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Defla XXXL-EZB vertieft das schwarze Loch

16.12.2018  |  Christian Vartian
Die EZB erwartet negatives Wachstum der Wirtschaft der EUR- Zone für 2019 und strafft dennoch die Geldmengenkurve.

Der Ankauf von Staatsanleihen wird eingestellt. Mit einem massiven Kursrutsch zumindest der Summe der EUR-Zonen Staatsanleihen und entsprechenden Konsequenzen ist zu rechnen. Die aktuellen Kurse sind weit überhöht, insb. im Vergleich zu US-Staatsanleihen:
  • Rendite der US-10 Jahres Staatsanleihen: +2,9%
  • Rendite der Portugal-10 Jahres Staatsanleihen: +1,67%
  • Rendite der Spanien-10 Jahres Staatsanleihen: +1,42%
  • Rendite der Italien-10 Jahres Staatsanleihen: +2,96%
  • Rendite der Frankreich-10 Jahres Staatsanleihen: +0,72%
  • Rendite der BRD-10 Jahres Staatsanleihen: +0,26%
  • Rendite der Österreich-10 Jahres Staatsanleihen: +0,51%

Marktwirtschaftlichen Verhältnissen kann eine derartige Divergenz nicht standhalten, Spanien ist nicht doppelt so solide und leistungsfähig wie die USA, Frankreich ist nicht vier mal so solide und leistungsfähig wie die USA und die BRD ist nicht 11 Mal solider und leistungsfähiger als die USA.

Diese Divergenz ist auch eindeutig nicht aus marktwirtschaftlichen Verhältnissen entstanden, denn bislang hatte:

  • Die EZB Staatsanleihen der EUR-Zone massiv aufgekauft (und damit Geldmenge geschaffen, die andere kollabierende Geldmengenteile teilweise kompensierte) und damit die Kurse der Staatsanleihen von Portugal, Spanien, Italien, Frankreich, der BRD ... künstlich erhöht;

  • Die FED nicht nur nicht Staatsanleihen der USA gekauft, sondern aktiv Staatsanleihen der USA in den Markt verkauft und damit Geldmenge reduziert und künstlich die Kurse der Staatsanleihen der USA gesenkt.

Nun können die Kurse der Staatsanleihen der EUR-Zone sobald die EZB diese nicht mehr kauft, nur durch massives Sinken ihrer Kurse ihre Rendite in ein realistisches Verhältnis zu den Renditen der US-Staatsanleihen bringen.

Das bedeutet aber viel tiefere Kurse mitsamt den ensprechenden Problemen für Banken, Staatshaushalte, Steuerzahler, ESM usw. Es macht nach der noch herrschenden Monetaristischen Finanztheorie den EUR stärker, nur ist die Theorie bewiesen falsch und was passiert ist:

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Der EUR ist natürlich gecrasht.

Der Substanzwert einer Währung ist nämlich vollständig irrelevant, weil er ohnehin nicht existiert. Währungen sind kein Wert, daher werden sie nicht wertloser beim Gelddrucken und nicht wertvoller beim Verknappen, sondern man kauft sie, um an der Wirtschaftsparty teilzunehmen, die im Währungsraum läuft und wo keine Party ist, sondern Blutsparen, läuft man nicht hin, sondern weg, ganz einfach, ganz logisch und ganz richtig.

Das Chinesische Wachstum kommt noch schwächer als erwartet. Die Chinesischen Einzelhandelsumsätze haben den tiefsten Stand seit 2003, ein 15-Jahres- Tief. Auch hier wieder zur Dogmadoktrine der Monetaristen, in der EU voran Schäuble, Draghi und andere: Diese Ideologie lautet ja zu Hause einsparen, einsparen, Löhne drücken um noch mehr exportieren zu können dorthin, wo noch Geld gedruckt wird. Blöd nur, wenn im Exportzielraum die Konsumausgaben auf 15 Jahres - Tief sind.

Das Modell ist also gescheitert.

Die EZB behauptete selbst, dass Ihre Aussicht für die Wirtschaft der EUR-Zone in 2019 eine Schrumpfung sei, nun die Exportmärkte konsumieren auf 15-Jahrestief, da ist auch kein Geld mehr da.

Was müsste die EZB tun: Geldmenge zu Gunsten des Konsums in der EUR-Zone erhöhen. Was tut sie stattdessen: Das Gegenteil, sie senkt sie. Crash also möglich, mit Vorsatz und nicht einmal der Behauptung, man kenne die selbst geschaffenen Risken nicht.

Die US-Retail-Sales kamen 1/3 unter den Erwartungen, da sitzt die FED mit ihren Zinserhöhungen drauf und verhindert jeden Boom. Die FED hat noch nicht bekundet, nun mit dem Abwürgen der deflationierenden Welt aufhören zu wollen.

In Börsenmedien wird schon der „großen Knall“ nicht mehr ausgeschlossen und dass wir das seit einem Jahr schon schreiben, adelt zwar ex post unsere volkswirtschaftliche Qualität, hilft der Situation aber auch nicht.

Sehr gut anschnallen!

Gold und SPX 500 mit permanenten Kehrtwenden, beim SPX 500 an brandgefährlichen, möglichen Startniveaus für Kurswasserfälle, beim Gold mit wenig Abstand über solchen.

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Eine höchtsnervöse Situation wurde mit Vorsatz von staatlich bezahlten unabhängigen Zentralbankbeamten geschaffen. Normale, abhängige Beamte würden verantwortlich handeln, denn sie haben sich ja auch zu verantworten und sind nicht unabhängig.

Was bleibt da inzwischen?

Gold und Google.


© Mag. Christian Vartian
www.vartian-hardassetmacro.com



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