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IWF fürchtet Rezession - Platinanalyse

05.03.2019  |  Markus Blaschzok
Weltwirtschaft schwächelt

Italien glitt kürzlich offiziell in die Rezession ab, während immer mehr Wirtschaftsindikatoren auf die nächste Wirtschaftskrise hindeuten. (US-Einkaufsmanagerindex auf 26-Monatstief, DE-Industrieproduktion mit nur +1,9% deutlich -4,7% geringer zum Vorjahr). Das BIP in der Bundesrepublik fiel in Q3 um -0,2% und stagnierte in Q4, womit die offizielle Definition einer Rezession statistisch gerade noch einmal "verhindert" wurde. Auch Kanadas BIP ist nun den zweiten Monat infolge geschrumpft und ließ nur noch ein Quartalsplus von 0,4% übrig.

In den USA stieg das BIP im vierten Quartal mit einem Plus von 2,6% besser als die erwarteten 2,2%, doch wird für das erste Quartal 2019 ein Einbruch auf nur noch 1% erwartet. Die US-Notenbank in Atlanta errechnete mit ihrem Model ein Wachstum von nur 0,3% bis zum 1. März. Auch die US-Wirtschaft scheint am Rand einer Rezession zu stehen, weshalb sich die Notenbanken auch wieder zur Reflation genötigt sahen. Die FED will daher ihr QT-Programm später im Jahr beenden.

Die verbale Stützung der Notenbanken war bisher erfolgreich, denn obwohl die zehnjährigen US-Zinsen wieder auf über 2,73% anstiegen, erlebte der Dow Jones binnen zweier Monate eine Rallye mit einem Anstieg von mehr als 16% auf über 26.000 Punkte. Noch vor zwei Monaten stand dieser Aktienindex bei nur 21.500 Punkten.

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Der US-Aktienmarkt konnte sich mit Hilfe der US-Notenbank wieder nach oben kämpfen


Auch Donald Trump forderte in einer Rede vor der CPAC vergangene Woche ein Ende des QT-Programms der US-Notenbank, da dies dem Wirtschaftsaufschwung der USA schaden würde. Er versicherte, dass er einerseits einen starken Dollar wolle, doch andererseits kurzfristig einen etwas schwächeren Dollar wünsche. Trump weiß, dass beides gleichzeitig unmöglich und langfristig nur eine starke Währung gut für sein Land ist. Ihm ist jedoch bewusst, dass sich die US-Wirtschaft in einer gigantischen Blase befindet, die durch die QE-Programme der Notenbank während der Amtszeit Obamas entstand.

Die Anhebung des Leitzinses und das QT-Programm sind gerade dabei diese Blase anzustechen und eine Rezession auszulösen. Davor hat Trump begründete Angst, denn in diesem Fall werden die Fake-Medien ihm die Schuld geben und so eine Wiederwahl womöglich verhindern. Die US-Notenbank ruderte in den vergangenen Wochen jedoch stark zurück und wird voraussichtlich im dritten Quartal das QT-Programm einstellen und keine weiteren Zinsanhebungen durchführen, weshalb sich der Aktienmarkt zuletzt auch stark zeigte. Scheinbar werden die Wünsche des US-Präsidenten gehört, was letztlich zur Stagflation führen muss und den Gold- sowie Silberpreis stützen wird.

In der letzten Woche kam der Goldpreis deutlich unter die Räder, was wir so bereits erwartet und im letzten Webinar und den letzten Analysen auch prognostiziert hatten. Durch die Änderung in der Geldpolitik hatte sich die Aufwärtsbewegung beim Gold noch einmal verlängert, sodass der Goldpreis über den Widerstand bei 1.300 $ bis zum nächsten Widerstand bei 1.345 $ ansteigen konnte. Dort wurde wiederholt auf den Preis gedrückt und letztlich brach der steile Aufwärtstrend, was nun eine Korrektur der vorherigen Aufwärtsbewegung beim Gold- und Silberpreis auslöste.

Auch die Ziele für den HUI und XAU wurden exakt erreicht, bevor der Markt auf der Stelle drehte und den Rückwärtsgang einlegte. Silber konnte, wie ebenso exakt prognostiziert, kurzfristig nicht den Kreuzwiderstand bei 16,20 $ überwinden, worauf mit dem Bruch des Aufwärtstrends nun die Korrektur begonnen hat und Silber bereits einen Dollar verlor. Silber zeigt sich ebenso wie Platin aufgrund einer aktuell unvorteilhaften Angebots- und Nachfragesituation seit längerer Zeit schwach, was noch einige Monate andauern dürfte.

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Der Silberpreis korrigierte in der vergangenen Woche deutlich


Am stärksten zeigt sich aktuell weiterhin der Palladiumpreis, der weiterhin von einem Defizit am Markt profitieren kann und in der letzten Woche bis auf 1.570 $ je Feinunze anstieg. Damit notiert Palladium mittlerweile 250 $ über dem Goldpreis. Solange das fundamentale Defizit anhält, solange kann der Preis grundsätzlich immer weiter ansteigen. In den vergangenen zwei Monaten zeigte jedoch auch Platin unvermittelt relative Stärke, was verschiedene Ursachen hat. Womöglich kommt es aktuell zu einer verstärkten Investmentnachfrage aufgrund des günstigen Ratios von Platin zu Palladium.


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