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David Smith: Silber wird sich wie Palladium verhalten

11.04.2019  |  Mike Gleason
Mike Gleason: Es ist mir nun ein Privileg, David Smith, Analyst beim Morgan Report und regelmäßiger Beiträger bei MoneyMetals.com erneut bei uns begrüßen zu dürfen. David, es ist lange her. Wie geht es Ihnen, mein Freund?

David Smith: Ja, es ist schon eine Weile her und ich bin froh zurück zu sein, Mike.


Mike Gleason: Nun, David, wie wir beide wissen, war es für die Metallinvestoren, die nach der Finanzkrise 2008 eingestiegen sind, keine einfache Zeit. Zwischen 2008 und 2011 sind die Preise stark gestiegen, angetrieben durch die Krise und die Reaktion der Fed: Nullzins und massive Gelddruckerei. Dann geriet der Metallmarkt ins Stolpern. Ein Teil der Metallnachfrage schwand, als sich die Aktienmärkte erholten und die Ängste in Luft auflösten.

Preismanipulation und -drückung an den Terminmärkten entwickelte sich von der Verschwörungstheorie zum tatsächlichen Verschwörungsfakt. Die Metallpreise werden in keinen freien oder fairen Märkten festgelegt, also ist es für manche Investoren nicht einfach, durchzuhalten. Doch es gibt noch immer gute Argumente dafür, Metalle zu besitzen; jetzt mehr denn je.

Jetzt könnte also ein guter Zeitpunkt gekommen sein, einige von diesen aufzuzählen. Sie sprechen oft über die Rolle der Edelmetalle als Absicherung. Könnten Sie unseren Zuhörern vielleicht erklären, wie Metalle als eine Art der Absicherung fungieren, David, und wie man heute einsteigen kann?


Open in new windowDavid Smith: Nun, bei dieser Absicherungsgeschichte gibt es verschiedene Varianten. David Morgan vom Morgan Report meint immer: Zuallererst kaufen Sie das physische Metall primär zur Absicherung und sekundär, um Gewinn zu machen. Viele Leute würden es nicht glauben, wenn sie nicht den zugehörigen Chart gesehen hätten, aber Gold hat seit 2000 die Wertsteigerung des allgemeinen Aktienmarktes um das Doppelte übertroffen.

Trotz der deutlichen Rückgänge, die wir beobachten konnten - von 1.900 Dollar auf etwa 1.050 Dollar und die Bewegung von 2016, die fast alles wieder wettmachte - fiel Gold letztlich um etwa 45%. Silber fiel von 2011 um etwa 70%. Trotzdem fungieren die Metalle noch immer als Absicherung, um Ihnen bei der Diversifikation zu helfen, die Preisveränderungen anderer Investitionen aufzuwiegen und Ihnen Liquidität zur Verfügung zu stellen. Diese Absicherungsrolle haben die Metalle historisch betrachtet gut erfüllt und tun das auch weiterhin.


Mike Gleason: Sie sprechen von den Metallen als eine Liquiditätsquelle. Was meinen Sie damit?

David Smith: Braucht man Geld - man hat also Ausgaben, die man direkt begleichen muss - dann kann man sein Gold praktisch überall verkaufen. Egal ob es nun ein Schmuckladen oder eine Organisation wie Money Metals ist, dort bekommen Sie das nötige Geld, um ihre Ausgaben zu decken.

Mit Grundstücken, Immobilien, Wertgegenständen und derartigen Dingen kann man das nicht. Das gibt Ihnen also eine echt gute Gelegenheit. Von Zeit zu Zeit erkläre ich den Leuten gerne, dass man das Kaufen von Gold und Silber nicht wie das Kaufen eines Autos, einer Angel oder einer Kamera ansieht. Man tauscht eine Form des Fiatgeldes - was ich als schlechteres Geld ansehen würde - das durch nichts gedeckt wird, gegen historisch solides und ehrliches Geld. An sich führen Sie keinen einfachen Kauf durch. Sie erwerben ein finanzielles Element, das sich gut entwickeln kann und Ihnen Diversifikation bietet.


Mike Gleason: Das führt mich zur nächsten Frage. Sie haben beschrieben, warum Metalle gute Alternativen zum Sparen von Dollar auf einem Bankkonto sind. Erläutern Sie das doch ein wenig genauer und erklären Sie, warum eine Investition in Bullion auch als eine Art Sparen angesehen werden kann.

David Smith: Nun, einer der Vorteile gegenüber dem Besitz von Fiatgeld auf einem Bankkonto ist, dass es komplett Ihnen gehört. Niemand sonst hat Anspruch darauf. Die meisten Menschen, die innerhalb der USA ein Bankkonto besitzen - also der Großteil - realisiert nicht, dass das Geld, das sie auf ihr Konto einzahlen, tatsächlich der Bank gehört. Klar gibt es da auch noch die Versicherung der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) über 100.000 Dollar im Jahr...

Doch in Wirklichkeit ist es so, dass die Banken dieses Geld verwenden können, sollten Sie aufgrund von Investitionen oder anderer Dinge in Schwierigkeiten geraten sein; dann kann es schwer für Sie sein, dieses Geld zurückzubekommen. Das Geld wird also in Ihrem Namen aufbewahrt, gehört Ihnen aber nicht wirklich. Versuchen Sie eine größere Menge Geld abzuheben, beispielsweise 1.000 Dollar, dann werden Sie gefragt, was Sie mit dem Geld tun möchten. Als sollte es die Bank interessieren, was Sie mit Ihrem Geld tun. Die Bankangestellten sollten nicht annehmen, dass Sie das Geld zum Drogenkonsum oder etwas Illegales verwenden werden. Es ist Ihr Geld und wenn Sie es abheben möchten und es auf der Straße verteilen, dann ist das immer noch Ihre Sache.


Mike Gleason: Ja, noch mehr Probleme hat man, wenn man sogar 5.000 Dollar oder 8.000 Dollar in bar abheben möchte. Da muss man einen Tag im Voraus anrufen, um sicherzugehen, dass das notwendige Geld vorhanden ist. Denn meist haben die Banken noch nicht einmal derartige Mengen Papiergeld vorrätig, mit dem sie handeln. Es ist tatsächlich etwas angsteinflößend, wenn man darüber nachdenkt, was wohl passiert, wenn eine Art Krise auftritt und es beispielsweise zu einem Ansturm auf die Banken kommt.

David Smith: Nicht nur das, Mike. Es gibt tatsächlich ein Formular, das Banken ausfüllen müssen, wenn Sie 10.000 Dollar oder mehr mit einem Mal abheben möchten; oder wenn man nacheinander geringere Mengen wie 2.000 Dollar oder 3.000 Dollar und dann 4.000 Dollar abhebt. Das wird Strukturierung genannt. Zuallererst wird immer angenommen, dass Sie schuldig sind bis Ihre Unschuld bewiesen wurde und dass Sie sicherlich etwas Illegales mit dem Geld anstellen werden. Der Gedanke, dass Sie unschuldig sind, bis Ihre Schuld bewiesen wurde, wird auf den Kopf gestellt. Und diese Haltung gefällt mir auch nicht.



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