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Jeff Clark: Gold - Das Jahr 2018 und was uns 2019 erwartet

05.02.2019  |  Presse anonym
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Zinsen: Werden die Erhöhungen langsamer stattfinden oder sogar stoppen?

Langfristige Anleihen scheinen zu signalisieren, dass die Fed die kurzfristigen Zinsen wahrscheinlich genug erhöht hat. Ein weiterer Beweis dafür ist, dass das FedWatch-Tool der CME Group in der ersten Januarwoche zeigte, dass eine Wahrscheinlichkeit von 87% bestehe, dass die Zinsen entweder auf ihrem derzeitigen Niveau bestehen bleiben oder bis zum Ende 2019 sogar niedriger ausfallen werden. Die Spekulationen darüber, dass die Zinsen in den nächsten 12 Monaten steigen werden, sind auf nur noch 12% zurückgegangen.

Wenn Erhöhungen der US-Zinsen stoppen oder umgekehrt werden, dann wird Gold attraktiver, vor allem wenn die Realzinsen flach oder negativ bleiben. Weltweit wuchs die Schuldenmenge in Q4 2018 um mehr als 46%.

Die Abflachung der Renditekurve ist ebenfalls etwas, das man im Auge behalten sollte. Vor allem, wenn sie sich umkehrt. Denn dies wird häufig als Anzeichen einer drohenden Rezession angesehen. Gold wird während Zeitspannen negativen Wirtschaftswachstums typischerweise als sicherer Hafen angestrebt.


Aktienmarkt: Ein größeres Abwärtsrisiko

Nach einem neunjährigen, unaufhörlichen Lauf wäre es nicht überraschend, wenn die Aktien eine Pause einlegen würde; oder sogar in einen Bärenmarkt eintreten. Wie der ehemalige Vorsitzende der Fed, Alan Greenspan, vor kurzem sagte: "Es wäre äußerst überraschend, wenn sich der Aktienmarkt hier stabilisieren und dann in die Höhe schießen würde." Die Märkte könnten sich noch immer nach oben entwickeln, so meinte er, doch die folgende Korrektur wäre schmerzhaft. "Am Ende dieses Laufes sollten Sie Zuflucht suchen."

Starke Worte, doch wenn sich seine Diagnose als korrekt herausstellt, deuten die Fibonacci-Retracements, die auf dem kürzlichen Hoch des S&P basieren, auf niedrigere Aktienkurse hin.

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Hat ein Bärenmarkt bereits begonnen? Laut Hedge Fund Research gingen Hedgefonds 2018 kollektiv um 7% zurück, das schlechteste Jahr der Branche seit 2011.

Es scheint zumindest wahrscheinlich, dass sich die Volatilität an den Finanzmärkten fortsetzen wird. Fallende Aktienpreise und Marktturbulenzen haben historisch dafür gesorgt, dass mehr und mehr Investoren zum sicheren Hafen Gold gefunden haben.


Schulden: Nicht zu stoppen

Obgleich wir immer von Schulden begleitet werden, besteht die Sorge, dass die Schuldenschaffung keine ausreichende Menge an Wirtschaftswachstum mehr fördert. Praktisch jede Gesellschaftskategorie wird von nicht nachhaltigen Schuldenlasten überschattet:

  • US-Staatsschulden: In nur 10 Jahren sind sie von etwa 60% des BIPs auf 104% gewachsen.

  • Verbraucherschulden: Kreditkarten, Fahrzeug- und Studienschulden (mit Ausnahme von Hypotheken) sind mittlerweile auf 4 Billionen Dollar angestiegen. Dieser Wert ist ein Rekordhoch und belief sich vor nur fünf Jahren auf 3 Billionen Dollar.

  • Studienschulden: Die gesamten Studienschulden betragen nunmehr 1,6 Billionen Dollar, ein Rekordhoch. Es ist insbesondere besorgniserregend, dass dies nun die Menge an Schrotthypotheken im Spätjahr 2007 übersteigt (etwa 1 Billionen Dollar). Des Weiteren ist die Zahlungsausfallrate der Studienschulden bereits jetzt schon höher als die der Hypotheken im Jahr 2007.

  • Unternehmensanleihen: Im letzten Jahrzehnt hat sich die Anzahl an ausstehenden Unternehmensanleihen beinahe verdoppelt und erreichte 9 Billionen Dollar. Beinahe 2,5 Billionen Dollar dieser Zahl werden in BBB bewertet, beinahe das Dreifache der Menge 2008. Dies umfasst Unternehmen wie G.E., AT&T, Campbell Soup, Bayer, CVS Health, Sherwin-Williams, IBM und Keurig Dr. Pepper. Die Sorge hierbei besteht darin, dass es deutlich schwieriger sein kann, Unternehmensschulden zu verwalten oder abzubauen als Staatsschulden.

  • Gehebelter Schuldenmarkt: Besicherte Schuldenverschreibungen, oder CDOs, wurden im Jahr 2007 weltweit bei 61 Billionen Dollar bewertet, so die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Trotz Versuchen, diesen Sektor zu regulieren und den Schaden, den diese Instrumente in der Finanzkrise 2008 verursachten, zu vermeiden oder einzuschränken, hat sich der gesamte gehebelte Schuldenmarkt seitdem verdoppelt; basierend auf dem S&P/LSTA Leveraged Loan Index. S&P Global kommentierte, dass "das Risiko, das diese exzessiven Schulden mit sich bringen, bedeutend ist."

  • China: Chinas Gesamtschulden beliefen sich 2000 auf 2 Billionen Dollar. Heute sind es etwa 40 Billionen Dollar, ein Anstieg von 2.000% in weniger als 20 Jahren.


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