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Diese 7 Charts sollten Investoren im Auge behalten

28.03.2019  |  Frank Holmes
Die Aktien verloren ihre Wochenzunahmen und die Anleiherenditen fielen am Freitag, während Investoren auf eine Vielzahl von wirtschaftlichen Entwicklungen reagierten. Primär war das die Umkehrung der Renditekurve der US-Staatsanleihe - das erste Mal seit der Finanzkrise - und die weiterhin schwächelnde Expansion des US-amerikanischen Produktionssektors.

Ich hatte mein Augenmerk auf einigen marktbewegenden Neuigkeiten und einen Teil davon möchte ich mit Ihnen teilen.


1. Palladium ist überkauft

Aufgrund eines wachsenden Angebots- und Nachtfrageungleichgewichts überstieg der Palladiumpreis in der letzten Woche die 1.600 Dollar je Unze kurzzeitig zum ersten Mal. Die Märkte trieben das Metall höher, als uns Neuigkeiten aus Russland erreichten, dass der weltweit größte Palladiumproduzent darauf aus sei, den Export von Altmetall zu verbieten. Das würde das weltweite Angebot wiederum weiter komprimieren. Dies folgte auf eine Woche, in der Autohersteller eine Zunahme der Palladiumnachfrage signalisierten, das bei der Produktion von Katalysatoren verwendet wird.

Das Palladium-Gold-Verhältnis - oder der Maßstab, wie viele Unzen Gold mit einer Unze Palladium erworben werden können - befindet sich nun auf einem Rekordhoch.

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2. Nickel entwickelte sich ebenfalls gut

Palladium gilt 2019 bisher als das Metall, das sich am besten entwickelte und ist um fast 27% gestiegen. An zweiter Stelle folgt Nickel, das ebenfalls mit einer Angebotsproblematik konfrontiert wird. Die weltweite Nickelnachfrage wird 2019 auf etwa 2,4 Millionen Tonnen geschätzt; wobei zwei Drittel in Edelstahlanlagen verarbeitet werden, die sich größtenteils in China befinden, so berichtete Reuters.

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3. Märkte schlagen sich mit der Umkehrung der Renditekurve herum

Die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe fiel in der letzten Woche aufgrund der milden Haltung der Federal Reserve auf ein 15-Monatstief. Der Vorsitzende der Fed, Jerome Powell, deutete an, dass die Zinsen 2019 höchstwahrscheinlich unverändert bleiben werden, da die Offiziellen die Auswirkungen eines möglichen Weltwirtschaftsabschwungs evaluieren würden. "So wie starkes Weltwirtschaftswachstum einen Rückenwind darstellte, so kann ein schwächeres Wachstum zum Gegenwind für unsere Wirtschaft werden", erklärte Powell.

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Am Freitag kehrte sich die Renditekurve zum ersten Mal seit der Finanzkrise zwischen den Renditen der dreimonatigen und 10-jährigen Staatsanleihe um - oder wurde negativ. Auch wenn vergangene Leistung keine zukünftigen Ergebnisse garantiert, sollte man sich bewusst sein, dass eine derartige Inversion vor jeder US-Rezession in den letzten 60 Jahren erfolgte.


4. Trader erwarten keine Änderung der Zinsen

Auch vor der Ankündigung der Fed am Mittwoch war eine zunehmende Anzahl an Terminhändlern der Ansicht, dass die Zinsen bis Ende 2019 unverändert bleiben, oder sogar reduziert werden würden. Dreiviertel der Trader waren in diesem Monat der Meinung, dass die Zinsen unverändert bei 2,25% bis 2,50% bleiben würden; das waren 26% mehr Trader als 12 Monate zuvor, so zeigt das FedWatch Tool der CME Group. Die Wahrscheinlichkeit, dass Zinsen zum Ende des Jahres hin erhöht werden, liegt nun bei 0%.


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