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Zeit für einen Breakout in Gold?

05.02.2019  |  Jordan Roy-Byrne
Zuerst müssen wir definieren, was ein Breakout tatsächlich ist. Dieser tritt auf, wenn der Preis ein Muster oder eine Spanne durchbricht und damit einen neuen Trend etabliert.

Heute sind die Leute schnell dabei, jegliche Aufwärtsbewegung als Breakout anzusehen. Googlen Sie einfach "Gold-Breakout", dann werden Sie sehen, was ich meine.

Sicher, ein Schluss über 1.300 Dollar war ein Breakout für Gold. Doch das ist kaum von Bedeutung. Falls und wenn der Goldpreis den Grenzwall (Widerstand bei 1.350 bis 1.375 Dollar) durchbricht, wird das einen echten Breakout markieren.

Die gute Nachricht ist, dass sich Gold aktuell in einer deutlich besseren Position befindet als 2016, 2017 und 2018; sowohl was Fundamental- als auch technische Daten angeht.

Lassen Sie mich mit den technischen Daten beginnen.

Preisbereinigt ist Gold stärker als zu jedem anderen Zeitpunkt in den letzten Jahren.

Im unteren Chart plotten wir Gold gegenüber ausländischen Währungen, Aktien, Anleihen und Rohstoffen. Die vier vertikalen Linien stellen die Punkte dar, an denen Gold seinen Widerstandswall testete.

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Von 2017 bis 2018 wurde Gold größtenteils durch einen schwächeren Dollar angetrieben. Relativ gesehen verhielt sich Gold gegenüber ausländischen Währungen und den Aktien schwach.

Verglichen zu Sommer 2016 entwickelt sich Gold aktuell stark gegenüber Anleihen und Rohstoffen und ist kurz davor, sein 2016-Hoch gegenüber ausländischen Währungen zu testen.

Das Letzte, das Gold zurückhält, ist der Aktienmarkt. Beachten Sie, dass das Verhältnis zwischen Gold und dem S&P 500 in den letzten Tagen kein höheres Hoch verzeichnete. Obgleich es sich über seiner gleitenden Durchschnittsunterstützungslinie hält, muss es dringend ein höheres Hoch verzeichnen, um zu bestätigen, dass ein neuer Goldbullenmarkt angebrochen ist.

Die Entwicklung des Goldes im Vergleich zum Aktienmarkt steht in Verbindung mit den Fundamentaldaten für Gold.

Falls die Aktienrally und die Wirtschaftsdaten solide bleiben, könnte die Fed erneut Zinserhöhungen ins Gespräch bringen. Das ist kein bullisches Szenario für Gold. (Es ist wichtig, sich dies im Kopf zu behalten).

Wenn der Markt jedoch richtig liegt, dann hat die Fed ihre Zinserhöhungen beendet und wird 2020 die erste Zinskürzung durchführen.

Dieses Szenario impliziert letztlich Aktienmarktschwäche, ein steigendes Verhältnis zwischen Gold und dem Aktienmarkt sowie einen Breakout in Gold.

Wem sollten wir also vertrauen? Dem Markt oder der Fed, die glaubt in diesem Jahr Zinserhöhungen durchführen zu können?

Die Goldbergbauaktien bieten zusätzliche Beweise. Sie explodierten über ihren 400-tägigen gleitenden Durchschnitten und zeigten in den letzten zwei Woche starke Bandbreiten.

Aktuell scheinen die Beweise bullische Szenarien für die Edelmetalle zu favorisieren. Wenn Gold und Goldbergbauaktien ihre Outperformance gegenüber dem Aktienmarkt durchhalten, dann sollten Sie letztlich nach einem Breakout und einem ausgemachten Bullenmarkt Ausschau halten.


© Jordan Roy-Byrne



Dieser Artikel wurde am 03. Februar 2019 auf www.thedailygold.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.


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