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Palladium - WTI - Gold - Betongold

19.01.2019  |  Markus Blaschzok
Palladium to the moon - Gold scheitert an Widerstand - Betongold birgt Risiken

Die US-Regierung steht wegen des Haushaltsstreits seit exakt vier Wochen still, was der längste Government Shutdown der US-Geschichte ist. Die US-Terminmarktaufsicht weigert sich ihre Berichte zu veröffentlichen, bis der Streit zwischen Republikanern und Demokraten beigelegt wurde. Der Goldpreis konnte in den vergangenen Wochen deutlich zulegen und in Euro gelang eine Rückkehr in den langfristigen Aufwärtstrend, der Mitte letzten Jahres nach unten durchbrochen wurde.

2019 könnte der Euro relativ zum US-Dollar weiter an Boden verlieren, da die Krisenherde in Europa die Europäische Zentralbank zu einer weiterhin lockeren Geldpolitik zwingen werden. Fällt der Euro auf die Parität zum US-Dollar, so wäre die nachhaltige Rückkehr in den langfristigen Aufwärtstrend des Goldpreises in Euro gesichert und gar ein Anstieg auf oder über 1.200 € je Feinunze denkbar.

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Der Goldpreis in Euro ist in den alten Aufwärtstrend zurückgekehrt


Im Dezember gab es deutliche Zuflüsse in Gold-ETFs, wobei in amerikanische ETFs 36,3 Tonnen und in europäische ETFs 39,4 Tonnen investiert wurden, was auch die Stärke des Goldpreises in dieser Zeit erklärt. Unter dem Strich gab es im Jahr 2018 einen kleinen Zufluss in Höhe von immerhin 69 Tonnen (3,4 Mrd. $) (+3%) auf 2.440 Tonnen. Die europäischen ETF-Bestände stiegen um 96,8 Tonnen (4,5 Mrd. $; +10%), während Nordamerika Abflüsse in Höhe von 13,4 Tonnen sah.

Asien weist auch ein Minus von 4,7 Tonnen aus sowie alle anderen Regionen mit -9,7 Tonnen. Es ist interessant, dass nach Jahren, in denen die Amerikaner Gold-ETFs verkauften, nun mit der Gefahr eines weiter einbrechenden Aktienmarktes wieder in den Goldmarkt investiert wurde. Es ist schön zu sehen, dass in Europa die Deutschen im Vergleich zu allen anderen Nationen weiterhin mit Abstand am stärksten Gold akkumulieren, was deren Weitsicht beweist.

Der Goldpreis verharrt seit über einer Woche auf hohem Niveau direkt unterhalb des wichtigen Widerstands bei 1.300 $. Vermutlich wurden wir hier seit einigen Tagen wieder Zeuge von Marktmanipulationen mit dem Ziel, einen Ausbruch über 1.300 $ zu verhindern. Den Goldbullen gelang es nicht die potenzielle Fortsetzungsformation in Form eines bullischen Wimpels unterhalb des Widerstands bei 1.300 $ nach oben aufzulösen, obwohl die Spekulanten sicherlich inmitten einer Kaufpanik trendfolgend dem Preis hinterherliefen und blind kauften.

Sobald die CFTC wieder ihre Arbeit aufnimmt, werden wir vermutlich auch Beweise für die Vermutung einer Drückung in den Terminmarktdaten finden. Die Goldbullen wurden heute verprügelt, nachdem die potenzielle Fortsetzungsformation bärisch aufgelöst wurde im Umfeld US-amerikanischer Aktienmärkte, die wichtige Unterstützungen zurückerobern konnten. Dem S&P 500 gelang der Sprung über 2.620 Punkte und dem Dow Jones der Sprung über 24.200 Punkte, womit das Verkaufssignal in diesen Märkten negiert wurde.

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Über eine Woche konsolidierte der Goldpreis auf hohem Niveau


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Der Dow Jones konnte einen wichtigen Widerstand zurückerobern



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