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EU lockert Regeln für schlechte Kredite

18.12.2018  |  Vertrauliche Mitteilungen
Einst versprach die EZB unter Mario Draghi - im Rahmen des Staatsanleihen-Aufkauf- bzw. Monetarisierungsprogramms - nur von Staaten der Eurozone und nicht von einzelnen Unternehmen herausgegebene Anleihen aufzukaufen. Dieses Versprechen wurde längst gebrochen und schlimmer noch:

Es werden nicht nur auch Anleihen privater Firmen gekauft, sondern die Kaufentscheidungen wurden ebenfalls auf private Geldinstitute wie z.B. die Deutsche Bank etc. übertragen. Damit wurden alle Regeln der Eurozone gebrochen.

Wann immer man aber bisher glaubte, dieser Betrug sei kaum mehr zu übertreffen, mußte man stets feststellen, daß es noch schlimmer kommen kann. So auch jetzt wieder.

Nachdem die EZB nun Teile der Kredite insolvenzbedrohter Banken, insbesondere aus Italien, Spanien und Portugal sowie Griechenland, aufgekauft und damit einigen internationalen Spekulanten Milliardengewinne beschert hat, drohen diese Banken - wie absehbar - nun gleichwohl an der bei ihnen verbliebenen Kreditlast zu ersticken und insolvent zu werden.

Um diese drohenden Bankpleiten noch etwas hinauszuzögern, will das EU-Parlament nun die Regeln für die Behandlung "fauler" Kredite in den Bankbilanzen lockern. Eigentlich sollten die betroffenen Kreditinstitute - insbesondere die italienischen pleitebedrohten Banken - ihre höchst ausfallbedrohten Kredite in absehbarer Zeit abbauen bzw. vollständig mit Eigenkapital hinterlegen.

Damit sollte verhindert werden, daß nicht mehr einbringbare Forderungen den betroffenen Banken „unvorhersehbare“ Verluste bescheren und damit eine Insolvenz auslösen könnten.

Auf Druck Italiens zog Landsmann Mario Draghi schließlich seine bisherige Forderung nach einer entsprechenden Behandlung dieser faulen Darlehen zurück.

Jetzt wird das EU-Parlament zur Hilfe gebeten, um die daraus resultierenden und sicherlich bald anfallenden Verluste mit Hilfe lockerer Bilanzierungsregeln zunächst noch zu verschleiern und schließlich den europäischen Bürgern - insbesondere den deutschen Steuerzahlern - aufbürden zu können.

Daß mit diesem Bruch sämtlicher europäischer Regeln, des Maastricht-Vertrages und aller guten Sitten der Bilanzierung nun die Regeln für die faulen Kredite aufgeweicht werden sollen, ist nicht nur skandalös, sondern zeigt auch, daß kaum noch ein Interesse daran besteht, den Wert des Euro langfristig aufrechtzuerhalten.


© Vertrauliche Mitteilungen

Auszug aus dem Infoblatt Vertrauliche Mitteilungen - aus Politik, Wirtschaft und Geldanlage, Nr. 4316



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