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Ray Dalio erwartet Entmachtung des Dollars und Abschwung an den Märkten

24.11.2018  |  Redaktion
In dem Podcast "Masters in Business" für Bloomberg zeichnet der Star-Investor und Hedgefondsmanager Ray Dalio ein wenig optimistisches Bild von der aktuellen wirtschaftlichen und weltpolitischen Lage.

Die Welt gleiche heute der Welt der späten 1930er Jahre, sagte er gegenüber dem Journalisten Barry Ritholtz. Heute wie damals befinden sich die Finanzmärkte nach Einschätzung des Profis in der Endphase eines kurzfristigen Konjunkturzyklus, da die US-Notenbank Fed die Geldpolitik strafft und die Aktienkurse in den USA zahlreiche Rekordhochs verzeichneten.

Äußerst problematisch ist nach Einschätzung von Dalio zudem, dass die Welt in Schulden regelrecht ertrinkt. Er sieht darin ein langfristiges Problem, für das es keine einfache Lösung gibt, da die Zinssätze in zahlreichen Industriestaaten noch immer in der Nähe ihrer absoluten Tiefstwerte liegen und die Zentralbanken in vielen Ländern bereits Schuldtitel und andere Wertpapiere im Wert von mehreren Billionen Dollar aufgekauft haben.

Der Experte wiederholte während des Gesprächs zudem seine Ansicht, dass der US-Dollar seinen privilegierten Status als globale Reservewährung einbüßen wird. Er hatte bereits früher die Sorge geäußert, dass sich die großen ausländischen Investoren aufgrund der zunehmenden Haushaltsdefizite der USA - und der infolgedessen immer weiter steigenden Staatsverschuldung - eines Tages von den US-Märkten zurückziehen würden. Der Dollar könnte ihm zufolge dann leicht 30% seines Wertes verlieren.

"Die Rolle des US-Dollars wird abnehmen", sagte Dalio nun im Interview. "Ich denke, dass wir den Aufstieg anderer Währungen sehen werden." Um welche Währungen es sich dabei handeln wird, wollte der Investor jedoch nicht kommentieren.

Darüber hinaus erzählt er auch, wie er die Aufhebung des Goldstandards durch Richard Nixon erlebte, der im Jahr 1971 die letzte Bindung des US-Dollars an das gelbe Metall kappte. "Für Geld bekam man Gold, und nun brach das System zusammen", sagt er. "Das war das Eingeständnis der Zahlungsunfähigkeit. Ich erinnere mich, wie ich am Montagmorgen zur New Yorker Börse ging und dachte, dass das eine große Krise ist und der Aktienmarkt tief fallen würde. Doch stattdessen gingen die Kurse durch die Decke."

Der Profi-Investor rät jedoch allen Anlegern dazu, ihre Portfolio zu diversifizieren und 5-10% ihres Kapitals in Gold zu investieren, um sich gegen politische Risiken abzusichern. Das Problem sei, dass die gesamte Welt derzeit "gehebelte Long-Positionen" halte. Die niedrigen Zinsen hatten Aktienrückkäufe, Fusionen und Übernahmen sowie stetig neue Hochs an den Börsen begünstigt. Doch dies könne nicht ewig so weitergehen. "Sie müssen sich in Zukunft auf niedrigere Gewinne vorbereiten", warnt Dalio.

Hier können Sie das gesamte Gespräch (in Englisch) sehen:



© Redaktion GoldSeiten.de



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