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Liebe, Angst und Inflation: Das Dreiergespann des Goldmarktes

01.12.2018  |  David Smith
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Steward Thomson von Graceland Updates https://gracelandupdates.com/ identifiziert den entscheidenden Unterschied, der praktisch garantiert, dass Inflation das angestrebte Szenario bleibt, solange dies im Rahmen des Menschenmöglichen liegt. Er schreibt:

"Wenn eine Finanzkrise im Privatsektor auftritt, dann nimmt sie üblicherweise eine deflationäre Form an. Wenn sie dagegen die Regierung betrifft, ist die Entwicklung inflationär. Bei der nächsten Superkrise in der westlichen Hemisphäre wird es sich voraussichtlich um eine Regierungskrise handeln, nicht um eine Krise des privaten Sektors... und der Ort, an dem diese Krise höchstwahrscheinlich beginnen wird, sind die Vereinigten Staaten."


Wie der Motor der Goldnachfrage gegen eine Angebotswand fährt

Der Trend wird Ihr Feind, wenn er sich anders entwickelt als Sie erwartet haben. Trotz der erhöhten Ausgaben für Explorationsprogramme wird die Entdeckung neuer Goldlagerstätten immer seltener, kostspieliger und zeitaufwendiger. Auch die Entwicklung einer Mine bis zum Beginn des Abbaus dauert immer länger, wenn schließlich ein neues Vorkommen entdeckt wurde.

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Die Anzahl neu entdeckter großer Goldlagerstätten hat deutlich abgenommen
(Quelle: Katusa Research)


Am Silbermarkt, wo das Angebot durch ganz eigene Faktoren bestimmt wird, macht der Minenausstoß ebenfalls keinen besonders robusten Eindruck. Gemäß den aktuellen Produktionszahlen werden für jede Unze Gold nur neun Unzen Silber gewonnen, doch das Preisverhältnis von Gold und Silber liegt bei 85:1. Ist hier etwas ernstlich aus dem Gleichgewicht geraten?

Sieben Jahre nach einem bedeutenden, aber höchstwahrscheinlich nicht dem Top des Goldpreises bei rund 1.900 $ glänzt das Edelmetall noch immer in der Kategorie der Vermögensschutz-Assets. Es ist hochliquide, leicht zu lagern, leicht zu teilen und war historisch gesehen immer zuverlässig.

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Innerhalb der letzten 20 Jahre hat sich Gold besser entwickelt als die Aktienmärkte - und die Inflation geschlagen.


2001, am Ende der 20-jährigen Baisse am Silbermarkt, sagte Doug Casey:

"Während des Tops beachten die Anleger die Fundamentaldaten nicht mehr, weil sie glauben, dass diese nicht mehr relevant sind. Während der Bodenbildung beachten sie sie nicht, weil ihnen das Asset ohnehin völlig egal ist."

Kommt Ihnen das heute bekannt vor?


Was haben die globalen "Finanzzauberer" seit 2008 gelernt?

2008 belief sich die weltweite Gesamtverschuldung auf 170 Billionen Dollar, was etwa 275% des Bruttoweltprodukts entsprach. Heute sind die Schulden auf über 250 Billionen Dollar angewachsen und entsprechen damit mehr als 300% der globalen Wirtschaftsleistung. Die Zauberer der Finanzwelt scheinen aus den Krisen, die das globale Finanzsystem um ein Haar zu Fall gebracht hätten, also herzlich wenig gelernt zu haben.

Wenn Sie die Gelegenheit noch nicht genutzt und bei sinkenden Kursen eine physische Position in Gold und Silber aufgebaut haben, oder wenn Sie Ihre Bestände noch aufstocken wollen, dann sollten Sie sich fragen, ob nicht heute vielleicht Ihr Glückstag ist.


© David Smith
The Morgan Report



Der Artikel wurde am 27. November 2018 auf www.moneymetals.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.

Hinweis: Der Brief "Der Morgan Report" kann in deutscher Sprache unter www.morgan-report.de abonniert werden.

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