kamen.


© Mark J. Lundeen



Dieser Artikel wurde am 11.11.2018 auf www.gold-eagle.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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