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Stressfaktor Geldmenge

23.01.2019  |  Robert Rethfeld
Der Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Geldmenge (Money Supply) und der Wirtschaft soll uns nachfolgend interessieren. Wir wollen der Frage nachgehen, in welche Richtung sich die Geldmenge üblicherweise im Vorfeld einer Rezession bewegt. Lassen sich Parallelen zur heutigen Situation ziehen?

Die Geldmenge ist der Geldbestand einer Volkswirtschaft, der sich in den Händen der Nichtbanken befindet. So heißt es bei Wikipedia. Je eng gefasster die Geldmenge, desto größer ist die Nähe zu realwirtschaftlichen Transaktionen. Aus diesem Grund legen wir unser Augenmerk auf die Entwicklung der liquidesten Form der Geldmenge, nämlich der Geldmenge M1. Diese umfasst das umlaufende Bargeld plus die Gelder, die auf Giro- und Tagesgeldkonten zu finden sind („Sichteinlagen“).

Eine fallende Geldmenge M1 ist ein Anzeichen zunehmenden Stresses im Finanzsystem. Denn sie zeigt einen Rückgang der zur Verfügung stehenden Liquidität an. Die US-Geldmenge M1 weist nur noch ein vergleichsweise geringes Wachstum von 3,2 Prozent pro Jahr auf.

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Im Euroraum ist das Wachstum der Geldmenge M1 ebenfalls rückläufig, beträgt aber immerhin 6,7 Prozent.

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Eine zyklische Mechanik lässt sich gut erkennen. In Phasen der Expansion fällt die Geldmenge häufig so lange, bis sich eine Rezession einstellt. Mit Beginn der Rezession erhöht sich die Geldmenge wieder. Senkt eine Zentralbank den Leitzins und/oder baut ihre Bilanz aus und verschafft dem Markt somit mehr Liquidität, dann erhöht sich üblicherweise die Geldmenge M1.


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