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Gold, das ursprüngliche Geld und die Fiat-Währung

25.12.2018  |  Kelsey Williams
Die ersten Goldmünzen tauchten etwa 560 vor Christus auf. Über die Zeit hinweg wurde es Brauch, dass man große Mengen Gold in Lagerhäusern unterbrachte. Papierquittungen wurden ausgestellt, die zertifizieren sollten, dass Gold eingelagert war. Diese Quittungen waren handelbare Instrumente des Handelsgewerbes, die auf andere Personen übertragen werden konnten. Sie galten nicht als tatsächliche Währung, sind aber vermuteter Vorläufer unseres modernen Zahlungssystems.

Gold ist das ursprüngliche Geld. Es galt schon als Geld, bevor Papierquittungen überhaupt ausgegeben wurden. Diese Quittungen galten nicht als echtes Geld, sondern waren nur ein Ersatz. Heutzutage stehen alle Papierwährungen stellvertretend für echtes Geld.

Der Begriff "Fiat-Geld" wird oft verwendet und kommt in finanziellen und wirtschaftlichen Analysen sowie Kommentaren zur Anwendung. Es gibt verschiedene Definitionen, doch diese unterscheiden sich etwas in ihrer Genauigkeit und Klarheit, und sind oftmals auch unvollständig. In einigen Fällen verleihen uns diese Erklärungen nur eine wage Vorstellung des Begriffs und seiner Anwendbarkeit.

Die spezifische Definition, die ich persönlich als am genauesten und vollständigsten empfinde, lautet wie folgt:

"Fiat-Geld ist uneinlösbares Papiergeld, das durch Regierungserlass zum gesetzlichen Zahlungsmittel wurde."

In der obigen Definition befinden sich nicht weniger als vier einzelne Begriffe - wobei jeder von ihnen seine eigene Definition besitzt - die für ein vollständiges, genaues und klares Verständnis des Fiat-Geldes wichtig sind. Diese sind: 1) uneinlösbar, 2) Papiergeld, 3) gesetzliches Zahlungsmittel, 4) Regierungserlass. Lassen Sie uns jedes dieser Wörter genauer betrachten.

Eine Definition für uneinlösbar lautet: "bei Bedarf nicht in eine andere Form des Geldes umtauschbar". Das ist größtenteils korrekt, doch für unsere Zwecke nicht spezifisch genug. Hier ein Auszug aus "History of Gold as Money":

"Erst im frühen 20. Jahrhundert war es möglich den US-Dollar zu einer Rate von 20 Dollar je Unze (20,67 Dollar) vollständig in Gold umzutauschen. Man konnte 20 Dollar der Papierwährung gegen eine Unze Gold eintauschen, gewöhnlich in Form von Münzen - und umgekehrt. Diese beiden Währungen waren austauschbar und beide waren auf Verlangen zahlbar.

Im Jahr 1933 erließ Präsident Roosevelt eine Verfügung, die 'das Horten von Goldmünzen, Goldbullion und Goldzertifikaten innerhalb der festländischen Vereinigten Staaten' verbot."


Eine bessere Definition von uneinlösbar wäre: "bei Bedarf nicht umtauschbar (umwandelbar) in Gold (d. h. echtes Geld)".

Eine einfache Definition von Papiergeld wäre: "Geld in Form von Banknoten". Jegliches Papiergeld ist ein Ersatz für echtes Geld/Gold. Es besitzt keinen innewohnenden Wert.

Die Definition für gesetzliches Zahlungsmittel lautet: "Banknoten, die akzeptiert werden müssen, wenn sie als Zahlung für eine Verbindlichkeit angeboten werden".

Und zuletzt die Definition des Regierungserlasses: "Ein Rechtsgrundsatz, der typischerweise von einem Staatsoberhaupt erlassen wird..." Dieser besitzt einen autoritären Charakter.

Lassen Sie uns nun einen Blick auf den US-Dollar werfen:

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Es gibt keine Aussage, die garantiert, dass der Dollar bei Bedarf gegen Gold (d .h. echtes Geld) eingetauscht werden kann. Noch kann er gegen irgendeine andere Form des Geldes eingetauscht werden. Im wörtlichen Sinne bedeutet das, dass der US-Dollar definitiv uneinlösbar ist. Verwechseln Sie einen Währungsumtausch oder den Kauf von Gold am offenen Markt nicht mit Konvertibilität. Es gibt keine Verbindung zwischen dem Dollar und einer anderen Form des Geldes mittels einer bestimmten Menge und einem bestimmten Preis.


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