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Lynas Corporation Ltd.: Management lehnt Übernahmeangebot ab

27.03.2019  |  Hannes Huster
Das Management von Lynas Corporation hat heute das Cash-Angebot von 2,25 AUD je Aktie von Wesfarmers (ASX: WES) abgelehnt. Es sei zu niedrig und an zu viele Konditionen geknüpft.

Viele Zeitungsberichte sind heute hierzu erschienen und der Tenor war fast immer der gleiche. Das Angebot sei opportunistisch und zu niedrig.

AFR: https://www.afr.com/chanticleer/lynas-takes-on-wesfarmers-in-david-and-goliath-battle-20190327-p517xt

Sydney Morning Herald: https://www.smh.com.au/business/companies/lynas-formally-rejects-1-5-billion-takeover-bid-from-wesfarmers-20190327-p517ye.html

Herausgehoben wird immer wieder die Einzigartigkeit von Lynas, als einziger großer Rare-Earth-Produzent außerhalb von Chinas mit einem sehr langlebigen Erzkörper in Australien.

Ein Analyst sagte, die Firma sei mindestens 2,5 Milliarden AUD wert, also eine Milliarde AUD mehr, als Wesfarmers geboten hat.

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Der Tagesverlauf der Aktie war interessant. Vor Markteröffnung hat Lynas das Angebot abgelehnt. Die Aktie fiel dann zunächst auf 2 AUD in den ersten 30 Handelsminuten. Doch dann kamen Käufer in die Aktie und der Kurse pendelte sich im Bereich von 2,14 - 2,15 AUD ein. Es wurden über 23 Millionen Aktien im Gegenwert von fast 50 Millionen AUD gehandelt:

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Einschätzung:

Im Aktienmarkt aktiv zu sein bedeutet, dass man Entscheidungen treffen muss. Grundsätzlich hat das Lynas Management sicherlich Recht und wenn man die Lizenz-Probleme mit Malaysia lösen kann, dann ist die Firma sicherlich mehr wert, als die gebotenen 1,5 Milliarden AUD.

Auf der anderen Seite hätte Wesfarmers das Kapital, die Operation über Wasser zu halten, sollte die Regierung in Malaysia die Lizenzen nicht über den September 2019 hinaus verlängern oder könnte ohne größere Probleme auch eine Anlage in Australien bauen. Sollte Lynas alleine in diese Situation kommen, dann würden wir den Aktienkurs sicherlich auf viel tieferem Niveau sehen.

In einem der Zeitungsberichte wird auch von einem möglichen Bieterwettstreit gesprochen.

Es gibt nun wieder viele Szenarien, die denkbar sind. Zum Beispiel:

• 1. Erhöhung des Angebots
• 2. Zweiter Bieter kommt
• 3. Angebot wird zurückgezogen

Während die ersten beiden sicherlich positiv wären, würde im dritten Fall der Kurs vermutlich wieder nach unten gehen.

Die Frage ist eben auch, ob sich LYNAS mit der Regierung von Malaysia einigen kann und wenn ja, wie schnell das geht.

Kommt, nur als Beispiel, in der nächsten Woche die Lizenz für weitere Jahre, dann kann die Aktie sicherlich anziehen. Hören wir aber von dieser Front bis in den Sommer hinein nichts, dann kann es passieren, dass der Kurs abbröckelt und die Aktionäre nervös werden.

Ich will Ihnen nur meine Überlegungen kurz darstellen.

Im Trading-Depot haben wir ja nur noch eine kleine Position und einen sehr niedrigen Einstand von rund 0,60 Euro je Aktie. Das Risiko ist also im Depot mehr als überschaubar bzw. gibt es für diese Position nach den erfolgten Gewinnmitnahmen keines mehr.

Doch ich weiß natürlich auch, dass viele Leser größere Positionen halten und daher ein paar Gedanken von meiner Seite, um Ihnen Infos zu liefern, die Sie dann zur Entscheidungsfindung nutzen können.


Fazit:

Ich werde die Position im Trading-Depot unverändert behalten, da mir der Tagesverlauf der Aktie gut gefallen hat. Es haben Adressen gekauft und dies nicht zu knapp. Wenn Sie große Positionen haben oder immer mal wieder in der Aktie handeln, dann kann Ihre Entscheidung auch anders ausfallen.

Ich z.B. habe mir Ende Februar eine neue Position gekauft und vielleicht reduziere ich diese unter Trading-Gesichtspunkten und um Gewinne zu sichern.

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© Hannes Huster
Quelle: Auszug aus dem Börsenbrief "Der Goldreport"



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4) betreuen Finanzinstrumente des Emittenten an einem Markt durch das Einstellen von Kauf- oder Verkaufsaufträgen.
5) haben innerhalb der vorangegangenen zwölf Monate mit Emittenten, die selbst oder deren Finanzinstrumente Gegenstand der Finanzanalyse sind, eine Vereinbarung über Dienstleistungen im Zusammenhang mit Investmentbanking-Geschäften geschlossen oder Leistung oder Leistungsversprechen aus einer solchen Vereinbarung erhalten.



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