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Geldpolitische 180-Grad-Kehrtwende der Fed

08.04.2019  |  Mack & Weise
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"Die stärkste wirtschaftliche Abschwächung seit der Finanzkrise" musste zuletzt EZB-Chef Draghi der EU attestieren, dabei darauf verweisend, dass die EZB "über genügend geldpolitische Handlungsspielräume verfüge, um einem Wirtschaftsabschwung" entgegenzuwirken. Während man in der EU angesichts der EZB-Dauer-Nullzinsen nun rätseln darf, welche Spielräume Draghi gemeint haben könnte (Wiederaufnahme QE, Helikoptergeld?), erwarten die Marktteilnehmer in den USA von der Fed schon mehrheitlich eine Zinssenkung noch in diesem Jahr.

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Finanzmärkte:

Ungeachtet aller negativen Konjunkturbotschaften, des Brexit-Hickhacks oder der nicht wie versprochen vollzogenen Einigung im US-chinesischen Handelskrieg verzeichneten die Aktienmärkte im März abermals deutliche Kurszuwächse. Der S&P500 erwischte mit einem Quartalsplus von 13,1% sogar den besten Jahresstart seit 1998, und dass trotz rückläufiger Gewinnerwartungen, fallender Umsätze, erodierender Margen und eines sinkenden US-Wirtschaftswachstums.

Doch auch an den Anleihemärkten wird dieser Negativ-Cocktail als "beste aller Welten" gespielt, gaben doch schließlich die Renditen in den letzten Wochen deutlich nach, so dass nun auch schon wieder ein Schuldenvolumen von rund 11 Billionen USD im negativen Terrain rentiert.


Fondsmanager-Kommentar:

Die seit sieben Jahrzehnten von Regierungen und Notenbanken verfolgte keynesianische Wirtschaftsdoktrin, Rezessionen mittels Zinsabsenkung und Verschuldungsintensivierung - sprich Inflation - in planwirtschaftlicher Manier entgegenwirken zu wollen, muss spätestens seit der Finanzkrise 2008 als gescheitert gelten.

Schließlich ist diese Politik der Grund für den fast kompletten Kaufkraftverlust aller Papierwährungen in den letzten Jahrzehnten (US-Dollar: -97% gegenüber Gold seit 1969), die völlige Überschuldung der Welt, die Boom-und-Bust-Zyklen inklusive der heute zu beobachtenden geradezu bizarren Zustände an den Finanzmärkten!

Sollte die Konjunkturdynamik weiter abnehmen, muss man davon ausgehen, dass Regierungen und Notenbanken ihre schon jetzt äußerst folgenreiche Notstandspolitik noch einmal weiter intensivieren werden - mit weitreichenden (fatalen) Folgen für die betroffenen Währungssysteme.


Investmentpolitik:

Seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 haben die internationalen Notenbanken die Zinsen auf den tiefsten Stand seit 5.000 Jahren abgesenkt, und finanzieren die inzwischen weltweit exponentiell wachsenden Schuldenberge auch noch per Inflationspolitik. Da die "Währungshüter" mit dieser historisch beispiellosen Geldpolitik immer größere Risiken für die Stabilität des heutigen Finanzsystems erzeugen, haben wir die Investitionen in unseren Fonds in den letzten Jahren immer stärker auf Edelmetalle und Edelmetallminenaktien fokussiert.



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