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Freitags-Einbruch

25.03.2019  |  Robert Rethfeld
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Der Dienstleistungssektor wird auch in Deutschland, das vergleichsweise stark vom verarbeitenden Gewerbe (Industriesektor) geprägt ist, dominanter. Drei Viertel der Beschäftigten arbeiten dort, in den USA sind es 80 Prozent. Ebenfalls 80 Prozent trägt der Dienstleistungssektor in den USA zum BIP-Wachstum bei.

Jeder Abschwung entwickelt sich anders und hat seine Besonderheiten. Niemals zuvor war der Dienstleistungssektor so dominant. Sollte sich der Dienstleistungssektor sich um die 50-Punkte-Marke halten können, dann sollte es lediglich zu einer leichten Rezession kommen.

Der Einbruch vom Freitag kommt umso überraschender, als sich in einigen Sentiment-Indikatoren erste Ansätze einer Erholung in Asien und in Europa zeigen. Der ZEW-Index stieg im März und auch der Sentix-Konjunkturindex stabilisierte sich. Letzteres gilt auch für das Verbrauchervertrauen im Euroraum.

Die Stimmung der US-Verbraucher erholt sich seit Ende Januar nach Beendigung der US-Haushaltssperre. Das Bloomberg-Verbrauchervertrauen erreichte vor zwei Wochen ein neues Allzeithoch. Im Vorfeld der Finanzkrise war der Vorlauf deutlich länger. Nachdem das Verbrauchervertrauen im Frühjahr 2007 zu fallen begann, erreichte der S&P 500 im Oktober 2007 nochmals ein neues Allzeithoch. Auch die Verbrauchervertrauen-Indizes der Uni Michigan und des Conference Boards zeigen sich nach einer kleineren Delle erholt.

Die US-ISM-Einkaufsmanagerindizes für den Februar waren vergleichsweise stabil. Der Dienstleistungssektor ragte mit einem Wert von 59,7 Punkten heraus.

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Für den März sieht IHS/Markit die US-Einkaufsmanagerindizes etwas schwächer als im Februar, aber nicht wirklich dramatisch. Die Verkäufe neuer Häuser stiegen in den USA im Februar an, die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe bleiben konstant niedrig.

Der Veröffentlichung des ifo-Index am Montag (25. März) kommt in dieser Situation eine besondere Bedeutung zu. Das ifo-Institut bezieht eine höhere Zahl an Unternehmen als IHS-Markit in die Umfrage ein und dürfte repräsentativer sein. Bestätigt der ifo-Index die schwachen Zahlen von IHS-Markit, dann sollten sich die Probleme fortsetzen.


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