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Wird das Momentum für die Edelmetalle anhalten?

07.01.2019  |  Jordan Roy-Byrne
In den letzten Monaten genoss der Edelmetallkomplex eine gute Rally.

Der GDX wuchs seit seinen September-Tiefs um 25%, während der GDXJ seit seinem Tief im November um 22% gestiegen ist. Gold schoss seit seinem Tief im Oktober um mehr als 100 Dollar je Unze in die Höhe und auch Silber entwickelte sich in den letzten Wochen positiv.

Die Begeisterung der Goldgemeinschaft nahm wieder zu. Sie sind der Meinung, dass der Aktienmarkt dem Untergang geweiht ist und Gold einen richtigen Bullenmarkt begonnen hat. Das mag der Wahrheit entsprechen, doch einstweilen kommen Fragen bezüglich der Nachhaltigkeit der kürzlichen Stärke auf.

Im unteren Chart plotten wir den GDX mit seiner Advance-Decline-Linie (A/D) und dessen RSI-Indikator. Wir wissen bereits, dass die A/D-Linie einige negative Abweichungen umfasste.

Unter Beachtung des RSI wird sie 70 typischerweise mit einer starken Trendbewegung (eher früher als später) übersteigen und das deutet auf starkes Momentum hin, das wiederum eine leichte Nachhaltigkeit impliziert.

Während der GDX seinen 400-tägigen gleitenden Durchschnitt testet, fehlt es ihm an starker Marktbreite und starkem Momentum.

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Währenddessen verzeichnete Gold endlich einen RSI von mehr als 70; doch im Folgenden bildete es eine bärische Umkehr zu einem starken Widerstand bei 1.300 Dollar. Deshalb möchten wir, dass das Momentum eher früher als später einen überkauften Zustand erreicht.

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Silber (nicht gezeigt) bildete eine ähnliche bärische Umkehr als es sich seinem Widerstand bei 16,00 Dollar näherte.

Die Edelmetalle testeten ihren Widerstand, es mangelte jedoch an starkem Momentum und starker Marktbreite. Das deutet darauf hin, dass die kürzliche Stärke höchstwahrscheinlich nicht sofort nachhaltig ist.

Können die Edelmetalle die kürzlichen Zunahmen verarbeiten und beibehalten oder werden sie einen Großteil versiegen lassen, wie es jahrelang der Fall war?

Sollten die Edelmetalle korrigieren und konsolidieren, dann gibt es mehrere Faktoren, die wir beobachten sollten, einschließlich Marktbreite und die relative Stärke gegenüber Aktien und ausländischen Währungen. Zusätzlich sollten wir ebenfalls im Auge behalten, wie sich die Bergbauunternehmen im Vergleich zu Gold entwickeln.

Wenn Gold die 1.300 Dollar übertrifft und die Goldbergbauaktien über ihre 400-tägigen gleitenden Durchschnitte steigen, würde das einen Charakterwandel für den Markt signalisieren. Zu diesem Zeitpunkt wäre es schwierig für einen Bullenmarkt zu argumentieren.

In jedem Fall ist es nicht weise, dieser Stärke nachzujagen, bevor es nicht mehr Beweise dafür gibt, dass ein Bullenmarkt begonnen hat. Es wird noch genügend Zeit bleiben, in preisgünstige Juniors zu investieren, die ihren Wert verdreifachen oder vervierfachen werden, sobald die Dinge ins Rollen gekommen sind. Bedenken Sie, dass viele Juniors Monate nach den Tiefs im Januar 2015, Oktober 2008, Mai 2005 und November 2000 deutliche Entwicklungen zeigten.


© Jordan Roy-Byrne



Dieser Artikel wurde am 06. Januar 2018 auf www.thedailygold.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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