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Geldpolitische Kehrtwende - jetzt neuer Gold-Bullenmarkt?

01.02.2019  |  Markus Blaschzok
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Wir hätten selbst nicht gedacht, dass die Notenbanken schon jetzt den Kopf einziehen würden. Vielmehr hatten wir erwartet, dass die Krise erst etwas toben würde und Panik an den Märkten herrschen würde, bevor die Menschen derartige Maßnahmen des Staates und der Notenbanken legitimieren. Die Märkte haben sich scheinbar an die Dauerrettung der ganz und gar nicht mehr freien Märkte gewöhnt und die Notenbanken sehen keinen Spielraum, weshalb sie jetzt einzugreifen, da ihnen sonst die Kontrolle entgleitet und ein unkontrollierter Zusammenbruch der Volkswirtschaften binnen kurzer Zeit droht.

Unter diesen neuen Vorzeichen stieg der Goldpreis in dieser Woche bis an den Abwärtstrend an und erreichte im Hoch 1.326$ je Feinunze. Gold in Euro konnte gar auf 1.155 € ansteigen und ist damit klar in den langfristigen Aufwärtstrend zurückgekehrt. Hier erwarten wir aufgrund der lockeren Geldpolitik in der Eurozone weiterhin relativ starke Notierungen in 2019. Selbst der Silberpreis, der im vergangenen Jahr unter relativer Schwäche litt, konnte ansteigen und dürfte nun zunehmend durch ein Wiederaufleben der Investmentnachfrage wieder zu alter Stärke zurückfinden in diesem Jahr.

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Der Goldpreis reagierte auf die Ankündigungen der Notenbanken unmittelbar mit steigenden Preisen


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Auch der Silberpreis zog sofort mit dem Gold an und Widerstände im Chart wurden überwunden


Für Investoren am Standardaktienmarkt ist nun das Signal zum Wechsel gekommen. Die Rezession macht sich bereits breit und man versucht diese über die Inflation der Geldmenge zu verschleiern. Wir werden in der kommenden Dekade eine Stagflation, wie in den siebziger Jahren erleben, als die Aktienmärkte real um über 90% einbrachen und nominal über ein Jahrzehnt seitwärts liefen, während der Goldpreis sich verzwanzigfachte. Ein guter Indikator hierfür ist das Dow/Gold Ratio, das bereits wieder begonnen hat zu fallen.

Nachdem das Ratio in der Konjunkturscheinblüte anstieg, wird jetzt in der Stagflation, ebenso wie in den siebziger Jahren, das Ratio wieder fallen. Erst wenn das Dow/Gold-Ratio das Niveau von etwa "1" erreicht hat, dann ist frühestens an einen Verkauf von Gold zugunsten von Standardaktien zu denken, was ungefähr in zehn Jahren der Fall sein dürfte.

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Das Dow/Gold Ratio könnte nun wieder auf 1 fallen und Gold so 20-mal stärker performen als der Standardaktienmarkt


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Nominal wird der Aktienmarkt auf hohem Niveau verharren, doch inflationsbereinigt steht ein Crash bevor


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